In letzter Zeit stolpere ich immer wieder unfreiwillig oder auch mal sehr freiwillig über den Namen Humpe. Ein deutsches Musikphänomen aus den hinteren Reihen mit ganz viel Wirkung auf die Deutsche Musik von der neuen deutschen Welle bis ins 21. Jahrhundert.
Anfangen sollte man hier mit Annette Humpe und der Band Ideal. Diese hat mit „Blaue Augen“ einen Klassiker zur deutschen Musikgeschichte der 80er beigetragen. Während sich die Schwester Inga bei den Neonbabies austobte.
Den heute eher unbekannten Neonbabies folgte damals ein Lied, das heute noch auf jeder NDW Party gespielt wird. Mit der Band DÖF brachten es die Humpes ins Rampenlicht „Codo der Dritte“ war das herausragendste Stück dieser Band. Nicht ganz ernst und auch nicht wirklich gut kam man damals daher.
1985 tauchte der Name Humpe dann das erste Mal in dem Namen einer Formation auf. Humpe & Humpe hieß das Projekt der beiden Schwestern. Auf Englisch konnte man auch erfolgreich überzeugen und doch trieb es die beiden wieder zu neuen Ufern und so wurde das Projekt mit dem erfolgreichen „Careless love“ recht schnell wieder vergessen.
Ich verschweige an dieser Stelle bewusst, was die beiden so alles produziert haben und was noch an Backgroundauftritten zu Buche schlagen könnte. Von Inspirationen ganz zu schweigen. Es mag zwar scheinen, dass ziemlich lange Ruhe um die beiden Schwestern war, doch sei am Rande erwähnt, das auch aus dem Hintergrund die Musik Deutschlands immer stark geprägt wurde.
Nach langen Jahren der Bühnenabstinenz war es zuerst Inga die mit 2Raumwohnung wieder ins Rampenlicht trat.
“Spiel mit” und “36 Grad” sind da die beiden erfolgreichsten Titel, die plötzlich den Namen Humpe wieder in den Fokus rückten.
Was du kannst kann ich schon lange dachte sich Annette Humpe und folgte mit dem Projekt Ich+Ich.
Dies ist nur ein ganz kleiner und massiv unvollständiger subjektiver Abriss von zwei erfolgreichen deutschen Künstlerinnen, die sicher nicht zum letzten Mal von sich Reden gemacht haben. Egal ob im Rampenlicht oder einen kleinen Schritt dahinter.
Dienstag, 24.Juni 2008 um 18:59
Danke, Herr Schonzeit, das ist ja wirklich recht interessant. Komischerweise hab ich bei all den Liedern den Namen Humpe nie gehört (oder verdrängt?)… Auch interessant, dass das Thema ferner Stern sich irgendwie da durchzieht, auch wenn es von “Codo dem Dritten” noch ein weiter weg zum “sternenstaub” ist…;-) Auf jeden Fall ein Stück deutsche Musikgeschichte.
Lgr Andrea
Dienstag, 24.Juni 2008 um 19:04
@ Andrea
Sehr gern. Das ist nämlich wirklich interessant wie selten benutzt der name der beiden ist und wie weit verbreitet doch die Dinge sind die sie mal angefasst haben. Das finde ich erstaunlich.
Ich glaube für die Humpes sind Sterne generell faszinierend. Vor allem als Metapher. Da hast du recht.
Dienstag, 8.Juli 2008 um 15:49
Aber “dahinter” haben die Mädels doch immer schon Geld verdient
Mein “Humpe-Schlüsselerlebnis” ist tatsächlich “Careless Love”, weil solche Sings früher bei Viktor Worms in der ZDF-Hitparade laufen durften (Regel: Deutsch produziert, auch wenns englische Sprache war). Hab sogar noch die Vinly-Single hier liegen.
Die “2raumwohnung” ist aber schon länger erfolgreich … ich sach nur “2 von Millionen von Sternen” in der TV-Werbung. *seufz* So was schönes …