Armed & famous – Bewaffnet und berühmt

Neulich stolperte ich auf einem dänischen Sender über ein Format, dass sich die Amis in ihrem grenzenlosen Reality Wahn ausgedacht haben müssen.

Es ist ja bekannt, dass man für die Ausbildung zu einem qualifizierten tauglichen annehmbaren nicht allzu schädlichen Polizisten in Amerika nichts weiter braucht als ein klein wenig Geduld. Während man in Deutschland auch schon mal 3 Jahre in der Ausbildung steckt, kann man in Amerika nach 3 Jahren schon längst über andere Dinge nachdenken, da man als Teilzeit Polizist auch schon nach 6 Wochen Ausbildung auf die Straße darf um das Gesetz zu vertreten. Ob man das zu vertretende Gesetz nun kennt oder nicht.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis irgendwer auf die Idee kommen würde um irgendwelche Pseudopromis zum Polizeidienst zu prügeln. Und anstatt das die Polizei sich dagegen sträubt und nicht mitspielt, werden die Fernsehkameras mitsamt abgehalfterter Stars mit offenen Armen empfangen. Vielleicht ist man noch ein wenig traurig darüber, dass man sich mit diesen Stars rumprügeln muss anstatt das man an einer Paris Hilton rum „ausbilden“ darf.

Doch welche genialen Stars hält denn nun das Format „Armed & famous“ (ein Name der mir im übrigen Angst einflößt) für den unterhaltungssüchtigen Zuschauer bereit?

Erik Estrada

Vor 30 Jahren spielte dieser Mann in einer Fernsehserie die Hauptrolle in der es um die kalifornische Highway Patrouille ging. Auf seinem Motorrad wurde er zum Inbegriff des strahlenden Ordnungshüter. Seitdem tingelt der Mann immer mal wieder durch alles Mögliche an Serien und versucht so auszusehen wie jemand, der mal wer gewesen sein könnte.

Trish Stratus

Eine ehemalige Wrestlerin, die schon einiges in ihrer Karriere in der WWE erreicht hat und sich jetzt neue Betätigungsfelder suchen will.

Jason Acuña

Den Zuschauern von Jackass ist der Kleinwüchsige besser bekannt als der „Wee Man“ Oft hat er sich schikanieren und quälen lassen von seinen Teamkollegen oder eben diese schikaniert und gequält im Namen der Unterhaltung.

Jack Osbourne

Der drogensüchtige Sohn des drogensüchtigen Musikers Ozzy Osbourne, der beweisen möchte, dass er auch ohne seinen Daddy in der amerikanischen TV Landschaft eine wichtige Rolle spielen kann.

La Toya Jackson

Die geächtete Zwillingsschwester (oder so) von Michael Jackson, die sich auch schon mal für den Playboy nackig gemacht hatte um zu beweisen, dass sie eben nicht ihr Bruder ist.

Diese 5 Pseudopromis erhalten tatsächlich im Lauf der Sendung die Erlaubnis auf öffentlichen Straßen eine Waffe zu tragen und so zu tun, als würden sie wissen was sie tun. Man sollte meinen, dass es zumindest irgendwen gibt, der sich bei diesem Gedanken unbehaglich fühlt, aber auch andere Polizisten sehen es eher als lustig an ihr Leben in die Hände von Wee Man und Jack Osbourne zu legen.

Schließlich ist Erik Estrada ja schon fast vom Fach. Wer einen Bullen gespielt hat, der ist doch auch schon fast einer. In Deutschland möchte ich den TV Sendern von sowas abraten. Ich möchte nicht, dass Sat1 auf die Idee kommt und Willy Herren oder Jan Fedder zu einer Ausbildung im mittleren Dienst zu nötigen um dann nachts mit Jan und Willy statt Toto und Harry auf Streife zu gehen.

Doch fürchte ich, dass dieses Unterfangen einzig und allein aufgrund der langen Ausbildung nicht Realität wird und unsere TV Sender uns schon längst auch mit sowas beglücken würden, wenn sie denn nur könnten. Direkt vom Big Brother Bunker auf die Polizei Schule als Folgevermarktung.

In Amerika floppte das Format übrigens zum Glück und mir ist nicht bekannt ob irgendwer von den „5 Freunden“ am Zweitjob festgehalten hat.

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