Schonzeit Bilderrätsel

Es ist 20 Uhr … Hier ist die erste deutsche Schonzeit mit dem Tagesrätsel.

Die Regeln sind simpel. Es gibt ein Bild, das für einen Begriff steht den ich mir ausgedacht habe. Es kann durchaus sein, dass der Begriff nur phonetisch richtig ist, oder dass er auch mal richtig buchstabiert ist, dafür aber phonetisch völlig quer daherkommen würde. Generell ist alles möglich. Ich versichere jedoch, dass es stets (aufgrund von Begebenheiten der Vergangenheit sage ich das) mindestens eine logische Erklärung gibt, die in der ewigen Highscore mit einem Punkt versehen wird. Möglich ist eigentlich alles. Das macht das Rätsel manchmal unfair, manchmal aber auch würziger.

Ich wünsche Euch allen wie immer viel Erfolg.

Tony Curtis verstorben

Wieder einmal ist Hollywood um eine seiner Legenden ärmer. Schauspieler Tony Curtis starb im Alter von 85 Jahren an Herzversagen. Vor allem in den 50er und 60er Jahren war Curtis eines der wichtigsten Gesichter der Traumfabrik und spielte mit Größen wie Marilyn Monroe, Jack Lemmon und Jerry Lewis.

Legendär dürfte jedoch vor allem die Verwechslungskomödie “Manche mögens heiß” aus dem Jahr 1959 gewesen sein. In dieser Rolle begeisterte Curtis durch seine Vielfältigkeit und machte sich von da an unverzichtbar im Geschäft.

In Deutschland wurde er an der Seite von Ex James Bond Roger Moore in der Serie “Die Zwei” bekannt. Die Serie um zwei Reiche Detektive erreichte in diversen Wiederholungen in Deutschland immer wieder gute Quoten.

Auch wenn seine großen Zeiten schon lange vorbei sind und er den üblichen Weg durch Drogen und Alkohol ging, so wird sein Stern doch immer weiter leuchten und ihn unvergessen in den Herzen hinterlassen.

Wenn Witze Realität werden

Letztes Jahr ging der 3D Ruck durch die Kinowelt. James Cameron setzte sich mit Avatar durch und brachte weltweit Scharen von Menschen in Kinos dazu, sich eine Brille auf die Nase zu schieben um mittendrin statt irgendwie nur dabei zu sein. Seitdem grassiert der Hype. Erste 3D Fernseher gehen grad an den Start, meine Playstation kann seit letzter Woche 3D Blu Rays abspielen und auch in Zukunft wird das Angebot an 3D Inhalten immer größer werden.

Als wir letztes Jahr aus Avatar rauskamen haben wir noch darüber gewitzelt, dass die Herren Spielberg und Lucas bestimmt nicht lange zögern, bis sie auf den 3D Zug aufspringen. Schließlich sieht man ja immer wieder, wie zum Beispiel George Lucas die Star Wars Saga immer wieder bis zum Brechreiz weiter auswringt, um noch ein wenig mehr Kohle aus den Fans rauszupressen. Problem bei der Sache ist, dass diese das auch immer wieder mit sich machen lassen. Der Gruppenzwang ist bei sowas irgendwie anscheinend zu stark. Scheiss drauf, dass man die Filme schon zu Hause hat, wenn sie in der Super Extra Deluxe Silver Bonus Edition neu auf den Markt kommen.

Ich hab immer das Gefühl, dass die drei Herren immer mal wieder zu Hause im Kifferkreis sitzen und sich Wetten ausdenken. Die letzte hieß glaub ich: Wetten, dass du es nicht schaffst Avatar noch mal wieder ins Kino zu bringen und das die Leute da wieder reinrennen.

James Cameron nahm die Wette an und hat offenbar gewonnen, weil er neue Szenen reinschnitt in den Film strömten mitten im Sommerloch die Leute wieder ins Kino und schauten sich das an, was sie im Zweifelsfall schon im Jahr zuvor gesehen haben.

Das George Lucas da nicht lange zögern könnte war ja irgendwie klar. Und so werden alle Star Wars Filme nun noch mal in 3D überarbeitet. Sicherlich dürfen wir uns schon auf putzige kleine extras freuen, wie sinnlos in Szenen reingeschnittene fliegende Viecher, die dann dem Zuschauer entgegenhüpfen dürfen und Lichtschwertkämpfe, die einem fast das Haar ansengen.

Alles natürlich im Auftrag der Kunst und nicht wegen des schnöden Mammons. Lucas beweist mit diesem Schritt einmal mehr, das eine Absenkung des Niveaus nicht zuletzt immer mehr Kohle in die Kasse spülen kann. Warum auch nur 5 Minuten über eine stringente Handlung nachdenken, wenn man mit Effekthascherei immer noch mal Kohle machen kann.

Angefangen wird mit Episode 1, als wenn der Film ohne 3D nicht schon deutlich genug machen würde, dass er ohne Effekte nichts zu bieten hätte.

1378 km

Dieser Tage geht es mal wieder um die bösen Egoshooter. Auch wenn man nach dem jüngsten Amoklauf mal auf den Trichter kam bei den Sportschützen nach den Schuldigen zu suchen, weil die letzte Amokläuferin sehr zum Leidwesen der Medien halt keine Cyberkillerin gewesen ist.

Zum Jahrestag der Wiedervereinigung kommt von dem 23jährigen Studenten Jens M. Stober von der Universität Karlsruhe ein Ego-Shooter ähnliches Spiel daher. In diesem Spiel soll es darum gehen die Erlebnisse an der innerdeutschen Grenze im Jahr 1976 zu beleuchten. Dabei kann man wahlweise die Rolle eines Grenzers oder eines Republikflüchtlings einnehmen. Einige der Fakten lassen sich auf der offiziellen Homepage ersehen. So greift ein Flüchtling in den Grenzzaun und wird auf unmenschliche Art und Weise von einer Selbstschussanlage niedergestreckt.

In den Medien ist zu hören, dass durchaus mehrere Handlungsansätze denkbar sind. Keine Notwendigkeit zu töten zum Beispiel oder aber die Zitierung vor ein Gericht bei Eingriff . All dies lässt sich aus dem Teaser auf der Seite nicht ersehen.

Es gibt also wenig um darüber zu urteilen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es dieses Spiel überhaupt gibt, oder ob alles eine geschickte Manipulation der Medien ist um auf ein schreckliches Kapitel deutscher Geschichte erneut aufmerksam zu machen.

Anhand der Bilder und der wenig heroischen Darstellung der Bilder lässt sich die Aussage des Wunsches nach Aufarbeitung der innerdeutschen Geschichte ggf ableiten. Doch auch hier ist ohne Sichtung der endgültigen Version nicht viel zu machen.

All die mangelnden Fakten halten die Medien nicht davon ab Berichte zu erstellen und Meinungen einzuholen. Allen voran natürlich auch die BILD, die ihr Urteil über das Spiel bereits getroffen haben.

Hatte man sich vor ein paar Tagen noch erstaunlich sachlich mit dem Thema auseinandergesetzt, so kam mit steigender Aufmerksamkeit immer mehr das Bedürfnis einer eigenen Wertung in der Berichterstattung durch.

Heute fragt die BILD

Man muss also nicht genau hinsehen um zu wissen, was man von dem Spiel zu halten hat. Vor ein paar Tagen hieß es noch:

„1378 (km)” zählt zu den sogenannten „Serious Games”, die über den kommerziellen Gewaltansatz hinausgehen und eine „Lehre, Moral oder ethische Dimension” haben wollen.

Zitat: Bild.de

Doch da Sachlichkeit bekanntlich keine Zeitungen verkauft schwenkt man um.

Man spricht in dem Artikel von “töten müssen” und kommt bezüglich der Engine für das Spiel zu folgendem Ergebnis:

Fakt ist: Die DDR-Ballerei basiert auf der Technik des blutigen Spiels „Half-Life 2“, das in Deutschland erst ab 18 Jahren freigegeben ist.

Zitat: Bild.de

Na klar. Ein Spiel, dass auf der Source Engine von Valve basiert KANN ja nur böse sein. Portal ist ein glänzendes Beispiel dafür, dass eine Engine an sich nicht böse sein kann, da dieser Titel eine USK Einstufung von 12 erhielt. Zugegeben gibt es unter den Vertretern der Spiele, die auf Source zugreifen mehr Titel mit einer USK 18 Einstufung oder gar Indizierung, doch diese Pauschalisierung dient eben dem Zweck den Leser von der Meinung zu Überzeugen, dass dahinter nichts sinnvolles stecken kann.

Weiter geht es mit den Interviews der üblichen Verdächtigen. Leute, die sich trotz mangelnder Kenntnis der Sachlage zu Wort melden und schon mal im Vorfeld eine Verurteilung in die Welt tönen.

Einzig sinnvolle Kommentare kommen von der Landesanstalt für Kommunikation, die davon spricht das Spiel zu prüfen und sollte eine Jugendgefährdung davon ausgehen diese den geltenden Regularien gemäß einzustufen oder das Spiel aus dem Verkehr zu ziehen.

Das ist natürlich richtig und wichtig. Denn sollte eine Gefahr davon ausgehen, dann hat der Jugendschutz auf jeden Fall Vorrang. Die Benutzung von Konjunktiven zeigt eine sinnvolle Auseinandersetzung mit dem Thema. Da man noch nichts in Händen hat, kann man auch kein Urteil bilden.

Auch die Hochschule selbst steht zu dem Projekt und bittet darum sich das fertige Projekt doch erst einmal anzusehen, bevor man sich ein Urteil bildet.

Ich selbst halte 1378 km immer noch für eine große mediale Inszenierung und hoffe fast, dass ich Recht behalte. Dies wäre etwas, was das eigentliche Thema in den Fokus bringen würde und zeitgleich den Medien einen Spiegel vorhalten würde. Eine tatsächliche Umsetzung des Spiels, so wie angesprochen halte ich für zu kurzweilig, um tatsächlich eine Diskussion anzuregen.

Für meine Theorie spricht, dass die Website des Spieleherstellers mit wenig Infos aufwartet, dafür aber sehr auf das Thema und die Provokation eingeht. Nebenbei wirkt die Seite auch in den späten Abendstunden sehr überlastet. Möchte man tatsächlich am Tag der deutschen Einheit einen Download auf dieser Seite platzieren sehe ich für den Server rauchschwarz.

Auch muss ja eine Struktur bereitstehen, die es den Spielern erlaubt ihre Multiplayer Sessions von 1378 stattfinden zu lassen. Eine so wackelige Struktur, wie die der Website scheint mir nicht geeignet zu sein.

Gespannt warte ich auf die Veröffentlichung am 3.10. zwischen 10 und 18 Uhr und hoffe auf einen tieferen Sinn.

www.1378km.de

Bild Artikel


POST-apokalyptisch

Ich gebe zu, dass ich kein so großer Fan davon bin in die Anstalt mit dem schwarzen Horn auf gelbem Grund zu gehen.

Heute bewies sich mal wieder jedes meiner Vorurteile. Zugegeben habe ich den Laden ungefähr zur Feierabendzeit betreten und war schon kurz verzückt, dass sich an beiden Schlangen innerhalb der Post nur jeweils eine bis zwei Personen vor mir befanden. Frohen Mutes ging ich zu der Schlange die kürzer war. Mir war noch nicht klar, dass ich einen Fehler gemacht hatte, aber wem ist sowas schon klar.

Der Kunde vor mir wollte ein Paket loswerden. Durchaus ne Sache, die einigermaßen schnell über die Bühne gehen könnte. Die Schlange führte zu drei besetzten Schaltern und ich rechnete mir Bruchteile von Sekunden aus, bis ich diesen Laden wieder verlassen könnte.

Pustekuchen

Der Schalter direkt vor uns wurde frei und noch bevor der Mann mit seinem Paket reagieren konnte zückte der Beamte seine Schranke und machte seinen Schalter dicht. In dem Moment, wo mein Mitstreiter reagiert hatte und seinen Fuss irritiert vorsetzte, weil das Gehirn den Befehl zum Gehen gab und zeitgleich die Augen meldeten, dass etwas nicht stimmen würde, war der Schalter auch schon verwaist. Ein kleiner Luftzug schien durch den Raum zu huschen um das Vakuum zu füllen. So geschah das auch am zweiten von drei Schaltern, während sich am dritten Schalter eine Diskussion über Zinssätze und Auslandsabhebungen anzubahnen schien.

Dies war der Moment in dem ich beschloss die Schlange zu wechseln. Nun hatte ich plötzlich 3 Leute vor mir statt nur einer Person, aber immerhin waren an der anderen Schlange ja vier Schalter besetzt. Minutenlang bewegte sich gar nix, dann geschah alles ganz schnell. An zwei Schaltern zeitgleich wurden die Kunden fertig, was den einen Schalterbeamten dazu führte zu der Kollegin zu stürmen und mit ihr zusammen erstmal ihren Etikettendrucker auseinanderzubauen.

Diese beiden Schalter fielen also aus. Es kam, wie es kommen muss, die Schlangen wurden immer länger und die Leute murrten ein wenig rum. Das muss das Zeichen gewesen sein für den dritten Schalterbeamten seine Schranke zu setzen und Feierabend zu machen. Nun bewegte sich natürlich wieder nix. Doch irgendwann wurden die beiden Schalterbeamten mit ihrem Drucker fertig und zumindest die Dame öffnete ihren Schalter wieder, während ihr Kollege irgendwelche Prospekte faltete.

Letztlich landete ich bei eben diesem Kollegen und hatte bis dahin 10 Minuten gebraucht um 2 Briefe abzugeben. Die Beratung war dann toll. Das muss auch erwähnt sein. Der Kollege hatte sich die Zeit genommen um mir zu erklären, warum ich keine Angst vor Mehrporto hätte haben müssen und mir ein wenig die Seele gestreichelt.

Dennoch. Das waren wieder 10 Minuten meines Lebens, die ich niemals wieder bekomme.

Bilderrätsel Highscore

Die ultimative Highscore der Schonzeit Bilderrätsel. Der aktuelle Gewinner ist immer hervorgehoben.

Nosupermom: 11,5

Schaps: 8

feronia: 6,5

Die Sichtfelder: 6

Die Zimtäpfel: 5,5

Schildmaid: 5

Die Fulanos: 4

Bea: 3

Kerstin näht!: 3

Donkeys Freund: 2

Doktor Pé: 1,5

Andre: 1

Andrea: 1

Christine: 1

Hans :D : 1

Jenny: 1

JMK: 1

Katrin: 1

Pidoubleyou: 1

Maria: 0,5

Knusperflocke: 0,5

RundumKiel: 0,5

Tonari: 0,5

Diese Angaben sind wie immer ohne Gewähr

Bis auf weiteres findet das Schonzeit Bilderrätsel montags ab 20 Uhr statt.

Schonzeit Bilderrätsel

Es ist 20 Uhr … Hier ist die erste deutsche Schonzeit mit dem Tagesrätsel.

Die Regeln sind simpel. Es gibt ein Bild, das für einen Begriff steht den ich mir ausgedacht habe. Es kann durchaus sein, dass der Begriff nur phonetisch richtig ist, oder dass er auch mal richtig buchstabiert ist, dafür aber phonetisch völlig quer daherkommen würde. Generell ist alles möglich. Ich versichere jedoch, dass es stets (aufgrund von Begebenheiten der Vergangenheit sage ich das) mindestens eine logische Erklärung gibt, die in der ewigen Highscore mit einem Punkt versehen wird. Möglich ist eigentlich alles. Das macht das Rätsel manchmal unfair, manchmal aber auch würziger.

Ich wünsche Euch allen wie immer viel Erfolg.

Wetter, Wetter, Wetter

Finden sie den Fehler im unteren Bild:

Wie die Zeit vergeht. Noch vor ein paar Tagen habe ich in Shorts und Shirt in der Innenstadt nen Kaffee getrunken und mich schon fast vor der Sonne versteckt, weil sie so massiv drückte. Und heute sitze ich hier in einem Rollkragenpulli und habe an der Heizung rumgefingert um mir ein paar heiße Gedanken machen zu können. So schnell kann es also gehen und ich habe die Hoffnung ein wenig aufgegeben, dass das selbe umgekehrt noch mal wieder passiert. So mümmel ich mich halt aufs Sofa und überlege einfach mal die erste Grippe auszubrüten.

Auch ne Beschäftigung.

Schonzeit Bilderrätsel

Es ist 20 Uhr … Hier ist die erste deutsche Schonzeit mit dem Tagesrätsel.

Willkommen zurück aus der Sommerpause.

Es ist wieder einmal Montag, der Herbst hält Einzug und ich habe mal wieder meine Gehirnwindungen nach einem kleinen Rätsel durchforstet. Wie immer kann ich nicht einschätzen, ob es für Euch eine Hürde darstellt oder ich euch ein Kinderspiel beschere.

Die Regeln sind simpel. Es gibt ein Bild, das für einen Begriff steht den ich mir ausgedacht habe. Es kann durchaus sein, dass der Begriff nur phonetisch richtig ist, oder dass er auch mal richtig buchstabiert ist, dafür aber phonetisch völlig quer daherkommen würde. Generell ist alles möglich. Ich versichere jedoch, dass es stets (aufgrund von Begebenheiten der Vergangenheit sage ich das) mindestens eine logische Erklärung gibt, die in der ewigen Highscore mit einem Punkt versehen wird. Möglich ist eigentlich alles. Das macht das Rätsel manchmal unfair, manchmal aber auch würziger.

Ich wünsche Euch allen wie immer viel Erfolg.

Krombacher klingt jetzt neu

In den letzten Jahren kam die Krombacher Werbung immer mit einem meiner Lieblingslieder einer meiner Lieblingsbands daher.

Das klang dann bisher stets so:

Das Stück, das sich hinter dieser Kampagne verbarg, war das großartige Belfast Child vom 1989er Album “Street Fighting Years” der Band Simple Minds. Diese Band hat es mir schon seit ewiger Zeit angetan und sobald ein neues Album auf den Markt kommt, oder die Truppe um Sänger Jim Kerr mal wieder auf Tour ist, dann stehe ich eigentlich auch in den Startlöchern.

So war es auch letztes Jahr, als die Band mit dem Album Graffiti Soul an den Start ging und sich sofort wieder in mein Herz spielte. Auch an den Marketingleuten bei Krombacher ging dieses Album nicht vorbei.

So hat man das harmonische Belfast Child gegen ein etwas rockigeres Stück ausgetauscht. Gleich bleibt dabei die Band. Die Simple Minds sind immer noch Krombachers akustisches Aushängeschild, wenn auch jetzt mit dem Stück “Stars will lead the way” von dem eben erwähnten Graffiti Soul.

Eigentlich müsste ich mir mal wieder n Kasten Krombacher kaufen. Hmmm

Und weil es grad so schön ist, kommen hier noch mal die beiden Lieder zur Werbung:

Belfast Child – 1989 – Street Fighting Years

Stars will lead the way – 2009 – Graffiti Soul

18 % der Deutschen könnten

Ich bin ein ganz großer Fan von Umfragen. Wirklich. Ich finde diese Dinger wirklich herrlich. Egal ob diese langweilig präzisen Dinger oder diese unpräzisen Dinger, in die sich alles hinein interpretieren lässt.

Dieser Tage geht es mal um den guten Herrn Sarrazin. Der Mann, der sich in schöner populistischer Manier grad zum Helden der Massen machen lässt, weil er ausspricht, was Deutschland denkt… also zumindest die privilegierte Masse derer, die die Blätter lesen, die den Herrn Sarrazin aktuell zum VOLKShelden stempeln wollen getreu der normal betriebenen Politik des Marketings in dem Verlag.

Da es aktuell “Riesenwirbel” um durchaus als rassistisch auslegbare Thesen des als Populisten missverstandenen Messias gibt, schrieb sich die Bild am Sonntag auf die Fahne doch mal für Aufklärung zu sorgen, dass das Volk durchaus klarer sieht als die verstaubten um Macht fürchtenden Politiker.

Dabei kam erstaunliches heraus. 18 Prozent aller Deutschen könnten sich vorstellen eine Partei zu wählen, der Thilo Sarrazin vorsitzen würde.

BANG!!!

Die Revolution hat begonnen. Das Volk steht auf und erhebt sich aus seinen Ketten der Unterdrückung.

Wenn ich mich jetzt auf die Straße stellen würde und fragen würde, ob sich jemand vorstellen könnte einen Schneemann zu bauen, dann bekomme ich sicherlich eine recht große Anhängerschaft der sympathischen weißen Kerle. Ohne mich jetzt zu weit aus dem Fenster zu lehnen würde ich sogar behaupten, dass mehr als 18 % der Deutschen für Schneemänner plädieren würden.

Würde ich nun gewiefter Zeitungsredakteur sein, dann könnte ich am nächsten Tag mit der Schlagzeile aufmachen:

Blahblahblah Prozent der Deutschen wünschen sich den Winter um endlich Schneemänner zu bauen!

Vielleicht haben sie es gemerkt. Das habe ich gar nicht gefragt, ließe sich aber mit viel Augen zudrücken in eben diese Frage hineindeuten.

Doch was muss man sich auch so ewig an Tatsachen aufhalten? Diese lassen sich ja auch nicht so wirklich gut verkaufen. Das wissen wir ja mittlerweile alle, egal wie sehr wir das hier beschriebene Thema nun auf uns wirken ließen.

Wenn ich wissen will, welche Jahreszeit die Deutschen am liebsten haben, dann muss ich wohl eben danach fragen und nicht anders.

Schließlich gibt es keine Sarrazin Partei. Würde ja auch doof sein. “Sarrazin Partei Deutschlands” würde ja evtl zu Verwechslungen führen. Da war Horst Schlämmer schon ein wenig besser dran. dessen HSP hob sich von der bisherigen Parteistruktur um einiges ab.

Und mal ehrlich. Das Problem aller populistischen Politiker ist, dass sie alle unter dem selben “Luft raus” Problem leiden. Schnacker nennt man solche Leute. Ich gehöre auch dazu…. und seht ihr mich in der Politik? EBEN!

Dem Herrn Schill und seiner Partei ging in Hamburg ja auch recht schnell die Luft aus. Hier lag es dann dran, dass man Wasser predigte und Wein süffelte.

Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn wir dieses leidige Thema hoffentlich sang und klanglos bald zu den Akten legen können.

Überschnelle Medienwelt

Amokläufe sind dieser Tage ja leider immer mal wieder ein Thema. Irgendwer dreht irgendwo auf der Welt hohl und meint bei seinem Abgangsfest möglichst viele gern unbeteiligte Leute mitzunehmen. Kommt es irgendwo zu einem solch traurigen Ereignissen setzen natürlich auch die neuen Medien ein. Irgendwer liest oder hört irgendwo irgendwas (kein neuer Hit von Nena). Im Idealfall verbreitet man dann über mein geliebtes Twitter oder andere völlig seriöse Verbreitungskanäle die Nachricht, dass etwas passiert ist.

Der Rest ist ganz normale Geschichte. Stille Post gibt es nicht erst seit gestern und das Prinzip ist einem sicher aus der Schule noch geläufig. Gestern wurde ich in diversen Medien (danke dass man seinen Twittermist nun auch in Social Networks verbreiten kann) immer wieder über den Amoklauf in der Itzehoer Berufsschule informiert.

Hö? Amoklauf? In Itzehoe? Das geht doch gar nicht. Schnell mal die Nachrichtenseiten abgrasen.

Erstaunlicherweise brachten die Nachrichtenseiten nix. Egal welches Portal ich auch aufsuchte. Keine Nachricht. Natürlich musste das ein Fehler sein. Die Twitterer konnten sich nicht irren. In den online Medien hatte sich die Hysterie zu dem Zeitpunkt schon gesteigert.

Angefangen hatte alles mit einer Nachricht, die bei mir eintrudelte, die was von einem Polizeieinsatz in der Itzehoer Berufsschule berichtete.

Kurze Zeit später begannen die dazugehörigen Posts schon mit: Amoklauf!

Dann kamen irgendwann Schüsse hinzu, die an der Berufsschule gefallen sein sollen.

Und irgendwann am späten Nachmittag hatte ein Bekannter aus zuversichtlicher Quelle gehört, das irgendwo auch irgendwas irgendwie explodiert ist.

Immer noch war ich sehr erstaunt, dass die Medien wie Bild und Co noch nicht auf das Massaker angesprungen waren. Längst schon war mir klar, dass dieses Massaker wahrscheinlich einfach nicht stattgefunden hat und ich war schon ein wenig froh darüber, dass niemand auf den Panikzug zumindest mit einem Artikel aufgesprungen ist. Wobei ich schon denke, dass gestern in Itzehoe mehr Telefone klingelten als normal an einem Dienstag.

Unterm Strich stellte sich heraus, dass an der Berufsschule tatsächlich ein Polizeieinsatz stattfand. Das entnahm ich dann heute morgen aus der KN. Ein Schüler war beim Betreten des Gebäudes mit einer Waffe gesehen worden. Die Anforderung der Polizei und der darauf folgende Einsatz gehen also völlig in Ordnung. Der Schüler wurde ausfindig gemacht und bei ihm wurde ein Kapuzenpullover und eine Schreckschusspistole sichergestellt.

Weder gab es ein Massaker noch explodierte halb Itzehoe, auch wenn so mancher sich das evtl wünschen könnte. Alles steht noch. Die Polizei ging nicht davon aus, dass der Schüler vorhatte mit der Waffe eine Straftat zu begehen oder einen Polizeieinsatz hervorzurufen.

Unterm Strich bleibt wieder dieser Beigeschmack. Tratsch ist ein uraltes Phänomen. Ich liebe Tratsch. Doch heutzutage ist alles schneller. Getratscht werden muss, was brandneu ist und das über möglichst viele Kanäle.

Meine Ignore Liste in diversen Social Networks hat seit gestern einfach den ein oder anderen Beitrag mehr und ich schüttel mal wieder den Kopf, aber ich will Twitter ja auch hassen. ;)

Schonzeit -Bilderrätsel Sommerpause

Ich blogge nicht viel… ihr bloggt hoffentlich auch nicht viel und genießt ein wenig euer Leben in vollen Zügen.

Das Schonzeit Bilderrätsel macht in dieser Zeit auf jeden Fall eine Sommerpause. Auch wenn ich meine generelle Blogkrise überwunden habe, so habe ich doch viel um die Ohren und komme einfach nicht dazu. Ideen für den Herbst gibt es auf jeden Fall genug und es wird auch wieder kommen.

Das erste Schonzeit Bilderrätsel nach der Pause wird voraussichtlich am 20. September stattfinden. Sollte der Sommer dann noch mal voll zuschlagen bitte ich schon mal um Verzeihung für meinen Egoismus. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich schwöre. Doch wenn ich eure Rateversuche nicht moderiere, dann läuft das hier wieder aus dem Ruder. Ich kenn euch doch.

Ich freue mich riesig, wenn es wieder losgeht.

Noch 2 Tage – Freitag der 13te… August 2010

Ich freu mich dieser Tage riesig. So ein kleines wenig aufblühen und ganz viel Energie, wenn auch ungenutzt. In zwei Tagen habe ich Geburtstag und freue mich riesig auf ganz viele liebe Leute um mich rum und einen tollen Abend.

Ich bin schon seit Tagen ganz aufgeregt, auch wenn manche Leute leider nicht können, weil sie zum Beispiel mal wieder fluchtartig das Land verlassen. Ich freue mich trotzdem, auch wenn ich manche meiner Lieben an dem Tag vermissen muss.

Natürlich freu ich mich auch über Geschenke. Ich liebe Geschenke. Bin da immer noch ein kleiner Junge. (Wenn sich noch spontan jemand anschliessen will… ich hab ne Amazon Wunschliste unter meinem echten Namen und meinem Wohnort bei Amazon. :D

Heute beginnen bereits die ersten Vorbereitungen. Nicht dass es DAS Megaevent wird, aber *freu hüpf spring* es tut mir so gut mich auf diesen Tag zu freuen. Schon allein das neulich erwähnte Einladung basteln war der Hammer. Die Party dazu kann nur ebenso knüllerig werden.

Die Einladung selbst kann ich leider nicht online stellen, da sie schon sehr verrät, wer ich bin und wo ich wohne, sollte aber Interesse bestehen, so kann ich die ggf mal per Mail an den ein oder anderen versenden auf Vertrauensbasis.

Und weil ICH darunter leide… Mein Ohrwurm dieser Tage… Mist. Ich hätte das Album wo das drauf ist auch bei Amazon einstellen sollen.

Soundtrack of my Life

Eric Serra ist ein erfolgreicher französischer Musikkomponist. Auf sein Konto gehen unter anderem Soundtracks wie “Golden Eye”, “Leon – der Profi” oder aber auch der Sountrack zu dem Sci-Fi Spektakel “Das fünfte Element”.

Auch wenn der Film inzwischen schon 13 Jahre auf dem Buckel hat, so ist sein Unterhaltungswert immer noch ungebrochen. Am meisten freue ich mich immer noch auf das Ende, an dem der Bruce Willis und Milla Jovovich endlich aneinander rumnuckeln dürfen. Im Hintergrund kommen langsam die Klänge der Abspannmusik hervor und bohren sich dabei immer weiter in den Vordergrund.

Eric Serra hat sich als Komponist nicht Lumpen lassen und hat mit seiner eigenen Band selbst dieses coole Lied eingesungen. Und noch heute erwischt mich das Ding immer mal wieder, wenn ich nach ewiger Zeit mal wieder die Soundtrack CD in den Player drücke.

Der etwas andere G(r)ill – oder: Was zum Geier ist ein Kinder-Hindernis?

Eines schönen Tages machte ich mich auf den Weg in das beschauliche Boostedt. Dort angekommen setzte ich mich mit meinem besten Freund zusammen und bastelte an meiner kreativen Einladung zu meinem Geburtstag. Da ich dieses Jahr am “Freitag dem 13ten” Geburtstag habe kam ich auf die Idee meine Einladung gruselig und multimedial zu gestalten. Also schmissen wir alle möglichen und unmöglichen Ideen zusammen, um dann die möglichen Ideen wieder zu verwerfen und dem Wahnsinn verfallen dann einen Audiotrailer zu basteln, der beim Hören nur einen Bruchteil so viel Spaß machen kann, wie wir beim erdenken und produzieren hatten.

Doch auch bei geistiger Arbeit sehnt sich der Körper irgendwann nach Futter. Männlich wie wir sind einigten wir uns recht schnell auf den Klassiker unter den Fastfoodmöglichkeiten: Die legendäre “Mantaplatte Schranke… ohne rot” (auf deutsch: Currywurst – Pommes mit Majo)

Unbedarft und ahnungslos setzten wir uns ins Auto und steuerten einen nahegelegenen kleinen Imbiss an. Frohen Mutes betraten wir den Laden, den mein Gegenüber schon mal frequentiert hatte. Der Laden selbst war eigentlich zum Umfallen zu klein und hinter der Theke standen zwei Frauen vertieft in ihre Arbeit. Es lag der Geruch von Fett in der Luft und im Hintergrund ratterte ein Spielautomat und versuchte Neugierige damit in seinen Bann zu ziehen.

Schnell wurden wir auch unsere Bestellungen los, wobei die Mitarbeiterin nicht so furchtbar viel Geschick bei der Aufnahme unserer Wünsche bewies. Es sollte sich, um den Spannungsbogen ein wenig abzuflachen, noch herausstellen, dass diese Frau grad eingearbeitet wurde und jetzt schon anscheinend am Rande der geistigen Aufnahmefähigkeit operierte.

Während unsere Bestellung vor sich hinbrutzelte gönnte ich mir vor der Tür einen Glimmstengel. Kaum zu glauben, dass Rauchen tatsächlich mal die Alternative sein kann, die wahrscheinlich unterm Strich auch noch gesünder war, als die Luft in dem Telefonzellengroßen Ladengeschäft.

Doch wenn wir geahnt hätten, welch Entertainment Möglichkeiten in den beiden Angestellten gesteckt hat, dann wären wir sicherlich den gesamten Herstellungsprozeß über in dem Laden drin geblieben, auch wenn ich nach kurzem Zuhören der Gespräche drauf und dran war den Laden zu verlassen. Ich konnte nicht mehr.

Als wir wieder reinkamen erklärte die alte der neuen Angestellten den Ablauf der Bestellung:

“Also, wenn ein Kunde was bestellt, dann schreibst du das hier auf den Zettel und klebst das da hin. Wir arbeiten da mit Abkürzungen. Frika zum Beispiel ist unsere Abkürzung für Frikadelle.”

Ausgefuchst… und ich dachte, dass man das mit Delle viel besser abkürzen kann. Auf Frika wäre ich nun nicht gekommen. Schon allein, weils dämlich klingt… fand auch die neue Mitarbeiterin, versuchte sich das aber noch abzuspeichern.

“Hähnchen-Popcorn wird bei uns H-Pop abgekürtzt.”

Mal abgesehen davon, dass ich keinen blassen schimmer habe, was Hähnchen Popcorn ist, leuchtet das ein. Der neuen Mitarbeiterin schienen allerdings die Falten auf der Stirn zu wachsen. Wahrscheinlich war sie mit dem Konzept des Hähnchen Popcorns auch nicht vertraut. Wir haben uns nicht getraut zu fragen.

“Chicken Crossies kürzen wir mit CC ab.”

Leuchtet ein

“Kinder Crossies kürzen wir mit CC ab.”

Leuchtet ein… hey… moment mal…. Kind wird doch nicht mit C geschrieben… und überhaupt. War da nicht schon was mit CC?

An dieser Stelle blendete ich mich aus der Erklärungswut aus: Ich musste mich ablenken. Leichte Tränen fanden sich in meinen Augenwinkeln. Es war einfach zu göttlich. Statt dessen wurde von mir die Karte studiert. Auch mein Kumpel suchte Ablenkung und stupste mich irgendwann an.

Auf der Karte fand sich auch ein Gericht, das sich so gar nicht in unsere Gehirnwindungen visualisieren wollte.

Neben Currywurst und Frika(delle) fanden sich auch da die CCs und ein Gericht namens “Kinder Hindernis”

Auch hier ist meine Fantasie, wie auch schon beim Hähnchen Popcorn, massiv mit dem Namen überfordert. Kann man keine Kinder bekommen, wenn man das isst? Werden die Blagen beim Verzehr dran gehindert zu nerven? Ich weiß es nicht und hatte ehrlich gesagt auch ein wenig Angst zu fragen. Die Realität kann ja manchmal grausamer sein als jede Fantasie.

Zum Glück wollte in der Zwischenzeit die Bedienung unser Essen auf Teller drapieren und wir mussten tatkräftig einschreiten, da wir ja zu Hause essen wollten. So hatten wir bis zum Verlassen des Ladens keine Chance mehr noch mehr Merkwürdigkeiten in diesem kleinen Skurrilitätenkabinett zu finden.

Das Essen selbst war… nett. Kein Festival für Geschmacksknospen aber auch zum Glück keine bleibenden Schädigungen. Könnte man durchaus mal wieder machen, auch wenn ich Ketchup und Currypulver einer milden Currysauce vorziehe.

Alles in allem hatten wir an diesem Tag sehr viel Spaß… und ne Currywurst.

Ohrwurm

Immer mal wieder bohrt sich irgendwas durch die Gehirnwindungen und setzt sich an die Kontrollpunkte des Nervensystems. Man merkt das dann daran, dass einem eine Melodie oder vielleicht sogar ein ganzes Lied gar nicht mehr aus dem Kopf geht. Mein heutiger Ohrwurm steht ganz im Zeichen des Großmeisters William Shakespeare. Dieser hat zwar meines Wissens nach keine Musik geschrieben, aber andere haben mit seinen Worten Musik gemacht.

Shakespeares Original kam auch ohne Musik gut aus und kann dennoch mitreissen und begeistern. Der gute Hamlet, Prinz von Dänemark und Mittelpunkt eines ziemlich üblen Dramas sagt irgendwann:

Die Herren Ragni, Rado und McDermot haben sich 1968 dieser Zeilen angenommen und aus Ihnen ein Lied gestaltet. Man kürzte hier ein wenig und streckte da ein wenig und stellte auch ein wenig um, und doch ist dieses Lied unverkennbar immer noch Shakespeare.

Interessant ist bei einem Ohrwurm, dass sich irgendwie alles an dem tag an ihn anpasst. Meine Gehgeschwindigkeit, die Geschwindigkeit in der ich andere Leute wahrnehme und auch sonst irgendwie alles in dem Takt des zugegeben heute tragenden Stückes.

Und wenn der Ohrwurm mal kurz Ruhe gibt, dann schleicht sich in meine Gedanken, woher ich den habe und schon geistern mir diese Zeilen durch den Kopf:

Das könnte auch daran liegen, dass dies das einzige aus der Feder des Herren Shakespeare ist, was ich rezitieren kann und auch gern tue um Kultur zu heucheln. Doch heute verfolgt es mich. Vielleicht die gerechte Strafe für meine Qualen anderer.

Und dennoch:

Shakespeare rules

Presse kommt auch von Druck

Die Loveparade ist seit Jahren schon in der Mitte des Sommerlochs für einige Nachrichten gut. Gestern passierte dann für die Journalisten etwas erfreuliches, als sich im Zuge der Veranstaltung eine Tragödie ereignete. Diverse Besucher der Veranstaltung wurden verletzt, einige leider auch getötet.

Von dem Moment an, wo diese Nachricht sich verbreitete, war in den Medien helle Aufregung. Man spekulierte in jegliche Richtung. Die Zahl der Toten wurde immer wieder verändert, ebenso wie die Zahl derer, die auf der Veranstaltung waren. Es gab Vermutungen und Spekulationen, da nur der schnellste gewinnt. Aus Kommentaren von einzelnen Personen, die nicht mal in der Verantwortung stehen wurden schnell Situationen gestrickt, die einen sorglosen und vor allem fast vorsätzlichen Ansatz vermuten lassen, das Leben der Besucher zu riskieren.

Ich fühle mich dabei desinformiert. Aufgrund von reisserischen Fakten, die kursieren aufgestachelt.

Auch aus diesem Grund schaltete ich heute bei der Pressekonferenz ein. Was ich dort erlebte schien mir eher der Höhepunkt einer Hetzjagd zu sein, als eine Informationsveranstaltung. Verantwortliche müssen gesucht und gefunden werden. Ebenso ist eine Schuldfrage dieser Verantwortlichen deutlich zu klären und doch kann man eben einen Tag nach einer solch großen Veranstaltung nicht viel sagen. Dies könnte auch den Journalisten bekannt sein.

Die Erklärungen der Verantwortlichen war wenig überraschend. Etwas verwunderlich höchstens die Aussagen des Bürgermeisters von Duisburg, dass man dem gesamten Sicherheitskonzept ein großes Lob ausspricht. Wo Menschen zu Tode kommen kann man dem Sicherheitskonzept kein großes Lob aussprechen, da es versagt hat. Ich gehe nicht so weit alles zu verurteilen oder mich an Informationen hochzuziehen, die ich nicht habe. Es wird von Kritik im Vorfeld gesprochen, es wird von fast schon gemeingefährlichen Aktionen der Polizei geredet. Doch all das ist für mich noch nicht auf dem Tisch. Nur die Toten stehen fest und dann sollte man das Gesamtkonzept nicht loben ohne sich den Vorwurf des “Schlags ins Gesicht” gerechtfertigt anhören zu müssen.

Nach den Statements ging dann die Fragerunde los. Eine Fragerunde, die mich wirklich daran erinnert, das ausgehungerte Tiere endlich das gehetzte Tier in einer Ecke stellten. Manche Journalisten kündigten zweiteilige Fragen an. Sie gaben sich dann ihrem Rausch hin und stellten eigentlich keine Fragen, sondern eskalierten in Vorwürfen und Angriffen auf die vier Podiumssitzer. Eine Situation, die vielleicht kalkuliert weiterführende Informationen herauskitzeln sollte, in meinen Augen aber wahrscheinlich hauptsächlich für den Druck spricht Informationen zu beschaffen. Es war wahrscheinlich eine ziemlich frustrierende Nacht auf der Suche nach Verantwortlichen und Augenzeugenbereichten. In Gesprächen mit Leuten, die mehr oder minder qualifiziert Informationen zu dem großen Puzzle der Katastrophenanalyse beifügen.

Heraus kommt dabei wenig hilfreiches. Frust und Spekulation und eben diese Form von Wut und Ungeduld mit denen, die für Aufklärung zu sorgen haben. Wenn man das Pech hatte nicht vor Ort zu sein, bedrängte man den Politiker seines Vertrauens und rang ihm ein Statement ab.

Wenig überraschend kam dabei immer das selbe heraus: “Ich bin bestürzt und bedrückt, fühle mit den Angehörigen und fordere eine umfassende Untersuchung und lückenlose Aufklärung der Umstände.”

Die Medien sind immer schneller geworden im 21. Jahrhundert. Erbarmungsloser und direkter. Und doch ist eben dies manchmal auch ein Kreuz. Da geht es nicht mehr um Stil und Information, sondern nur noch ums nackte Überleben. Nicht derer, die zu Schaden kamen, sondern der Berichterstatter. Fordern, beleidigen, angreifen, unter Druck setzen. So funktioniert das. Und was bei den Verantwortlichen, die in nächster zeit WIRKLICH Informationen liefern können und müssen nicht funktionierte, schon allein, da man sich hinter den laufenden Ermittlungen verstecken kann UND muss.

Abschließend kann man nach einem Tag der Berichterstattung immer noch nur verlässlich sagen, dass wohl 19 Menschen ums Leben kamen und drei davon noch nicht identifiziert sind. Alle anderen Informationen sind aktuell mit Fakten nicht gleichzusetzen.

Was in Duisburg passierte ist etwas ganz ganz schlimmes und sollte niemals passieren. Sowohl das gestern bei der Veranstaltung, als auch das bei der Pressekonferenz.

Eine Portion Paprika-Penis-Pasta mit Pesto, please

Manchmal braucht ein Artikel keine großen Worte. ;)

Auf jeden Fall können Schwänze auch lecker sein.

Wussten Sie schon…

… dass auch ein Nazi mit Sonnenbrand nicht automatisch ein Rotarier ist?

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