Basta ist im Haus
Am vergangenen Samstag (19. Mai *räusper*) war es mal wieder soweit. Basta gastierte mit dem aktuellen Programm „Wir sind wie wir sind“ in Kiel und Sonja und ich konnten nicht widerstehen. Zwar hielt das Wochenende nebenbei noch zwei Geburtstage bereit, aber wenn diese außergewöhnliche A Capella Gruppe aus Köln zum Konzert ruft, dann kann ich nicht widerstehen.
Schon seit einigen Tagen wurde die Vorfreude immer größer, auch wenn das aktuelle Album tatsächlich mal mehr als einmal gehört werden musste um ins Ohr zu gehen. Diesen Umstand schiebe ich jedoch immer noch der Beteiligung von Lukas Hilbert zu und nicht den Jungs an sich.
Und so kamen wir um kurz vor acht im Kieler Schloss an und setzten uns voller Erwartung auf unsere Plätze. Auf den Plätzen eine Werbekarte für den Basta Newsletter mit einem Zitat von Jörg Pilawa, das ich noch lesen konnte, bevor es im Saal dunkel wurde.
„Wer braucht eigentlich Robbie Williams, wenn er fünf davon haben kann.“
Das trifft und doch nicht. Basta ist Basta, basta!
Als das Konzert begann empfand ich die Technik noch ein wenig schlecht abgestimmt, so dass Andreas (der Bass der Gruppe) ein wenig zu sehr dröhnte. Doch dies ließ schnell nach und man konnte sich besser auf die Musik konzentrieren.
Lauch, Er gehört zu mir, Zeit heilt alle Wunden, For the longest time, Die Tochter eines Schönheitschirurgen, Julia, GEZ, Sonne und Regen, 50 Dinge, Spielerfrauen, Wir wollten doch nur Freunde sein, Wer hat eigentlich gesagt, Surfen gehen am Rhein, Glaubst du, ich häng noch an dir, Bratislava Lover, Blutwurst, Du tropfst, Disco, Like a Virgin, Wild thing, Esso ess
Dies sind die Stücke des Abends in beliebiger Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Natürlich spielt man eine Menge Stücke von dem neuen Album, versucht aber auch die älteren Fans zu begeistern und zieht mit Stücken wie Lauch und Du tropfst alle möglichen Register. Von der Komposition her gibt es also keinerlei Klagen.
Erwähnenswert bleibt jedoch, dass Basta in meinen Augen noch nie so abgelenkt wirkte, was am Fußballspiel liegen könnte, was anscheinend auch während der Konzertpause verfolgt wurde. Es gab immer mal wieder kleinere Patzer und auch mal einen Blackout von René.
Doch wo andere Leute an ihre Grenzen stoßen gibt es bei Basta noch mal einen Schulterklopfer. Man macht das Beste draus und sagt sich „Ist passiert und nun machen wir das Beste draus“
So wird dann schnell ein neuer Text erfunden, der zum Ausdruck bringt, man wäre froh, wenn man den Text nicht vergessen hätte. Das Publikum lacht und man hat den Eindruck, der Saal wird ein wenig kleiner. Man ist näher an der Band.
Und auch wenn nicht alles perfekt war, geht man mit Tränen vor Lachen aus dem Konzert und hat ein warmes Gefühl bekommen. Vielleicht grad deswegen.
Und doch steht Basta für alle Zeit für auch ohne Patzer lockere Atmosphäre mit viel Witz und Esprit. Ein wirklich empfehlenswertes Programm von einer wirklich tollen Truppe.
Dienstag, 20.Mai 2008 um 16:31
Basta habe ich auch schon einmal live erlebt – am besten blieb bei mir der “Bratislava Lover” hängen.
Und die Patzer – ein bißchen ärgerlich fand ich das schon.
Dienstag, 20.Mai 2008 um 16:41
Natürlich sollten generell keine Patzer sein. Doch wenn man damit vernünftig umgehen kann ist das nur noch halb so schlimm wollte ich damit gesagt haben. Und dann wird dann halt noch mal ein wenig drüber gewitzelt oder was spontanes draus kreiiert. Daran sieht man halt auch wie wichtig denen die Unterhaltung der Masse ist.
Dienstag, 20.Mai 2008 um 19:12
Das Problem ist nur, dass sie 100 % Eintrittsgeld von mir haben möchten. Das zahle ich gern, dann erwarte ich aber auch 100 % Leistung und dazu gehört, gut vorbereitet zu sein.
Wer nur 90 % geben will, der sollte mir dann 10 % erlassen, finde ich.
Mittwoch, 21.Mai 2008 um 18:28
ja. Die Grundintention verstehe ich, wobei ich sagen muss, das es schwierig ist da abzugrenzen. Ich denke man muss sich den Wert selbst definieren. Andererseits müssten ansonsten sämtliche Bohlen Künstler für umsonst auftreten, da sie komplett talentfrei sind.
Vielleicht gehe ich auch einfach mit einem anderen Anspruch an die Sache heran. Ich habe auch schon Konzerte von Basta gesehen die fehlerfrei waren und die waren auch sehr toll. Zugegeben toller als alle mit Fehlern. Doch letztendlich möchte ich unter dem Strich gut unterhalten werden.
Mittwoch, 21.Mai 2008 um 18:41
Wenn Du dich trotzdem amüsierst, ist es ja auch in Ordnung.
Es müssen ja nicht alle Leute so pingelig sein wie ich (dann wäre die Welt echt schlimm!).
Mittwoch, 21.Mai 2008 um 18:48
ich sag ja. Die Grundintention ist wohl ne andere. Wenn ich zu den drei Tenören ginge, dann wäre ich da sicherlich genauso pingelig. Weil es da der Anspruch ist der im Vordergrund steht für mich.
Sonntag, 8.März 2009 um 12:08
[...] ergattert, und ich freu mich wie verrückt! Einerseits auf einen tollen Konzertabend, den ja auch Schonzeit im letzten Jahr bereits erleben durfte, und andererseits dank unserer wunderbaren Babysitterin auch [...]
Donnerstag, 9.April 2009 um 1:18
Für mich sind Basta Konzerte OHNE Patzer nur 90%. Es ist doch die Lockerheit, dass die Fünf sich selbst nicht so ernst nehmen und dass sie jeden Abend so richtig Spaß auf der Bühne haben, was sie auszeichnet und jeden Besuch etwas Besonderes werden lässt.