Technik Junkie

Gestern Abend im Zug habe ich mich endlich dabei erwischt. Technikabhängig bin ich eindeutig.

Der gravierende Beweis ist hier:

Drei Geräte auf einmal in Gebrauch zu haben ist schon hart an der Grenze. Und wenn ich noch eine PSP gehabt hätte, wäre die wahrscheinlich auch noch mit benutzt worden.
Hätte dann durch den Sucher meiner Kamera gespielt oder so.

Und alles nur, weil ich auf genau diese Haltestation wartete.

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Sinnvolles Schild


Am Mittwochabend saß ich in der Bahn nach Rieseby und betrachtete mir mal ein wenig meine Umwelt. Im Zug oder auch im Bus kann man ja immer wieder die interessantesten Sachen sehen. Irgendwann werde ich so wahrscheinlich noch mal Fan vom Öffentlichen Personen Nahverkehr.

Unter anderem fiel mir auch das gezeigte Schild auf, das in mir von Anfang an den Eindruck erweckte etwas stimme nicht damit. Als ich dann meinen Fokus mal wirklich auf dieses Schild lenkte fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

Angebracht ist es auf der linken und rechten Türhälfte jeweils innen und nach innen zeigend. Klar soweit. Die Leute außen können ja selber sehen, dass die Stufe kaputt ist. Doch das Problem war viel tiefer liegender.
Was würde passieren, wenn der Zug anhält und sich die Türen öffnen, was ja erheblich das Aussteigen der Passagiere erleichtern soll habe ich mir sagen lassen.

Die Schilder würden sich mit den Türen zur Seite weg schieben und nicht mehr zu sehen sein. Sicherlich sieht der erste Aussteigende die Schilder noch, aber ein Nachfolgender nicht mehr zwingend.

Ich finde: 1 Million Punkte für Stil und 2 Millionen Abzug für schlampige Durchführung.

Da war dein Schild.

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Pimp my Wasserhaushalt

Ich habe in letzter zeit beschlossen, das meine 1 – 1,5 Liter Wasserverbrauch täglich nicht wirklich gesund sein können. Jedenfalls rede ich mir ein, dass ich gesünder leben könnte, würde ich mehr trinken. Nun tue ich das seit einigen tagen. Mal so eben 2 -3 Liter täglich, wie es die Norm sagt.

Ich würde jetzt gern sagen, dass ich mich wohler fühle und meine Haut sich strafft und mein Körper vitaler ist, aber das wäre dann einfach mal glatt in den Raum hinein gelogen.

Stattdessen habe ich einen Wasserbauch und kämpfe das Wasser in mich rein. Vielmehr bemerke ich, dass durch diese Aktion nicht nur mein eigener Wasserverbrauch exponentiell angestiegen ist, sondern auch der der Wasserspülungen in meiner Nähe.

Warum das Ganze Wasser trinken, wenn es eh nicht drin bleibt? Ich bin dieser Erfindung skeptisch gegenüber. Denke in der Konstruktion Mensch ist einfach ein Leck und je mehr man oben reinkippt, desto mehr kommt sinnlos andernorts wieder raus.

Mit Bier würde das Ganze viel angenehmer, aber das macht ja wieder dick.
Also bleibe ich mit Wasser am Ball, weil ich ja gesund leben will. Prost.

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Rauchen aufhören…

… ist doch die einfachste Sache der Welt.
Hab ich selbst schon tausendmal gemacht.

Dieser Joke trifft eigentlich den Kern ganz gut. Denn das Aufhören ist für viele Menschen eben nicht so einfach. Umso toller finde ich es, dass Sonja aktuell versucht diesen schweren Weg zu gehen und von mir natürlich auch Schützenhilfe erhält.

Ich habe mich aus diesem Grund auch mal wieder entschieden den Glimmstängeln aus dem Weg zu gehen, was ich nun auch schon erfolgreich zwei Tage tue ohne auch nur ansatzweise zu merken, das mein Körper sagt, ich müsse nun unbedingt eine rauchen.

Und ich bin froh darum, dass sich das bei mir so gestaltet, wo mein Körper und mein Geist doch normalerweise eher wankelmütig mit der Welt umgehen.

Dabei liegen die diversen Vorteile auf der Hand.
Die eigenen Klamotten stinken nicht so,
Die Klamotten von Leuten im Umfeld ebenfalls nicht, was deren Auftreten einem Gegenüber positiv beeinflussen kann.
Man belästigt andere nicht mit dem Rauch.
Man spart das Geld für das Kraut, was man sich sonst in die Lungen drücken würde.
Außerdem lebt man dadurch gesünder. Die Lunge dankt, der Krebs nicht.
Und ich muss mir nicht überlegen, welchen teil meiner Wohnung ich zur Räucherkammer mache.

Dabei fallen einem natürlich die Momente ein, in denen man die Wohnungen anderer Leute vollgequalmt hat ohne auf diese Rücksicht zu nehmen, weil man sich zu dem Zeitpunkt selbst abhängig von diesem Dunst fühlte. Doch die Sucht sollte einen eigentlich nicht besiegen können.

Naja. Genug zur Eigenmotivation. Sonja legte ja dann auch noch nach und meinte, dass sie nur aufhört, weil sie sich einredet das für mich zu tun und in dem Moment wieder anfängt zu rauchen, wenn ich Geschichte bin. Na das ist doch mal eine Motivation. Beziehungspflege zur aktiven Gesundheitsförderung. Ich werde mein Bestes tun.

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Fifa Abend

Gestern war Fifa Abend. Schön mal die Playstation 2 angeschlossen und dann Fifa 05 aus dem Nähkästchen gezaubert.

Florian und ich ließen dann auch gleich mit dem Länderspiel Deutschland gegen Italien einen Klassiker wieder aufleben. Ich spielte dabei die Seite der Italiener wohl wissend, dass diese Partie dann nur durch Deutschland gewonnen werden kann.

Schließlich habe ich in meiner Fifa Karriere bisher noch nie so richtig regulär gegen Flo gewonnen. So wunderte mich auch nicht, dass ich gleich eine Klatsche nach kurzer zeit bekam und es 1:0 gegen mich stand.

Doch irgendwie schafften es meine Mannen sich den 1:1 Anschlusstreffer zu sichern. Das Spiel wurde danach, um es vorsichtig auszudrücken, stilistisch interessant. Eine gelbe Karte jagte die nächste und in einem Moment kühlen Kalküls verwandelte ich zu einem furiosen 2:1 Sieg.

Kommentar von Flo zu dem Spiel von heute morgen:

Die Bild hat über Nacht rausgefunden, dass der Schiedsrichter bestochen war, da er ein Elfmeter nicht gegeben hat!!!
und Totti hätte nicht spielen dürfen, da er den Tag zuvor einen deutschen Spieler geschlagen hatte (was auch die Bild aufgedeckt hat)
daher wird das Spiel von der Fifa für ungültig erklärt und muss nachgeholt werden!

Die nächste Partie zwischen zwei anderen Mannschaften ging Gewohnheitsmäßig wieder verloren. So bleibt mir nur übrig mich über einen einzelnen Sieg zu freuen und den Rest als Gewohnheit abzustempeln. Bis zur nächsten Zitterpartie in der ich auf einen Sieg hoffe und dafür kämpfen werde.

Vielleicht habe ich bis dahin auch kapiert, wie das mit den Ecken funktioniert.

Boys don’t cry

Es ist schon ein paar Tage her. Ich streifte auf der Suche nach einer Rohrzange durch den örtlichen Plaza Markt und das zu den Klängen von „Boys Don’t Cry“ von The Cure. Als das Lied zu Ende war setzte ein Werbeblock im Plaza Radio ein, doch das Lied ging weiter in einem dieser rollenden Kinderunterhaltungseinkaufswagen.

Das sind diese Dinger, die so aussehen, als wenn der Einkaufswagen in Wirklichkeit ein Auto wäre. Da saß dann auch ein Kind drin. 5 -6 Jahre alt und sang das Lied weiter. Nun gut. Der Text stimmte nicht wirklich überein, aber der Enthusiasmus auf jeden Fall.

Da saß eine kleine Schnotternase also freudestrahlend in einem dieser Autos, geschoben vom Daddy und gab sein Bestes. Daddy schaute etwas verlegen aus der Wäsche dabei, aber der Junge hatte echt Spaß. Und das dann auch noch zu diesem Lied. Erstaunlich Melodiesicher und bis zur Kasse anhaltend.

T Net Box

Auch ich hab mal Spaß mit der Telekom. Nun habe ich mich endlich aufgerafft was gegen diese T-Net Box zu unternehmen. Also schnell mal beim Kundenservice 0800 330 1000 angerufen und nachgefragt.
Die ziemlich lustlose Stimme an der anderen Seite sagte mir auch ganz klar, dass ich mich wegen der Abbestellung der T-Net Box direkt an die Technik wenden muss. Konnte ich ja bis dahin noch halbwegs verstehen. Dann nannte er mir die dazugehörige Servicerufnummer. 01805 345345

Ich wurde stutzig. Ich sagte dem Mitarbeiter dass es sich bei dieser Nummer um das Service Center Technik von T-Online handeln würde. Der Berater war nun etwas verdutzt woher ich denn das wissen würde. Tja. Woher wohl.
Allerdings bestand der Berater darauf, dass nur diese Nummer mir helfen könne. Man müsse über das Internet herausfinden wo mein Telefonanschluß liegen würde und dann diese Option von da aus an meinem Telefon deaktivieren. Dazu braucht man die T-Online Server. Ich wusste jetzt dass der Mann inkompetent war, weil diese Aussage der schlichte Unfug war. Doch er vertiefte diese Aussage noch indem er mir erklärte, dass ich das sonst auch im Konfigurationsmenü der T Net Box selbst machen könnte. Doch genau das geht nun mal nicht.

Nun fragte ich dann noch mal nach Namen und Standort des Mitarbeiters und erntete ein: Ich wünsche einen schönen Tag. *klick*

Ok. Also noch mal angerufen. Der nächste Berater war sehr amüsiert über den Einfallsreichtum seines Kollegen. Und nach nicht ganz 10 Sekunden hatte ich die richtige Hotline. Solltet ihr einmal eure T Net Box abmelden wollen, dann wendet Euch gleich an die 0800 330 4747
Ob mir geholfen wurde werde ich in den nächsten Tagen feststellen, wenn mich mein Telefon nicht mehr mit diesem virtuellen Anrufbeantworter nervt.

Das dicke Fell

Eine tolle Erfindung im Prinzip und ich sollte mir so was beizeiten wirklich mal zulegen. Momentan jedoch bin ich nach wie vor der zart besaitete Mensch, der aber auf der anderen Seite ne große Klappe hat. Eine Annäherung auf einen Mittelwert wäre sicher sinnvoll, doch das ist ein langer Prozess. Solange muss ich mit der unglücklichen Mischung irgendwie leben.

In der Zwischenzeit hat man aber wahrscheinlich in einer Zeit in dem es einem selbst schlecht geht so vielen Leuten vor den Kopf gestoßen, dass man einen Weg zu diesen nicht mehr finden kann und wird.
Es ist schon komisch, dass man es schafft Leuten weh zu tun, obwohl man dies eigentlich nicht vorhat und sich nur in seinen Selbstschutz flüchtet und wenn man sich angegriffen fühlt unfair wird, weil man eben dieses besagte dicke Fell nicht besitzt.

Was also tun? Der Weg den ich in letzter Zeit beschritten habe war nicht so erfolgreich. Ich litt darunter und war den Leuten gegenüber die mich mögen gereizt. Nun habe ich mich zurückgezogen. Bin weniger gereizt, aber habe Leuten so intensiv vor den Kopf gestoßen, dass ich diese wahrscheinlich für den Rest des Lebens verloren habe.

Doch bin ich in diesem Fall höchstens ein Opfer meiner eigenen Natur. Denn ich hätte früher Konsequenzen ziehen müssen und dem aus dem Weg gehen müssen, was mir Schmerz bereitet. Nun habe ich die Entscheidung getroffen, aber zu spät. Ist so ähnlich wie bremsen, nachdem man geblitzt wurde. Ändern tut das nichts mehr an den Punkten in Flensburg, aber man selbst denkt, das hätte noch irgendeine Auswirkung.

Da ich mir keine Selbstfindungsreise nach Tibet leisten kann, muss ich wohl meine eigenen vier Wände für meine Selbstfindung nutzen. Nicht grad ein tibetanischer Tempel, aber zumindest ein Ort an den ich mich zurückziehen kann.

Denn nichts ist schlimmer als einen unausgeglichenen Menschen um sich rum zu haben, der nicht weiß in welche Richtung ihn sein weiterer Weg führen wird.

Nun kann ich mir natürlich einiges wünschen oder erträumen, doch wird die Realität von dem stark abweichen. Und immer wieder hämmern Worte durch meinen Kopf, die zum Mantra meiner Selbstfindung werden müssen. Ausgenutzt, manipuliert, beleidigt. Wörter wie ein Paukenschlag für mich, vor allem da meine Eigenwahrnehmung davon stark differiert.

Es geht jetzt nur noch um Wahrheit, doch wo liegt diese? Ich hoffe, ich werde diese erkennen.

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Star Trek wird 40 Jahre alt

Seit 40 Jahren gibt es nun also das Star Trek Universum. Was erst schwer begann mit einem Pilotfilm, der nicht so recht ankam und einer Serie die nach drei Jahren dann ihr Aus erlebte, wurde später zu einem globalen Franchise mit vier bis fünf Ablegern und 10 Kinofilmen.

Ich sage deswegen vier bis fünf Ableger aufgrund der Star Trek Zeichentrickserie, die man ja nicht zwingend dazu zählen kann.

40 Jahre sind ins Land gegangen und knapp 30 davon weile ich auf der Erde. Ich war also rechtzeitig zum Höhepunkt des Star Trek Hypes im richtigen Alter um alle Peinlichkeiten oder auch coolen Sachen mitzumachen und zu erleben.

Aber momentan ist es recht still um das ehemals florierende Geschäft mit Star Trek. Sicherlich wird aktuell an einem elften Kinofilm gearbeitet und auch die Originale Serie wird für eine neue Ausstrahlung mit einem technischen Facelifting versehen, aber der Glanz ist verblasst und es ist die Frage ob zum 50ten Jubiläum nicht wirklich nur noch Gedenken möglich ist.

Zwischenzeitlich hatte man es sehr übertrieben. Trekserien die nebeneinander liefen nahmen sich gegenseitig die Interessenten und auch die fähigen Mitarbeiter. Nirgends ist das besser zu sehen als bei der letzten Staffel von Voyager, der einfach das Feuer fehlte. Schließlich war ein Grossteil des Stabes vielmehr auf die neue Serie Enterprise fixiert. Eine Serie auf die ich auch große Stücke gesetzt habe. Ich hätte gehofft man gibt der Serie noch mehr Zeit, aber alles hat nun mal ein Ende.

Doch erstmal ist es an der Zeit Star Trek an sich zu zelebrieren. Immerhin hat es mein Leben stark beeinflusst. Mein Interesse an Shakespeare wurde hierdurch geweckt und auch viele andere Dinge habe ich mir beim Betrachten von Star Trek immer mal wieder ins reale Leben gezogen.

Live long and prosper

Inliner fahren an der Kiellinie

Ich hab’s doch tatsächlich noch mal geschafft Inliner fahren zu gehen mit Sonja. Wir sind schön runter an die Förde und haben uns da ein wenig ausgetobt. Zuerst musste ich allerdings meine Handgelenksschoner irgendwo wieder finden, was nach dem Umzug gar nicht so einfach war, bis ich drüber nachdachte, dass ich so was tatsächlich mal an einen ort gepackt habe, wo ich es auch wieder finden würde.

Sonja hingegen ging mehr nach dem Prinzip: ich fall schon nicht vor, was ausnahmsweise nicht bestraft wurde, auch nachdem wir Lejf und Christine getroffen hatten und Christine nochmals drauf hinwies, das Sonja ja sämtliche Protektoren fehlen würden.

Doch im Endeffekt war das Wetter einfach herrlich und man konnte sich seinen Kopf so richtig frei blasen. Ich bevorzuge ja die Strecke unten an der Kiellinie, da selbst für Anfänger oder Daueranfänger wie mich, das Terrain dort so beschaffen ist, das man sich halbwegs elegant fortbewegen kann, auch wenn die Gesamtstrecke nur irgendwas zwischen 4 und 5 Kilometer beträgt.

"Das Recht auf ein gescheitertes Leben ist unantastbar."

Die fabelhafte Welt der Amélie

Futurama Casemodding

Ich bin ja eher der ungeschicktere Mensch, wenn es darum geht irgendwas zu basteln oder zu werkeln. Von daher ist mein Respekt vor Leuten, die Ahnung haben von dem was sie tun noch mal immens größer.

Ideen hätte ich ja auch genug, aber umsetzen könnte ich so was nie im Leben. Vor allem nicht, da es dabei um teure Hardware geht, die irgendwie verbaut werden und vor allem danach noch ihren Dienst verrichten soll.

Zwei richtig großartige Mods zu meiner Lieblingsserie Futurama fand ich jüngst im Netz.

Einmal Leela, und zum anderen hätten wir da Bender.

Ich kann mir gar nicht so viele Hüte kaufen, wie ich ziehen könnte vor den Bauern dieser PC Gehäuse.

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T-Net Box

Wer hat das erfunden? Ich bestimmt nicht. Nach meinem Umzug habe ich plötzlich diesen virtuellen Anrufbeantworter an der Backe. Es begann Ende August damit, dass mich immer mal wieder der nette Computer von der 0800 3302424 anrief und mich bat, die T-Net Box einzurichten. Oftmals ungünstig und eigentlich nicht gewollt brach ich diese Einrichtung immer wieder ab.

Doch die Computerstimme war beharrlich und rief immer wieder an. So machte ich mich dann mal dran und wollte das Ding konfigurieren. Es kam aber was dazwischen. Nun begab es sich, dass heute Morgen irgendeine Gewinnspielhotline mich versuchte anzurufen. Da ich Spätschicht habe und recht spät im Bett war klingelte mich das Ganze aus dem Tiefschlaf und bis ich dann beim Telefon war, war auch schon alles wieder vorbei.
Eine Stunde später klingelte es wieder. Ich wurde wieder wach, schleppte mich zum Telefon und kam dort an, als der Anruf zu Ende war.
Noch eine weitere Stunde später, ging das gleiche Theater wieder los. Übermüdet, weil ich nicht so schnell wieder einschlafen kann wenn etwas los ist, schlich ich ans Telefon und wollte denjenigen schon einfach mal grundlos anmaulen.

Und es war wieder die mir so ans Herz gewachsene superfreundliche Computerstimme, die mir sagte, das Nachrichten vorlägen. Zum Abrufen sollte ich die 1 drücken.

*drück*

Willkommen im Konfigurationsmenü. AHA. Ausgetrickst. Nun gut. Ich war eh wach und dachte, dass ich das Ding dann auch so konfigurieren kann, das es mich nicht mehr annervt.
Konfiguriert und Nachrichten abgehört.

„Erste neue Nachricht. Ein Anrufer mit der Nummer…. Blah… Es wurde keine Nachricht hinterlassen.“

DANKE

Zweite Nachricht
Ich konnte grad noch die Hälfte eines Sprachcomputers hören, der mir einen gewinn avancierte.

AUCH DA DANKE

Und das schönste. Die Aufforderung. Zum Abbrechen bitte Raute drücken

*drück*

Diese Taste ist mit keiner Funktion belegt. Bitte wählen sie. Zum Anhören der Sprachnachricht eins drücken. Zum Abbruch Raute drücken.

So. Jetzt mochte ich das Ding endgültig nicht mehr und wollte in der Konfiguration dafür sorgen, das sich die T-Net Box in Rauch auflöst. Geht aber nicht. Also muss ich irgendwann beim Support anrufen und etwas abbestellen, was ich nie haben wollte.
Ich will dass mein Telefon blinkt, wenn ein Anruf in Abwesenheit da war und mir die Nummer anzeigt. Das reicht doch aus, sonst hätte ich mir einen Anrufbeantworter gekauft.

Rauchen und Kinder

Es gibt Raucher – OK
Es gibt Mütter – kann ich auch mit leben irgendwie
Es gibt auch rauchende Mütter – Schnittmengen gibt es ja überall

Aber ich kann mich einfach nicht dagegen wehren die Krätze zu bekommen, wenn eine Frau den dreckigen Schnuller von der Strasse aufsammelt für das im Kinderwagen sitzende Kind und sich dabei mit der Zigarettenhand am Kinderwagen abstützt.

Wohin der Rauch natürlich zog sollte klar sein. Schön einmal quer durch den Kinderwagen. Die Kippe war auch in reichweite von dem strampelnden Balg, das ja auch schliesslich selbst schuld war. Hätte ja nicht den Schnuller verlieren müssen. Dann muss man auch ein wenig mit dem Rauch leben können. Klar.

Und dann wird der Schnuller von der Strasse aufgesammelt. Noch kurz in den Nikotinmund geschoben und danach direkt ab ins Kindergesicht.

Vorbildliche Arbeit im Bereich Umgang mit Kindern.
Hier ist deine Medaille

Poesie

Am Himmel oben weit und fern
Blinkt ein ganz besonderer Stern
Beim Anblick trifft mich Trennungsschmerz,
doch wärmt sein Licht tief drin mein Herz

Das Licht scheint auf mich, strahlt so hell,
sagt ich komm zu dir richtig schnell
Wärm dich, halt dich, ganz natürlich
Und zeig damit, ich liebe dich

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Lindenstraße und Islam

Es ist kein Geheimnis, dass ich eigentlich kein Anhänger von irgendwelchen Soaps bin und sei es der Klassiker Lindenstrasse. Doch nachdem grad die Ausgabe von Xtra 3 zu Ende war begann dort eine Folge der Lindenstrasse in der er sich wie im Titel beschrieben um den Islam drehte. In meinen Augen ein interessantes Experiment.

Zum Glück sagen mir die ganzen Charaktere außer der Mutter Beimer nichts und somit konnte ich mich unvoreingenommen mich zurücklehnen und mich amüsieren. Es wurde ein Lobgesang auf Else Kling ausgesprochen von besagter Mutter Beimer und ansonsten ereignete sich viel Sinnloses. Am Ende gab es dann noch eine Widmung für eben diese verstorbene Schauspielerin.

Der Hauptfaden war jedoch, dass eine Frau sich intensiv mit dem Islam beschäftigte.

„Vor einiger Zeit habe ich noch gedacht, dass Muslime alle mit einem Kopftuch rumlaufen oder Terroristen sind.“

Ah. Der übliche Bildungsstand eines durchschnittlichen Deutschen zum Thema Islam. Doch die Frau zitiert den einen oder anderen Vers aus dem Koran um zu zeigen, wie wertvoll im Islam die Frauen eigentlich sind und versucht alle davon zu überzeugen. Auch einen kleinen Jungen, der wohl ihr Sohn sein soll.

„Alle Kinder sind Muslime“

Na gut. Dann sind sie das wohl. Aber dann sind die Kinder irgendwann erwachsen und wohl keine Muslime mehr und müssen dann dem Islam beitreten. Das macht diese Frau auch schlagartig um weiter in der ganzen Folge freudestrahlend zu verkünden wie super der Islam doch ist.

Interessant ist vor allem, das ihr Freund, der selber Moslem ist, nicht mal annähernd begeistert ist von dem Schwung und Elan mit dem sich diese Frau in den Islam reinkniet. Ein Lichtblick in meinen Augen, weil dieser Typ dadurch um einiges positiver rüberkommt, mal abgesehen von dem Umstand, dass er mit ihr zusammen ist.

Das störende an diesem Bild ist nämlich, das die Frau dabei etwas belämmert desorientiert und nicht ganz bei sich zu sein scheint. Schön ist es einerseits, wenn man versucht eine andere Kultur positiver darzustellen, doch die Wahl der Waffen war hier wohl eher ungeschickt.

Nach Genuss dieser Folge bin ich nicht schlauer über den Islam, aber schlauer über meine Einstellung zur Lindenstrasse und ich hoffe, das der durchschnittliche Zuschauer dieser Serie nicht so stupide engstirnig auf der Welt umherläuft wie die Protagonistin dieser Folge.

Die neue Nokia Kampagne

“All the world’s a stage, And all the men and women merely players”
„Die ganze Welt ist Bühne, und alle Frauen und Männer bloße Spieler“

Mit diesem Zitat von Shakespeare endet die neue Werbung um das Nokia N93 Mobiltelefon. Gesprochen wird dieser Satz von dem Hauptakteur der Werbung. Kein geringerer als der fabelhafte Gary Oldman.

Überhaupt ist die gesamte Werbung sehr schön aufeinander abgestimmt und man wird von ihm in die Welt des Films entführt. Mit Charme und Witz:

„How do i get to Carnegie Hall.”
“You gotta practice, Lady. You gotta practice.”

und diesem charismatischen Hollywood Schauspieler, der es schafft den Fokus auf sich zu lenken ohne sich selbst dabei in den Mittelpunkt zu stellen. Natürlich geht es in dieser Werbung eigentlich um das Mobiltelefon. Doch hauptsächlich geht es darum, dass es dieser Mann benutzt um sich am Ende selbst bei einem der schönsten, wenn auch nicht dramaturgisch wertvollsten, Shakespeare Zitate zu filmen.

Man braucht auch hochkarätige Unterstützung, wenn man ein Mobiltelefon unter die Leute bringen möchte, das ohne einen Vertrag 799 Euro kosten soll. Auch wenn es noch so viele Vorzüge haben mag. Doch nicht das Produkt an sich ist für mich das herausragende, sondern diese Vermarktung. Das wird eine dieser Werbungen über die ich mich in 20 Jahren in einer „Best of Werbung“ Sendung sehr freuen würde. Einen Link zu der englischen Werbung gibt es hier.

Auch gibt es bereits online einen 2:30 Minuten Film von Gary Oldman mit der Kamera eines N93 gemacht. Hier kann man sich diesen ansehen.

Dramaturgisch ist dieser Film natürlich nicht sehr wertvoll, aber insgesamt rundet es sicherlich absichtlich die Kampagne von Nokia ab, die ich für sehr gelungen halte.

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Cars –Re/Surprised


Ich habe letzte Woche den Film Cars gesehen und mich sehr amüsiert, wie ich ja auch schon andernorts beschrieben habe. Auch sehr liebevoll fand ich, dass sich die Schmiede Pixar am Ende des Films ein wenig selbst auf die Schippe nimmt, in dem sie die Autos alle möglichen Pixar Filme auf Autowelt gestyled im Autokino schauen lässt. Dabei werden immer wieder Szenen gezeigt, die ein und den Selben Sprecher zeigen.

Schmunzelnd habe ich das Ganze zur Kenntnis genommen und nicht weiter drüber nachgedacht. Doch grad eben stolperte ich durch Zufall bei einer Recherche für etwas anderes darüber, wer dieser Sprecher all dieser Rollen im englischen Original ist.

Ich musste sehr schmunzeln, als ich feststellte, dass dieser Darsteller mir wohlbekannt und auch sehr ans Herz gewachsen ist. Der Schauspieler heißt John Ratzenberger und ist in den letzten Jahren bei so ziemlich jedem größeren Pixar Streifen irgendwie dabei. Früher hat der Gute sogar mal eine kleine Rolle in einem Star Wars Streifen gehabt.

Doch ans Herz gewachsen ist er mir in der Rolle als Cliff Clavin in der Serie Cheers. Dort ist er ein Dauergast in der Kneipe und nebenbei noch Postbote und Denkernatur, die gern ein wenig Wissen preisgibt, das aus der Arbeit bei der Post bei ihm hängen blieb.

Und so steckt nun ein Stück Nostalgie für mich in der Traumfabrik Pixar.

Casino


Früher war die Welt noch einfach. Wenn ich ins Casino wollte und mal eben meinen Monatslohn verzocken wollte, dann musste ich mich schon mit meinem Arsch von der Couch Hochbewegen und dafür sorgen, das ich mich geduscht in Schale schmeiße und dann das Casino aufsuche, wo ich mein Hartverdientes Geld in Jetons umwandeln muss, die ich dann selbstständig aus der Hand gebe um noch ein wenig Gespür für das zu haben, was ich da grad tue.

Ich konnte nicht in meiner Schiesser Feinripp auf dem Sofa sitzen und mir nebenbei noch den neusten Streifen aus dem Pornosortiment ansehen, da man mich ganz schön schief angeguckt hätte, wenn ich mir nebenbei am Roulette Tisch noch die ein oder andere Freude bereitet hätte. Überhaupt hätte ich dafür ja ein Pornokino aufsuchen müssen und mir danach vor Besuch im Casino die Wichsgriffel wahrscheinlich auch noch waschen müssen.

Manche würden jetzt behaupten, dass heute alles einfacher wäre. Ich kann das alles gleichzeitig machen und gepflegt auch noch eine Dose Billigbier in den Kopf drücken, ohne das irgendwer Anstoß nimmt.

Ich kann zusehen, wie lustige Zahlen immer kleiner werden und vielleicht bald rot mit einem Minus versehen sind. Das es sich dabei um meinen Kontostand auf meiner echten Bank handelt ist ja nebensächlich. Und schwuppdiwupp saust mein Geld durch die Internetleitung zu einem Mann hin, der weiß, dass dies nicht nur Zahlen sind, sondern seine Einkünfte.

Inspiriert wurde ich zu diesem Beitrag durch folgende Mail:

Hallo – !anrede Lorenz,

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Wer kann bei so einem Angebot schon Nein sagen? Also ich schon.

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Der deutsche DVD Markt ist komisch

Gut. Ich bin nicht dafür bekannt, das ich Dinge charmant und toll finde die hundertprozentig im Mainstream einzuordnen sind, aber wie soll man nicht irgendwann in Versuchung geraten, wenn man seine Lieblingsserie erwerben will, aber die Kauf DVDs nur als Import, wenn überhaupt, erhältlich sind.

In meinem Beispiel sind es grad drei sehr nette und schöne Serien, die auf deutschen Kauf DVDs nicht mal ansatzweise erhältlich sind. Cheers, die dazugehörige Spin Off Serie Frasier und Caroline in the City.

Will man diese Serien haben, muss man schon sehen, dass man diese irgendwo aus dem Ausland und natürlich ohne deutsche Tonspur oder Untertitel erhält. Ich mag zwar Englisch ganz gern, möchte aber die Wahl haben und vor allem möchte ich die Serien erstmal so sehen, wie sie mir im deutschen TV vorgekaut wurden. Auf Deutsch.

Andere Serien, wie z.B. Murphy Brown, erhält man bei Amazon. De nicht mal als Import, sondern muss suchen, wie man an die Serie ran kommt, die immerhin auch 10 Jahre in den Staaten lief und dementsprechend wahrscheinlich auch ihre Existenzberechtigung hätte. Aber damals wurden Serien in Deutschland nur sehr schwer platziert mit Humor, und auch blieben sie nur sporadisch in Erinnerung. Würde Murphy Brown oder Cheers heute erstausgestrahlt werden, dann würden diese Serien wahrscheinlich ähnlich behandelt wie King of Queens, Hör mal wer da hämmert oder die Nanny. Ich schätze bei diesen Serien ist der Erwerb der dazugehörigen DVDs problemlos.

Und wenn ich dann sehe, was manchmal für ein Müll auf DVD gepresst wird und als Massenware lieblos für 3,50 € in den Massenverkauf gehen, weil die DVDs das noch nicht mal wert sind, dann kann ich eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln und hoffen, das ich in meinem nächsten Leben mit englischer Muttersprache gesegnet bin und diese nicht eben doch nur eine Fremdsprache ist.

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