Greys Anatomy und die Folgen der Folge
Verfasst von Schonzeit am Mittwoch, 28.März 2007
Gestern war Staffelfinale bei Greys Anatomy auf Pro7. Das durfte ich natürlich nicht verpassen, auch wenn ich immer noch sauer auf die Leute von Pro7 aufgrund der verpatzten Spannung war.
In der Woche davor hatte die Serie noch zwei offene Handlungsstränge. Ein Patient bekam ein neues Herz und das schlug nicht und Burke konnte während der OP an seinem verletzten Arm seine Hand nicht bewegen.
Das hinderte Pro7 nicht daran beides unglaublich unspektakulär im Teaser für die nächste Woche aufzulösen. Beide zu zeigen. Den einen Lebend, den anderen Hand bewegend
Mein Ärger war vergessen und ich freute mich auf das Staffelfinale und wurde auch nicht enttäuscht. Und wie erwartet wurde es furios emotional.
Ich habe sehr bedauert, dass der Patient, dessen Herz dann doch schlug und zwar für „Izzie“, nun doch noch sterben musste und dass Meredith schwach wurde bei Derek.
Schön fand ich, dass die beiden von Callie erwischt wurden. Der Blick den sie warf war die Ganze Folge wert. Ich mag die Frau sowieso. Erinnert mich stark an jemanden, den ich kenne und das macht das Bild wahrscheinlich noch sympathischer. Auf jeden Fall finde ich es schön, dass dieses Techtelmechtel auffliegen wird und das auch noch von der richtigen Seite.
Doch genug über die Folge geredet. Die Folgen waren nämlich viel schlimmer.
Als ich später im Bett lag war da wieder dieser Traum du ich hasse es, wenn es wieder so weit ist. Ich weiß zwar schon, dass er mich wahrscheinlich den Rest meines Lebens verfolgen wird, aber dennoch wünschte ich mir er würde gehen.
Das schlimmste an diesem Traum ist, dass ich ihn wirklich erlebt habe und nur immer wieder Revue passieren lasse. Wahrscheinlich ist es die Auseinandersetzung mit dem Tod in der Serie, die hervorgerufen hat, dass ich diesmal träumte.
Da ist dieser sonnendurchflutete Raum in dem ein Bett steht. Eine Frau liegt darin. Mehr Tod als lebend, nicht da, doch auch nicht wirklich weg. Schläuche kommen überall aus ihrem Körper. Geschunden liegt sie da und ich höre das Echo der Ärztin in meinem Kopf, das man nicht weiß, was aus ihr wird, wenn sie nicht bald wieder zu Bewusstsein kommt.
Ich sehe das Zittern des Körpers, das panische Strampeln eines Halb bewussten Wahrnehmens, doch ich kann nichts tun. Die ganze Zeit über bin ich machtlos und kann nur zusehen und beten.
Immer wieder schrecke ich aus diesem Traum auf. Wissend, das ich das durchgemacht habe. Das jedes einzelne Bild sich mal in meinen Kopf gebrannt hatte und das ich diesen Moment als einen der schrecklichsten in meinem Leben in Erinnerung behalten werde.
Und alle paar Monate werde ich wieder bestraft indem ich diesen Moment wieder durchlebe. Das ist meine Last, mein Trauma.
Und nun teil ich es mit euch. Und mal sehen was nach der nächsten Folge der Serie so alles an Traumata ans Licht kommt oder ob es wieder ein schöner Traum wird.
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