Meine Musik Video Top 10 aller Zeiten
Verfasst von Schonzeit am Dienstag, 18.März 2008
Ich bin bei Krenzi über etwas gestolpert, was sich für mich wie eine unlösbare Aufgabe anhörte. Die zehn Musikvideos: Die zehn besten Musikvideos.
Nun ist das wirklich schwierig. Zuerst einmal musste ich mich zwingen bei einigen Bands Abstriche zu machen. Fast jedes Video von R.E.M. oder Peter Gabriel ist große Kunst. Eine Top 10 kann diesem Anspruch nie gerecht werden. So machte ich erst ein Brainstorming und war überrascht wie viele Videos bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Doch letztendlich habe ich es geschafft das Ganze auf zehn Videos zusammenzustreichen, wobei mir eine kleine Ausnahme genehmigt sei.
Ein Video musste in diese Liste, ohne das ich es wirklich jemals richtig großartig fand. Aber es ist einfach eine Hymne für die Generation MTV und auch ansonsten ganz witzig gemacht. So beginne ich außer Konkurrenz mit diesem Video:
Dire Straits – Money for nothing
Kein anderes Video stand so wie dieses für das Aufkeimen einer Musikgeneration, die mehr wollte als nur was auf die Ohren. Sie sehnte sich nach Unterhaltung. Dieses Lied ist für mich MTV Europe, ist Christiane Backer, ist Ray Cokes, ist Steve Blame und Paul King.
Platz 10 – Karel Fialka – Hey Matthew
Auch wenn der Song sehr kritisch mit dem TV umgeht, so ist er doch andererseits auch ein wenig Abgefeier des Umgangs mit TV durch Kids. Ich hab all die Serien gesehen, die in diesem Lied erwähnt werden und missachte einfach mal alles Kritische an dem Stück. Komischerweise funktioniert das verlinkte Video nicht. HIER der Link
Platz 9 – Thomas Dolby – She blinded me with Science
Ein herrlich durchgedrehtes Video, das auch heute noch so charmant durchgeknallt wirkt wie damals. Nebenbei ist dieses Stück das Thema aus dem Pilotfilm einer meiner Lieblingsserien mit Max Whright u.a. (Und ich meine nicht „Alf“ sondern „Misfits of Science“) Thomas Dolby ist bis heute im Geschäft und das in seiner Sparte erfolgreich. Neben „She blinded me with Science“ kenne ich ihn noch vom Soundtrack von „Howard the Duck“, wo er einige Stücke beitrug.
Platz 8 - Genesis - Invisible Touch
Als 1986 das Album Invisible Touch auf den Markt kam machte ich meine ersten Gehversuche mit moderner Musik. Von zwei Brüdern geprägt die schon in der Blüte ihres Lebens standen und der Volljährigkeit Entgegen strebten, lernte ich viel Neues kennen. Unter anderem Genesis, die ich auch 6 Jahre später das erste Mal live sehen konnte. Bei Invisible Touch leben die Jungs von Genesis eine Leichtigkeit im Umgang mit Musikvideos, wie sie nur in einer Zeit entstehen konnte, als so ein Video noch zusätzliche Kunst zum eigentlichen Stück war.
Platz 7 - Duran Duran - Wild Boys
Eines der ersten Videos an das ich mich aktiv erinnern kann es gesehen zu haben. Formel 1 brachte mir damals dieses Video auf die heimische Mattscheibe und ich genoss es sehr. Es war so sehr düster und irgendwie barbarisch männlich. Von „Mad Max“ und solche ähnlichen Streifen hatte ich damals ja noch keine Ahnung. Lustig finde ich übrigens, dass der Regisseur dieses Videos später den Film „Highlander“ machte. Den Zuschlag erhielt er nicht zuletzt wegen der düsteren Vision, die er in dieser Arbeit erschuf.
Platz 6 - Michael Jackson - Liberian Girl
In den 80er Jahren war Michael Jackson noch jemand. Wenn er rief, dann sprang die Prominenz. Und so stapeln sich in diesem Musikvideos so viele berühmte Gestalten der 80er Jahre, dass ich einfach mal gar nicht anfange die Namen aufzuzählen (das macht das Video ja im Abspann selbst). Einige der Gesichter sind heute ja noch immer alltäglich. „Liberian Girl“ selbst ist kein so wirklich tiefgehender Track, aber das Video rockt meine Welt gewaltig.
Platz 5 - R.E.M. - Imitation of Life
„Imitation of Life“ ist ein sehr unkonventionelles Video von R.E.M. Ein Kunstwerk und doch gleichzeitig ein Teil der Geschichte des Liedes. Die meisten Videos von der großartigen Combo aus Athens. Die Band schafft es immer wieder kommerziell zu sein und doch ihren eigenen Weg zu gehen. Allerdings möchte ich nicht der Regisseur von diesem speziellen Video sein und für „Continuity“ sorgen müssen.
Ich rate jedoch zum Genuss des Videos in voller Auflösung, da erst da all die Feinheiten so richtig klar werden. Youtube kann sowas leider nie gerecht werden.
Platz 4 - Tom Petty - Don’t come around here no more
Hätten sie ihn erkannt? Der bekiffte Mann an der Sitar am Anfang des Videos ist Dave Stewart von Eurythmics. Tom Petty hatte schon immer einen sehr extravaganten Zugang zu Musikvideos. Ein Großteil der Visionen seiner Clips dürfte auf Drogenkonsum zurückzuführen sein. So auch das hier gezeigte mit Tom Petty als verrückten Hutmacher aus Alice im Wunderland, der Alice auf besondere Art und Weise vernascht und das unter Zuschauern.
Platz 3 - Linkin Park - Breaking the Habit
Ich bin ein Fan von Comics und auch von skurrilen japanischen Filmen, wie „Akira“ und „El Hazard“. Stellvertretend für diese Filmrichtung steht „Breaking the Habit“ von „Linkin Park“ mit diesem sehr schön visualisierten Comicstrip in Reinkultur. Linkin Park hat sowieso große Musik am Start und hier stimmt einfach alles. Die absolut verdiente Bronze Medaille.
Platz 2 - Pink Floyd - High Hopes
Ich bin schon immer ein Fan der ganz großen Visualisierungen gewesen. Ich mag es aufwendig und liebevoll. Da kam dieses Video im Jahr 1994 grad zur rechten Zeit. Ein monumentales Meisterwerk von Pink Floyd mit sehr vielen, schönen Bildern. Erstaunlicherweise war ich damals im Alter von 17 Jahren beim Pink Floyd Konzert, doch besitze ich bis heute das „Division Bell“ Album nicht, obwohl ich es für eins der wertvollsten der Band halte.
Platz 1 - Alan Parsons Project - Don’t answer me
Ich gebe zu, dass ich bei dieser Platzierung ein wenig beeinflusst wurde. Alan Parsons Project war schon immer eine meiner Lieblingsbands. Viele Leute die mich kennen können davon ein Liedchen singen. Die immerwährende Präsenz des Videos in meiner Umgebung sorgt dafür, dass ich mich nur so entscheiden konnte. Wenn man sich den Hauptdarsteller Nick einmal genau ansieht, dann erkennt man eine nicht zufällige Ähnlichkeit mit dem Maskottchen von „Hallo Pizza“. Wer mich mal genau beobachtet, der kann bei mir feststellen, dass ich immer mal wieder leise vor mich hin summe, wenn ich bei dem Laden meine Pizza bestelle, weil die Assoziation einfach zu verlockend ist.
Doch auch davon mal abgesehen ist „Don’t answer me“ ein sehr schön gestaltetes Video aus den 80er Jahren. Gold für die Band, die vielen jüngeren nur als Fußnote in den Austin Powers Filmen bekannt ist.