Das wir Norddeutschen ein wenig anders ticken ist ja nun nichts Neues. Und doch war ich überrascht über das was mir gestern passierte. Obwohl die Dehoga und auch andere Raucherschützer immer wieder darauf hinweisen, dass seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zum Nichtraucherschutz kein Mensch mehr in die Kneipen in Schleswig-Holstein geht und die Pächter nun reihenweise in die Pleite gehen, musste ich gestern Abend gegen 22 Uhr meine Stammkneipe unverrichteter Dinge wieder verlassen.
Es war einfach kein Platz frei und auch die Raucher schienen sich nicht an das prognostizierte Verhalten zu halten und stürzten ihr Bier nicht runter um dann nach Hause zu gehen um dort in Ruhe Rauchen zu können.
Wer das Wubbke kennt, der weiß, dass es sich dabei sogar um eine dieser total gefährdeten Einraumkneipen handelt, die laut Dehoga nicht den Hauch einer Chance haben zu überleben, weil sie keine Möglichkeit haben einen Raucherraum abzutrennen.
Und überhaupt fällt mir seit dem Jahreswechsel immer wieder auf, dass Kneipen in die ich gehe nach wie vor gut besucht sind. Die Leute scheren sich einfach nicht drum, dass sie nun eigentlich keinen Spaß mehr daran haben sich unter Leuten aufzuhalten.
Letztlich scheint alles sich reguliert zu haben und nicht so schlimm zu sein wie anfangs befürchtet. Ich jedenfalls gehe jetzt lieber in Kneipen als vorher, weil ich danach nicht zwingend so einen Schädel habe. Und wenn ich doch mal Kopfschmerzen habe, dann hab ich mir die selbst beigebracht.
Samstag, 5.April 2008 um 11:30
Genauso ist es! Es war doch schon vorher aus anderen Ländern bekannt dass es den Wirten eher genützt als geschadet hat. Aber Vorurteile nimmt ja gerne auf und man schert sich gar nicht ob sie stimmen oder nicht. Hauptsache DAGEGEN…
Freitag, 11.April 2008 um 14:59
Das war doch klar, oder?
Die Trauma ist auch an einem Dienstag gut gefüllt, das Taktlos bei mir an der Ecke auch, und selbst unter der Woche ist es nur schwer, einen Platz im Strongbows zu bekommen.
Aber die Dehoga muss ja auch irgendwie ihre Daseinberechtigung haben, die Mitgliedschaft kostet die Kneipen ja dann doch den einen oder anderen Euro. Und deren Extrablätter (inzwischen schon Nr. drei) sind ein Paradebeispiel, wo der Unterschied zwischen Journalismus und PR ist. (Wer nicht rate will – im Journalismus sollte man seine Behauptungen auch beweisen können *gg*)
Samstag, 12.April 2008 um 6:13
@ dani
oh ich muss mir die dringend noch mal ansehen oder konservieren.