Schon - Zeit

Schon Zeit! Schon Zeit ? Schonzeit…

Archiv für Mai 16th, 2008

Mein Beitrag zum Bodo Wartke Gedichtwettbewerb

Verfasst von Schonzeit am Freitag, 16.Mai 2008

Der Mensch, und das vergißt man gern,
ist vom Tier nicht allzu fern.

Vom Schwein mal hier als Beispieltier
trennt uns kaum was, meist nur 10 Bier.

Was manche Menschen jedoch nicht raffen
dass sie nicht den Unterschied zum Affen schaffen.

In jedem von uns steckt auch irgendwo
tief drin, und das sag ich einfach so, ein Zoo.

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Deutschland sucht die Supermannschaft - EM Kader 2008

Verfasst von Schonzeit am Freitag, 16.Mai 2008

Es geht wieder los. Die Zeiten wo ich als Mensch ohne jeglichen Fußball Gedanken agieren kann sind vorbei. Die EM steht vor der Tür. Und in diesem Zusammenhang hat Bundestrainer Löw heute den Kader bekannt gegeben. Doch statt einfach mal 23 Namen zu nennen wartet man mit einer Überraschung auf. 26 Leute gehen ins Trainingslager. 23 kommen wieder raus. Sicherlich ein besserer Schnitt als bei so manch anderer Casting Show und auch die Werbewirkung ist sicher recht gering, aber dennoch großes Kino.

in die Superstarvilla in die Supermodellvilla In das Trainingslager fahren:

Tor:

Jens Lehmann (FC Arsenal), Robert Enke (Hannover 96), René Adler (Bayer Leverkusen)

Abwehr:

Christoph Metzelder (Real Madrid), Per Mertesacker (Werder Bremen), Philipp Lahm (Bayern München), Arne Friedrich (Hertha BSC), Marcell Jansen (Bayern München), Clemens Fritz (Werder Bremen), Heiko Westermann (Schalke 04)

Mittelfeld:

Michael Ballack (FC Chelsea), Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart), Simon Rolfes (Bayer Leverkusen), Torsten Frings (Werder Bremen), Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Piotr Trochowski (Hamburger SV), Tim Borowski (Werder Bremen), Jermaine Jones (Schalke 04), David Odonkor (Betis Sevilla), Marko Marin (Borussia Mönchengladbach)

Angriff:

Miroslav Klose (Bayern München), Lukas Podolski (Bayern München), Mario Gomez (VfB Stuttgart), Kevin Kuranyi (Schalke 04), Oliver Neuville (Borussia Mönchengladbach), Patrick Helmes (1. FC Köln)

Die Besetzung der Abwehr lässt in meinen Augen vermuten, dass sich dort nicht so viel tun wird im Trainingslager. Und auch Jens Lehmann wird wohl nicht fürchten müssen nach Hause geschickt zu werden. Aber ansonsten dürfte es noch mal recht interessant werden bis zum 28. Mai (Meldeschluss)

 

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Schauspielhaus Kiel - Der Besuch der alten Dame

Verfasst von Schonzeit am Freitag, 16.Mai 2008

Im diesjährigen Repertoire des Kieler Schauspielhauses befindet sich unter anderem das Stück „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt.

Das Stück an sich ist klassisch, wie auch modern zugleich.

Die Multimilliardärin Claire Zachanassian, geb. Klara Wäscher kehrt nach einem abwechslungsreichen Leben in Luxus in ihren Geburts- und Heimatort Güllen zurück. Die anfängliche Freude des kleinen Ortes über die Anreise der Reichen Tochter der Stadt weicht recht schnell blankem Entsetzen. Diese macht der finanziell gebeutelten Bevölkerung ein unmoralisches Angebot. 1 Milliarde verspricht sie dem Ort für das Leben des Mitbürgers Alfred Ill.

Ill hatte in der Jugendzeit eine Liebschaft mit Klara Wäscher und zeugte mit ihr ein Kind, welches er vor Gericht verleugnete. Mit falschen Zeugen gewann er diesen Prozess und die mittellose Klara verließ den Ort um genug Geld für ihr Kind aufzubringen. Das Schicksal machte sie zu einer Hure, die sich einen reichen Multimilliardär angeln konnte. Viele Ehemänner später ist das Leben für Claire einfach geworden. Was sie möchte, das erhält sie auch.

So ist sie sehr zuversichtlich, dass das Kopfgeld auf Alfred Ill seine Wirkung nicht verfehlen wird. Die Stadt zuerst empört über das Angebot verliert sich immer mehr in fadenscheinigen Argumentationen über Recht und Unrecht.

Ill wehrt sich gegen dieses Schicksal und findet zuerst auch Anklang. Doch immer mehr muss er sehen wie sich die Stadt schmückt mit dem zu erwartenden Reichtum und wie man immer weiter von ihm abrückt. Schließlich gibt er sich geläutert seiner Strafe hin und stirbt durch die Hand der Bevölkerung.

Das Kieler Ensemble fährt mit dem Dürrenmatt Stück und seiner Inszenierung schwere Geschütze auf. Mit 14 Leuten auf der Bühne schafft man sich die kleine Welt des idyllisch verödeten Güllen aus Dürrenmatts Visionen. Nicht so viel wie ursprünglich vorgesehen aber für die Handlung mehr als ausreichend und schön umgesetzt kommt „Der Besuch der alten Dame daher“

Die schauspielerischen Darbietungen sind diesmal wieder sehr gut gelungen. Besonders zu erwähnen in meinen Augen Andrea Schöning, die für diese Rolle als Gast ans Kieler Schauspielhaus zurückkehrt, als Claire/Klara und Immanuel Humm als der zum Tode verurteilte Alfred Ill. Beide bestechen durch ihre Identifikation mit der Rolle und der Situation. Liebevolle Kälte und massive Wut in beiden kommt immer dann zielgerichtet zum Einsatz, wenn das Szenario es erfordert.  Auch der von mir ansonsten verschmähte David Allers fällt diesmal positiv auf. Er bringt den affektierten Journalisten so gut rüber, dass man fast meinen möchte, Allers hätte sich zwei Wochen lang nur intensiv mit Peter Klöppel befasst.

Die Inszenierung an sich besticht durch die Einfachheit. Zu Anfang ist der kleine Ort eher öde. Bierkisten dienen als Sitze, kleine Plastikblümchen und abgewetzte Polizisten zieren das Bild. Nach und nach verändert sich die Szenerie. Die Blumen werden größer, die Kisten weichen Stühlen. Der Polizist kleidet sich neu ein und die Kirche erhält eine neue Glocke. Und doch bleibt immer die Schmierigkeit der Kleinstadt zu erkennen, die immer mehr und mehr vom Sittenverfall überschattet wird.

Die einzig wirkliche Konstante im ganzen Stück ist Alfred Ill, der sich nicht verändert, wohl aber die Art und Weise wie man ihn zu sehen hat als Zuschauer und auch als Mitbürger der Stadt. Im moralischen Verfall bleibt der „Angeklagte“ bis zum bitteren Ende die einzig wahre moralische Instanz, die ihre Fehler eingesteht und dafür büßt.

Ein wirklich abwechslungsreiches Stück voller Emotion von heiteren Momenten bis zu tiefer Bedrückung. „Der Besuch der alten Dame“ ist aktueller denn je. Steht als große Aussage doch über dem Stück:

„Jede Gerechtigkeit hat einen Preis und jeder Mensch auch.“

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Wubbke - Heute mal enttäuscht

Verfasst von Schonzeit am Freitag, 16.Mai 2008

Wer mich kennt, der weiß wie ich das Wubbke als eine meiner Lieblingskneipen auf der ganzen Welt ansehe. Nun gut. Ich war noch nicht in sooo vielen, aber zumindest in Schleswig Holstein habe ich schon einiges an Kneipen verschlissen.

Gestern kam es zu einer Neuerung. Zum ersten Mal seit 14 Jahren habe ich im Wubbke kein Trinkgeld gegeben und bin selbst erschüttert darüber, dass es mir nicht mal Leid tat.

Ich bestellte mir ein großes Guinness und einen Irish Mist. Zwei der leckersten Sachen die ich jemals auf dem alkoholischen Sektor gekannt hatte. Dazu wurde kurzerhand eins der leckeren vegetarischen Fladenbrote aus der Kneipe bestellt, damit man nach dem Theaterbesuch auch noch was im Magen hat und friedlich schlafen kann.

Ich wunderte mich ein wenig, als nur ein Glas kam und der Nachbartisch ein Tablett mit Irish Mist erhielt und ich immer noch ohne dastand. Sonja und ich beschlossen dann schon mal anzustoßen und ich merkte, was hier falsch gelaufen war.

Komischerweise gibt es die Sitte diese beiden Getränke in ein Glas zu kippen, was sich dann Black Boiler nennt. Dies hatte ich erhalten. Und auch wenn alles in einem Magen zusammenkommt, so ist das in einem Glas doch was anderes. Der herbe Guinness Geschmack wird erschlagen von dem süßen Irish Mist und andersrum. Aus zwei großartigen Gaumenfreuden wird…. Was nettes, was nach der Hälfte des Glases irgendwann unerträglich wurde, weswegen ich schon das Glas meiner Begleitung immer wieder mal zur Hilfe nahm.

Die Bedienung machte ich auf den Fehler aufmerksam, dachte zu dem Zeitpunkt jedoch noch, dass so ein Getränk vielleicht irgendwie nett wäre. Ich fragte sie wie ich ein Guinness und ein Irish Mist bestellen müsse, damit ich auch beides bekam und nicht zusammengekippt. Sichtliche Entrüstung auf der anderen Seite.

Blättern in der Karte. Verkaufen wir Irish Mist eigentlich auch einzeln. Oh ja da. 3,50 € kostet der dann einzeln. Ist ja viel teurer. Wolltest du das wirklich?

Ja das war mein Wunsch. Doch gab ich mich damit zufrieden wenn auch mehr als skeptisch.

Das Essen kam und der Ärger war vergessen. Man hatte sich das ja verdient. Und das Brot schmeckte auch gut. Nicht so gut wie sonst, was aber an der allgemeinen Missstimmung liegen könnte.

Dann kam die Bitte, die Rechnung zu bringen, die dann nach der zweiten Aufforderung auch schließlich kam. Da hatte ich den Entschluss bereits gefasst. Der blonden verunsicherten Bedienung sagte ich das auch deutlich inklusive der Information, dass ich seit 14 Jahren eigentlich immer Trinkgeld gegeben hatte und das heute nicht tun würde.

Sie meinte blond lächelnd, dass das nichts machen würde und stellte dann mit einem Blick auf mein Getränk fest, dass das noch Viertel gefüllt war.

Das ist wahrscheinlich weil ich das mit dem Getränk verhunzt habe.

Ja genau Mädel und nächstes mal wenn ich bei dir bestellen muss, werde ich dir eine Zeichnung machen, wie ich meine Getränke möchte. Nämlich so wie ich sie bestellt habe und nicht anders.

Schade. Liebe ich doch das Wubbke eigentlich.

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