Eurovision Songcontest 2008 – Die Berichterstattung

Alle Jahre wieder fährt Deutschland zum Eurovision Songcontest und gibt sein Bestes, oder tut zumindest so. Und alle Jahre wieder kommen die Medien in den Tagen nach dem Grand Prix nicht zur Ruhe und überschlagen sich mit ihren Kommentaren zu dem Thema.

Der Stern stellt fest, dass selbst unsere Nachbarländer unseren Beitrag ablehnten und gibt zu, dass es im Gegenzug wahrscheinlich nicht sinnvoll wäre vom Ostblock Stimmengeschacher durch die Songcontest Mafia zu sprechen.

Man geht hingegen sogar soweit, dass auch die Big Four sich dem Vorentscheid stellen sollten um so Sympathie gewinnen zu können bei den Zuschauern. Vor allem aber soll so auch mal wieder ein wenig Ehrgeiz angestachelt werden, der wohl in den letzten Jahren bei uns zu kurz gekommen wäre.

Die Bild hingegen macht es sich wieder recht einfach. Natürlich sind wir nur deswegen nicht erster geworden, weil sich der Ostblock die Stimmen gegenseitig gibt und man uns Deutsche einfach undankbar im Regen stehen lässt. Schließlich sind wir Hauptsponsor des Wettbewerbs.

Auch die Tatsache, dass in der hauseigenen Abstimmung ein vernichtendes Urteil für die No Angels heraus kam, kann das Blatt nicht davon abhalten, sich die Realität nach Pipi Langstrumpf Manier so zu machen wie sie ihnen gefällt.

Denn schließlich haben auch wir Nachbarländer, die uns Punkte geben könnten, wenn sie denn wollen würden. Der Grund warum sie nicht wollen könnte auch an schlechter Qualität des Dargebrachten liegen. Doch diese Antwort scheint zu naheliegend. Da muss man eine europaweite Verschwörung vermuten.

Einzig der Spiegel fiel mir erfrischend auf mit seiner Analyse des Themas. Man schaut sich lieber mal an, ob der Westen überhaupt gewinnen möchte und kommt zu dem Ergebnis, dass dies nicht der Fall sein kann bei der Qualität der Songs die ins Rennen geschickt werden.

Außerdem stellt man fest, dass im No Angels Terminkalender auch gar kein Platz für die offizielle Siegerpressekonferenz gewesen wäre, da sie zu dem Zeitpunkt schon in Monaco waren.

Nette erfrischende Theorien gepaart mit ein wenig Analyse. Man lässt einfach mal das ewige Genörgel der schlechten Verlierer (äh… Mist… damit meinen die uns selbst) ein wenig Revue passieren und schön im Raum stehen.

Egal welche Zeitung man aufschlägt. Alle scheinen einen anderen Songcontest gesehen zu haben, wenn auch die Mehrzahl zumindest einen ähnlichen wie ich. Nur die Bild… ach lassen wir das.

Quellen: Stern, Spiegel, Foto Gemälde Bild

4 Antworten zu “Eurovision Songcontest 2008 – Die Berichterstattung”

  1. GIGI DAG Sagt:

    ALle Jahre wieder schau ich mir das nicht an. Ich hab erst eine Show komplett gesehen und das war die in der Stefan Raab mitgemacht hat. Die restlichen hab ich nur nebenbei gesehen oder gar nicht. Ist mir einfach zu blöd. Ich meine wozu schicken einzelne Länder austauschbare Vertreter zu einem Musikcontest? Es hat ja wohl absolut nichts nationales wenn fast alle Teilnehmer Englisch singen. Vorgabe müsste sein in der Landessprache zu singen, dann würd ich vll auch mal wieder zuschauen.

  2. Schonzeit Sagt:

    @ Gigi

    Da bin ich komplett anderer Meinung. Musik sollte die Sprache haben die man haben möchte. Ist künstlerische Freiheit in meinen Augen. Andererseits hätten vielleicht die Länder einen Vorteil, deren Sprache einen größeren Sprachraum anspricht usw.

    Richtig gerecht kann man einen solchen Wettbewerb sowieso nie machen.

    Außerdem wird ja das Lied gesucht, dass in ganz Europa am besten ankommt. Da ist es dann vielleicht aufgrund der Struktur von Englisch schöner, wenn man sich in Englisch präsentieren kann.

  3. Andre Sagt:

    Wenn ich das Bild oben sehe würde ich sagen, dass es nicht an optischen Gründen gescheitert ist ;-)

  4. Schonzeit Sagt:

    @ Andre

    Schau dir das Video und vor allem Lucy an, dann weisst du das dem doch so sein konnte. :)


Einen Kommentar schreiben