Lokalpatriotimus

Aus aktuellem Anlass mal das Schleswig-Holstein Lied auf meiner Seite. Lustig ist, dass ich das Lied eben einmal anspielte und die neben mir sitzende Sonja mal ganz dezent auf die Uhr schielte, weil sie dachte es wäre schon 12 und Panik bekam.

kleine Weisheiten

Seinen Partner zu kontrollieren ist nicht so gut wie seinem Partner zu vertrauen.

Sein Fahrzeug zu kontrollieren ist andererseits um etliche Längen besser als darauf zu vertrauen es zu kontrollieren.

Unser ganzes Leben besteht aus Vertrauen und Kontrolle. Man muss jedoch darauf vertrauen, dass man sich selbst dabei stets unter Kontrolle hat.

Memories – heute K7

Da Schaps grad über einen meiner früheren Stammläden zum Thema Wochenendverplanung gebloggt hat, nehme ich doch mal die Zeit zum Anlass um auch einmal das K7 an meinem inneren Auge Revue passieren zu lassen.

Ich komme aus der Mitte Schleswig-Holsteins. Genauer gesagt aus Rendsburg. Wenn man dort am Wochenende in die Disco wollte zu meiner Jugend (irgendwann im letzten Jahrtausend), so musste man sich entweder in die „Dorfdisco“ Cheyenne Club wagen oder in die „Garage“ gehen. Letztere war vor allem sehr beliebt aufgrund der Mengen an Alkohol, die man während einer „Mark Party“ in seinen Metabolismus verbringen konnte.

Sollte es aber ein wenig gehobener sein, dann musste man schon sehen wie man nach Eckernförde kam. In die Großraumdisco K7.

Das K7 bot alles was ein vergnügungssüchtiger 20jähriger Jungspund haben möchte. Eine ganze Menge an Alkohol, viel Musik und hübsch anzusehende Mädels (bei denen Herr Schonzeit jedoch immer zu schüchtern gewesen ist sie anzugraben) <- das ist aber ein anderes Thema

Und so kam es, dass wir oftmals um kurz vor zwölf auf den Parkplatz vom K7 rollten mit zwei bis drei Autos voller Leute und unsere Anlagen aufrissen. Es gehörte sich nicht ins K7 zu gehen bevor auf RSH um Punkt 12 das Schleswig-Holstein Lied mitgegröhlt wurde. War man zu früh da konnte man auf dem Parkplatz noch etwas vorglühen oder im Zweifelsfall bei schlechtem Wetter diesen Moment einfach im Auto abwarten.

Danach wurde dann meist die Gruppe etwas gesprengt. In der Disco wollten einige in die Wärmflasche um sich bei Wolle und Co bedröhnen zu lassen, andere suchten die große Tanzfläche mit 80ern und Dance. Und wir vom harten Kern waren im Pasha. Ich erinnere mich noch heute gern dran wie meine Lunge so manches Mal gepfiffen hat, weil man sich bei einer 30 Minuten Strecke Prodigy auf der tanzfläche völlig verausgabt hat.

Gebremst wurde damals immer mit Dusty Springfield, weswegen ich noch heute ein gestörtes Verhältnis zum Preacher man habe.

Vor knapp 5 Jahren kam ich mit meiner Ex Verlobten im K7 zusammen und vor knapp 2 Jahren bin ich dann immer sporadischer werdend das letzte Mal im K7 gewesen. Ich bin glaub ich zu alt für den Laden oder die Leute um mich sind zu jung für mich.

Oder ich bin einfach spießig geworden mit der Zeit.

Farewell K7

Der Zippel

Gestern stand ich an der Ampel neben einer jungen Frau. Dieser musste man leider unweigerlich auf den Hintern schauen. Nicht nur ich tat das, sondern auch alle anderen, die mit mir zusammen an der Ampel standen und warteten.

Grund dafür war der Zippel der Dame, der sich einen Weg aus ihrem Schlüpfer in Richtung Freiheit gebahnt hatte. Wollte auch mal die Möglichkeit haben Sonnenbraun zu werden.

Problem an eben genau diesem Teil war, dass es gefühlt ungefähr zwei Kilometer lang war und im Wind leise hin und her wehte.

Und dann steht man an der Ampel:

Soll ich es ihr sagen?

Soll ichs lassen?

Ist sie nachher sauer, weil man da hin gesehen hat?

Oder soll ichs doch sagen?

Ach Mist nun ist schon grün und sie ist weg.

Mit wehenden Fahnen radelte Sie aus meinem Leben und die Fußgängerschaft warf sich noch mal amüsierte Blicke zu. Das hätte verhindert werden können, wenn man sich nicht immer so viel Gedanken über Konsequenzen machen würde.

Veröffentlicht in schon lustig, schon passiert. Schlagworte: , , , , . 7 Kommentare »

Volkswagen Passat CC und die Sonnenfinsternis

Volkswagen hat einen neuen Passat als CC Variante auf den Markt gebracht und begleitet ihn mit einer interessanten Kampagne. Man zeigt im ersten Spot das Auto in diversen Situationen im Vordergrund und im Hintergrund spaziert ne Frau mit Leopard längs.

Später kommt dann die Frage: Haben sie die Frau mit dem Leoparden gesehen ?

Damit löst man beim Zuschauer das AHA Erlebnis aus. Ich hatte keine Chance was anderes zu sehen, weil da ja dieses schicke Auto im Bild war.

Dann gibt es davon noch eine zweite Werbung. In dieser fehlt dem nicht allzu aufmerksamen Beobachter eine Sonnenfinsternis. Kann man ja auch mal übersehen sowas. Doch was ich viel erstaunlicher finde ist die Tatsache, dass noch etwas fehlt, wenn die Sonnenfinsternis das zweite Mal eingeblendet wird.

Gehe ich davon aus, dass etwas entfernt werden musste, damit meine Aufmerksamkeit auf die Sonnenfinsternis gelenkt werden kann, dann muss ich vermuten, dass eigentlich das Feuerwehrauto in dieser Werbung der „Eyecatcher“ gewesen ist.

Also ist Volkswagen jetzt schuld, wenn man nächstes Auto ein Feuerwehrauto wird, weil es Begehrlichkeiten weckt. Vieleicht ist aber alles nur eine schnöde Kampagne der Feuerwehr in Deutschland um neue Mitglieder zu köder. Mit versteckten Botschaften un so.

Mulder? Scully?

Akte X – I want to believe

10 Jahre ist es her seitdem Dana Scully und Fox Mulder auf der Kinoleinwand der Wahrheit hinterherjagten.  Auch im TV endeten die Abenteuer der geheimnisvollen Akten des FBI bereits vor sechs Jahren. Eine große Hürde, die es zu nehmen gilt, will man mit „Akte X – I want to believe“ wieder einen Hit landen.

Ins Rollen kommt die Geschichte durch die Entführung einer jungen FBI Agentin bei sich zu Hause. In einer dramatisch angelegten Eröffnungssequenz sieht man sie verzweifelt gegen dieses Schicksal ankämpfen. Doch letztendlich gelingt es den Entführern sie zu verschleppen.

Als das FBI seine Ermittlungen in diesem Entführungsfall aufnimmt, meldet sich sehr schnell ein wertvoller, wenn auch umstrittener Zeuge. Dieser gibt an Visionen zu haben und führt die Ermittler zielsicher zu einem abgetrennten Arm. Dieser gehört jedoch zu einem Mann.

Die skeptischen FBI Ermittler wenden sich an Dana Scully, die in der Zwischenzeit Ärztin an einem kirchlichen Krankenhaus geworden ist. Sie soll einen Kontakt zu Fox Mulder herstellen. Das FBI will ihn rehabilitieren und alle Anklagen gegen ihn fallen lassen, wenn er in diesem einen Fall mit den Ermittlern kooperiert. Nachdem Scully sich zuerst weigert diesen Kontakt herzustellen tritt Mulder mit ihr zusammen an das FBI heran und bietet wenn auch zögernd Hilfe an.

Ein erstes Gespräch mit dem Zeugen verläuft nicht allzu positiv. Schnell kommt heraus, dass dieser Mann mit Visionen früher Priester war und mittlerweile in einer Einrichtung für verurteilte Sexualstraftäter lebt. Er selbst hat 37 Jungen missbraucht.

Schnell wird klar, dass sich das FBI nicht sicher ist, ob der Priester ein Zeuge oder ein Mitwisser ist. Die Ermittlungen beginnen, während sich Scully immer weiter von Mulder entfernt und ihn schließlich allein ziehen lässt. Mulder hingegen verliert sich wieder immer mehr in dem Gefühl einem Mysterium des FBI auf der Spur zu sein.

Als schließlich immer mehr Beweise für die Übersinnlichkeit des Zeugen auftauchen, eine riesige Masse an abgetrennten Extremitäten in einem zugefrorenen See gefunden werden und eine weitere Frau spurlos verschwindet beginnt ein Wettlauf mit der Zeit um das Geheimnis zu lüften.

Der zweite Anlauf von Akte X kommt sehr ambitioniert daher. Doch stellt sich von Anfang an die Frage, wie viel Akte X steckt in diesem Film. Letztlich muss man sich eingestehen, dass diese Story auch ohne Mulder und Scully gut funktionieren und dabei ohne einige für Akte X notwendige Schnörkel auskommen könnte.

Störend wirkt bei diesem Werk der skeptische Agent Mosley Drummey (Xzibit – Pimp my ride). Sein Charakter ist so flach angelegt, dass er in keinster Weise irgendeinen Ansatz von Tiefe vermitteln mag. Auch die ansonsten sehr vordergründige Amanda Peet (Keine halben Sachen) kann als Notfall Sidekick von Mulder nicht wirklich Stärken von sich zeigen.

Die Geschichte wirkt in sich ein wenig gestreckt um auf Kinolänge zu kommen und dann doch wieder sehr abgeschnitten an den Stellen wo eigentlich das wirkliche Akte X Gefühl aufkommen könnte. Besonders ärgerlich in der deutschen Version des Films ist die neue Synchronstimme von David Duchovny. Dessen bisheriger Sprecher Benjamin Völz hatte zu viel Gage verlangt, weswegen man auf Johannes Berenz umstieg. Dieser lieh Isaiah Washington bei Greys Anatomy die Stimme für den Charakter Preston Burke. Manchmal auch Ben Affleck oder Vince Vaughn.

Streicht man alle Erwartungen an einen Akte X Film aus seiner Bewertung heraus, so erhält man einen recht amüsanten Thriller mit zwei wohlbekannten Darstellern. Dennoch wirkt der Film vielmehr wie eine Erinnerung an die Welt von Akte X. Als ein Test wie das Publikum noch auf Akte X reagiert um im Zweifelsfall nochmals mit voller Kraft zuschlagen zu können.

Auch wenn das Ende des Films sehr endgültig wirkt indem in einer, wenn auch schlecht gemachten, Animation Scully und Mulder sich von den Zuschauern verabschieden, so ist doch davon auszugehen, dass man den beiden Ermittlern noch einen Auftrag geben mag, wenn denn die Kasse stimmt.

Unterm Strich ist „Akte X – I want to believe“ ein guter, wenn auch nicht herausragender Film. Das Konzept hätte auch ohne Mulder und Scully funktioniert, wertet jedoch die Story ein wenig auf. Wer sich den Film ansieht sollte nicht zu Hohe Maßstäbe ansetzen an Tiefe und Spannung, sowie schauspielerische Leistung der Nebendarsteller.

Zitat des Tages

Sie wollen ein Schiff gegen Winde und Ströme segeln lassen, indem Sie unter Deck ein Feuer anzünden? Ich habe keine Zeit mir solche einen Unsinn anzuhören.

Napoleon an Robert Fulton

Veröffentlicht in schon aufgeschnappt. Schlagworte: , , , . 3 Kommentare »

Statistiken

Neulich hatten wir das Thema ja schon in diversen anderen Blogs. nun möchte ich mich dazu auch äußern.

Hier nun mal die häufigsten Suchbegriffe die zu meinem Blog führten:

kader loth 4,501
loth 89
kader loth sexy 73
„kader loth“ 62
sexy kader loth 44
kadar loth 43
kader loht 42

Das geht noch eine Weile so weiter. Wenn man bedenkt, dass ich nur ein einziges Mal über die Dame schrieb und zwar darüber, dass ich mich niemals mit ihr paaren würde und das auch schon Monate her ist, ist das eine ziemliche Ausbeute. Noch heute verschlägt es Leute immer wieder auf meine Seite, was mich zu dem Verdacht führt, dass da jemand künstlich gegoogelt wird. Wobei das nicht auf alle Anfragen anzuwenden ist.

Ich amüsiere mich immer wieder köstlich über Besucher die Informationen über diese Frau suchen auf meiner Seite. Denn fündig wird man nicht und wie ich schon andeutete glaube ich, dass täglich diverse Bots durchs Netz geistern um anzuregen häufiger ein Augenmerk auf sie zu richten um mehr Klicks zu bekommen. Ist einem also eine gute Statistik wichtig, dann unbedingt mal das Thema anschlagen. Und sei der Zusammenhang auch noch so banal.

Lieber sind mir natürlich die echten Besucher. Die die bleiben und wirklich lesen und die auch wiederkommen und einen Kommentar hinterlassen.

 

Get Smart – Filmkritik

Mel Brooks schlägt wieder einmal zu und bringt eines seiner Paradewerke auf die Leinwand. Die Kinoadaption der erfolgreichen 60er Jahre Serie „get Smart“, die in Deutschland unter dem Namen „Mini Max“ bekannt wurde, ist eine Hommage an alles was Maxwell Smart alias Agent 86 jemals erlebt hat.

Mittlerweile ist es 43 Jahre her, dass man zum ersten mal miterleben durfte wie Don Adams (Agent 86 und Barbara Feldon (Agent 99) als Agenten des Geheimdienstes CONTROL gegen die terroristische Vereinigung KAOS ins Feld zogen. Dabei bediente die Serie sämtliche Klischees, die damals einen Agenten ausmachten und zog sie auf herrliche Weise ins Lächerliche.

Der heutige Agent Smart wird von Steve Carell (Anchorman) dargestellt und statt Barbara Feldon steht ihm die hinreißende Anne Hathaway (Der Teufel trägt Prada) zur Seite. Der etwas vertrottelte Maxwell Smart bemüht sich zu Beginn des Films einen Status als Außendienstagent zu erwerben, als KAOS zuschlägt und die Zentrale von CONTROL in Schutt und Asche legt. Schnell wird klar, das KAOS alles weiß um der Geheimdienstorganisation den Gar auszumachen. Überall auf der Welt fallen Agenten Attentaten zum Opfer.

Das führt dazu, dass der Chief von CONTROL (Alan Arkin – Little Miss Sunshine) sich gezwungen sieht erfahrene Männer wie Agent 23 (Dwayne Johnson – Walking Tall) aus dem Außendienst gezogen werden und dafür ein frisches Gesicht mit der Rettung der freien Welt beauftragt wird. Die erfahrene, aber mit einem neuen Gesicht ausgestattete Agentin 99 ist nicht begeistert davon, dass sie einen so unerfahrenen Agenten an die Seite gestellt bekommt. Doch schon bald nimmt das Schicksal für beide ihren Lauf und das altbekannte Gefüge zwischen den beiden Agenten ist wieder hergestellt.

Get Smart ist kein Film für Verächter von Slapstick. Der klassische „Football in die Leisten (Homer Simpson) Humor“ kommt in diesem Film nicht zu kurz, wird jedoch auch nicht überbewertet. Wo andere Filme dadurch versuchen zu glänzen, dass sie mindestens 2 flache Pointen innerhalb einer Minute bringen, geht Get Smart lieber ein wenig auf Atmosphäre und begeistert durch einen modernen und ruhigen Maxwell Smart. Nichtsdestotrotz kommt Smart immer wieder in Situationen in denen er würdevoll als Esel dasteht.

Doch alles in allem ist der Film ein würdiger Nachfolger der Erfolgsserie. Man versucht nie genauso zu sein, doch wird auch nie etwas völlig anderes gemacht. Steve Carell sieht so aus, als hätte er sich nur darauf vorbereitet Don Adams zu ersetzen. Liebevoll werden kleine Sachen inszeniert um dem vertrauten Zuschauer etwas Bekanntes aus alten Tagen zu liefern, während der unbedarfte Neuling nicht negativ über diese Insider stolpert. So schwingt sich der Agent einmal klassisch in einen Sunbeam oder benutzt ein Schuhtelefon. Auch ein sehr schöner Joke der Serie war für mich der „Cone of Silence“ der ebenfalls das 21. Jahrhundert erreichen konnte.

Auch kleinere Auftritte bekannter Schauspieler krönen das Erlebnis dieses Films. So sehen wir in einer Szene Bill Murray oder aber Bernie Kopell, den ehemaligen Schiffsarzt des Love Boat.

Technisch hat man sich ebenso bemüht die moderne Welt mit dem bekannten Bild der Serie in Einklang zu bringen. Die modernen Effekte kommen dabei herrlich bunt rüber um sich nicht zu sehr vom restlichen Szenario abzuheben.

Rundum liebevoll ist der Film alles was das Herz eines Slapsticks oder Mini Max Fans begehrt. Eine solide Story mit dem richtigen Tempo und dem klassischen Gespür für Witz. Dabei wird jedoch das Genre natürlich nicht neu erfunden und auch zu viele neue Akzente wird es nicht geben.

Trotz kleiner Schwächen ist der Film als ironische Action-Komödie zu empfehlen.

 

Mal wieder ich

Veröffentlicht in Schon - ung. Schlagworte: , , . 8 Kommentare »

Falschparker

Ich weiß gar nicht was mich mehr ankotzt. Die Tatsache, dass sich ein Mensch mit seinem Auto einfach mal so wie auf dem Foto hinstellt und direkt hinter einer Kreuzung am Kieler Hauptbahnhof mit seinem Heck noch in eine Fußgängerampel rein ragt, oder die Tatsache, das ein Großteil von meinem Freundeskreis meint, dass das doch völlig normal ist und das man selbst auch so parken würde, wenn man denn Lust dazu hat.

Direkt in diesem Zusammenhang wurde mir dann noch kurz vorgebetet, dass ich wohl noch nie in einer Großstadt war. Da würde man schließlich immer so parken müssen, damit man überhaupt einen Parkplatz findet. Und ein Knöllchen ist ja auch nicht so schlimm.

Ich selbst hätte das Auto abschleppen lassen, da es in meinen Augen sogar Verkehrsgefährdend ist. Das merkte ich auch an woraufhin natürlich der Aspekt ins Spiel gebracht wurde, dass ich nur neidisch bin, weil ich mir nie in meinem Leben ein solches Auto leisten kann.

Es gibt für jede Aussage natürlich ein Totschlägerargument.

Ich jedenfalls finde diese Art zu parken asozial und gefährdend. Da lass ich mich dann doch auch gern als Neider und provinziell abstempeln.

 

SO!

Telekom Werbekampagne mit Paul Potts – Nessun Dorma

Es ist jetzt wohl etwas mehr als ein Jahr ins Land gegangen seitdem sich der Handyverkäufer Paul Potts bei „Britain’s got Talent“ in die Herzen der Briten sang und sich über Youtube und andere Portale dieser Name wie ein Wirbelwind um die Welt verbreitete.

Schließlich war sein Auftritt bei diesem Wettbewerb das gelebte Beispiel vom hässlichen Entlein, das sich als Schwan entpuppte. Der Mann sieht nicht wirklich besonders aus. Wirkt ein wenig introvertiert und zurückhaltend und verwandelt sich innerhalb von Sekunden in einen Feuersturm an Emotionen. Ein Sturm, der die Insel eroberte und klassische Musik in den Ohren der normalen Menschen ein wenig interessanter machte.

Wann hatte zuletzt klassische Musik im Primetime Unterhaltungsprogramm für Standing Ovations gesorgt.

Paul Potts kann all das möglich machen.

So ist es auch wenig erstaunlich, dass dieser Mann letztendlich auch die Staffel gewann. Die Konkurrenz wurde weggewischt von dem Enthusiasmus.

Und nun schleicht sich eben dieser Beitrag in das deutsche Fernsehen. Generell freue ich mich darüber ab und zu mal dieses Video, das ich vor einem Jahr schon mehrmals im Internet ansah, präsentiert zu bekommen.

Doch wurde es in eine Werbung gepfercht. Eine Werbung, die einzig und allein dazu dient das Image des T-Com Konzerns zu polieren. Doch statt mich darüber bedingungslos zu freuen stößt mir genau das übel auf.

Zum einen hat sich die Telekom in den letzten Jahren nie sehr mit Ruhm bekleckert und schmückt sich jetzt hier mit fremden Federn um wieder mal mehr Schein als Sein zu präsentieren. Stattdessen sollte man mal intern die Ärmel hochkrempeln und für ein nachhaltig gutes Image sorgen.

 

Dann kommt natürlich noch die Ernüchterung hinzu. Um mit großen Emotionen aus einer Casting Show zu spielen muss das deutsche Fernsehen auf die Insel schielen. Denn das was hierzulande durch die Castings geschwemmt wird ist bisher niemals auch nur annähernd an dieser Klasse gewesen. Man hätte keinen Vergleich gehabt aus eigenen Landen.

Dabei bin ich noch nicht mal großer Fan von Klassik. Da wäre zum Beispiel Mareike die größere Expertin. Ich gehöre eher zu der tumben Masse, die sich von Emotionen gern mitreißen lässt.

Wenn ihr euch also von Paul Potts und dem Stück Nessun Dorma bezaubern lassen wollt, dann wählt dieses Video doch lieber. Dort wird euch nicht vorgespült, dass der Telekom Konzern die erste Wahl für große Emotionen ist.

Na? Wie ist das Wetter bei euch?

Apotheken Marathon

Ich bin auf der Suche nach einem Medikament. Dazu denke ich mir, dass ich in einer Apotheke eigentlich wirklich gut beraten bin.

Also nehme ich den Telefonhörer in die Hand und rufe bei der Apotheke meiner Wahl an. Vorher habe ich jedoch einfach mal im Internet recherchiert, was das Produkt da denn so kosten mag als Vergleichswert sozusagen. Doch dazu komme ich später.

Die Apothekerin nimmt ab und meldet sich sehr freundlich.

„Guten Tag. Mein Name ist Schonzeit. Ich hätte gern Medikament XYZ.“
„Oh das tut mir sehr Leid. Den Artikel führen wir nicht und können den aufgrund unserer Sortimentierung auch nicht bestellen. Auch in unserer Partnerapotheke (Apothekenname) werden sie leider keinen Erfolg haben.“

Hiernach werden die üblichen Höflichkeitsformeln ausgetauscht und das Gespräch endet. Schnell, freundlich, kompetent. So möchte ich das haben. So bekam ich es, auch wenn das Ergebnis natürlich negativ war. Nächstes mal wenn ich was suche, dann wende ich mich jedoch sicher wieder an diese Dame.

Apotheke 2

Diesmal bin ich persönlich vor Ort.

„Guten Tag. ich hätte gern Medikament XYZ.“
„Das führen wir nicht.“
„Können sie es denn bestellen?“
„Da müsste ich mal nachsehen.“
(Ich bin kein Mensch der auf „Da muss ich mal nachsehen herumreitet, aber müsste ist für mich Arbeitsverweigerung. So sah die Dame auch aus, als wenn sie hoffen würde ich halte sie davon ab nachsehen zu müssen.)
„Ja. Tun sie das bitte.“
„Ja wir können das für sie bestellen. Kostet dann 45,95 €“
„Im Internet habe ich das selbe Medikament für 17 € inklusive Porto und Verpackung gesehen. Wie erklären sie, dass das Produkt bei ihnen 3 Mal so teuer ist?“
„Das hängt damit zusammen, dass wir in unseren Preis natürlich die Lagerhaltung mit einkalkulieren.“
„Lagerhaltung? Sie sagten mir doch gerade, dass sie den Artikel gar nicht listen und den extra für mich bestellen. Da kann doch keine Lagerhaltung entstehen.“
(Zufällig weiß ich auch, was der Artikel in anderen Apotheken kostet, die allerdings räumlich 40 km entfernt sind)
„Nun werden sie mal nicht frech.“

Da war ich baff und habe mich ungläubig grinsend freundlich verabschiedet.

Apotheke 3

„Guten Tag ich hätte gern Medikament XYZ.“
„Das haben wir einmal im Original von der Firma Blafasel oder aber von (Beliebiger Billighersteller).“
„Wie viel kostet mich das Original Produkt denn bei Ihnen?“
„Das liegt bei uns bei 25,60 €.“

An dieser Stelle setzt der Verkaufsabschluss ein. Es geht doch. Der Artikel in Kiel war dadurch sogar noch 30 Cent günstiger (im Normalpreis) als dort wo ich das Medikament bisher immer bezogen habe. Ein angemessener Preis für das Produkt in meinen Augen. Denn natürlich sehe ich Lagerkosten und Personalkosten als Faktoren im direkten Verkauf ein, aber es soll auch gern im Rahmen bleiben. Und wir reden hier schon davon, dass der selbe Artikel 50 % teurer ist. Eine Preissteigerung von 300 % jedoch wollte nicht so ganz in meinen Kopf hinein inklusive der Erklärung der Dame aus Apotheke 2.

Apfeltraum

Da spricht zu mir in meinem Traum

Ein Apfelbaum, man glaubt es kaum

„Ich bin vom Äpfeltragen platt,

schließlich trag ich Äpfel satt.“

—————————–

Er wirft mit seiner vollen Kraft

die Äpfel von den Ästen

Der Boden macht aus ihnen Saft

wahrscheinlich Beckers Besten

—————————–

Im Saft da liegt ein Würmchen klein

flucht vor sich hin „Das darf nicht sein!

Jedes Jahr um diese Zeit

Ist der Baum das Tragen Leid.

—————————–

Dabei weiß die dumme Sau,

das ich hier wohne. Ganz genau!

Und dennoch wirft er Mann und Maus

und mich mitsamt dem Haus raus.“

—————————–

Man windet sich und baut ein Haus

nach Ruhe steht dann nur der Sinn

Von oben da schmeißt man dich raus

da ist doch wohl der Wurm drin.

—————————–

 

Veröffentlicht in schon am Schreiben. Schlagworte: . 7 Kommentare »

Sonne und Mond

Die Augen mondscheinstrahlend hell

ein Tor zur Seele weich und warm.

Bewölken sich so rasend schnell

suchen einen starken Arm

Suchen Schutz und Geborgenheit

hilflos flüchtend vor dem Regen

der stumm fällt auf die Einsamkeit

finden rettend den Segen

Den Arm der sie vor allem schützt

der sie errettet mit der Zeit

der sie bei allem unterstützt

den Blick wieder klar und weit

Kein Wetter trübt das Strahlelicht

sie funkelt klar wie Diamant

Zur Sonne wird nun ihr Gesicht

Liebe fest drin eingebrannt.

Veröffentlicht in schon am Schreiben. Schlagworte: , , , . 7 Kommentare »

Hancock

Wenn man an Superhelden denkt, dann sind es in der Regel strahlende Gestalten, die ein geregeltes Leben haben und nebenbei als Hobby quasi die Welt immer wieder vor den dazugehörigen Superschurken retten. Natürlich gibt es in der Comicwelt auch Ausnahmen von dieser Regel, doch fristen diese im Kino in der Regel immer ein Schattendasein.

Hancock ist eine dieser Ausnahmen. Er trinkt, er stinkt, er flucht und hat eine ziemlich Gleichgültige Haltung fremdem Eigentum gegenüber. Sein Kostüm ist das was er grad am Körper trägt und meist ebenso wie er ziemlich runtergekommen aussieht. Bei seinen immer wieder gut gemeinten Aktion entstehen nicht selten größere Schäden als sein Eingriff überhaupt verhindern soll.

Er lebt ohne Wissen über seine eigene Herkunft. Nur grob kann er sich entsinnen bereits 80 Jahre so vor sich hin zu leben. So stolpert dieser arme Superheld von Tag zu Tag und erträgt sich wahrscheinlich selbst am wenigsten. Die Leute in L.A. hassen ihn und wünschen Hancock weg oder am liebsten in den Knast. Doch das sieht dieser natürlich so gar nicht ein und rüpelt lieber noch etwas mehr in der Gegend rum.

Eines Tages rettet Hancock auf seine eigene Art den PR Berater Ray vor dem sicheren Tod. Dieser macht sich daraufhin daran das Image des Helden aufzupäppeln und freundet sich mit ihm an. Rays Frau hingegen ist gar nicht begeistert davon grad diesen Kerl in ihren eigenen vier Wänden begrüßen zu müssen.

Doch alles kommt anders als es scheint. Hancock geht konsequent seinen Weg mit Ray zusammen und kommt dabei an ungewohnter Stelle dem Geheimnis seiner eigenen Identität ein Stück näher.

Hancock ist ein untypischer Film. Er hat einen Antihelden als Hauptfigur und wendet sich mitten im Geschehen zu einer völlig anderen Geschichte. Ein wenig Actionkomödie, ein wenig Action, ein wenig Tragik. Alles ändert sich. Das Tempo und das Timing und auch der Schwerpunkt des Films.

Einzig stetes Leitmotiv des Films ist die Entwicklung des Protagonisten von einer stetigen Belastung für sich und seine Umwelt hin zu jemandem der Verantwortung für sich und seine Umwelt übernimmt.

Bei dem Versuch einen überraschenden Film zu machen schlägt der Film durchaus ab und zu über die Stränge. So enttäuscht Hancock all die Leute die sich leichtes lustiges Popcorn Kino erwarten mit dauerhafter Action ohne viel Verstand. Nach knapp einer Stunde verlässt Hancock diesen Pfad und folgt einem teilweise sehr schwer zu verdauenden Weg aus der Misere der Existenz des Helden heraus.

Der Brückenschlag ist dennoch gelungen, wenn man bereit ist sich auf die Situation einzulassen und sich nicht zu sehr an den vorgefertigten Dimensionen eines Films festhält.

Hancock hat sehr schöne und auch leichte Momente. Ist aber für den typischen Action Fan schwerer zu verdauen als von den Trailern her zu erwarten war.

Die Effekte sind gut aber nicht überragend. Schon daran ist zu merken, dass Hancock seinen Fokus auf die Darsteller legt. Hier kann vor allem Will Smith mal wieder intensiv punkten. Dieser verkörpert John Hancock glaubwürdig und mehrdimensional.

Das aus Hancock kein großartiger Film geworden ist, hängt wahrscheinlich hauptsächlich daran, dass die Produzenten sich mit zu vielen verschiedenen Aspekten auseinandersetzen wollten. Das alles ist zu viel gewesen für diese Story oder die Art wie man an sie herangegangen ist.

Und doch ist Hancock das was er sein möchte. Ein etwas anderer Superheldenfilm, der nicht nur Augenschmaus ist.

Neulich bei Media Markt

Als ich neulich in einem nahegelegenen Gewerbegebiet beim Mediamarkt war, hatten die grad eine Promotion am Laufen bei der überschminkte halbnackte Hupfdohlen Autos nass machten und so taten, als würden sie diese Waschen. Das männliche Testosteronpublikum stand gebannt daneben und versuchte den Speichelfluss unter Kontrolle zu halten während man dabei zusah wie diese nicht wirklich hübschen Mädels versuchten (Betonung liegt auf Versuch) sich lasziv an den Autos zu vergehen.

Eine extrem peinliche Situation, die bei mir dazu führte, dass ich fast im Kreis grinsend das gesamte Szenario begutachtete. Schön war zu beobachten wie abwesend manche Kerle versuchten die Kurven der Frauen allesamt nickend zu bewerten.

Und die Damen hatten eine Menge davon. Ein Mann neben mir sprach diesbezüglich großzügig von einer Kraterlandschaft oder Hubbelpiste und ich konnte mir nicht verkneifen wie ein amerikanischer Astronaut versuchen würde eine Flagge auf dem Gesäß einer der Tussis zu platzieren.

Schön war auch, dass nach der SHOW die Mädels erst mal schön von der Seite angequatscht wurden von Typen, die mehr Gel im Haar als Hirn im Kopf hatten.

In diesem Zusammenhang wurde dann auch der amüsanteste Moment des Tages in meiner Nähe akustische Wirklichkeit.

„Seit wann bist du Promoterin?“

„Ich bin keine Promoterin. Ich bin Model.“

Ich muss nicht extra erwähnen, dass in dem Ton einiges an Einbildung mitschwang und die Kleine tat mir plötzlich leid. Vor allem weil ich sie nicht mal für eine Promoterin gehalten hätte.

Verschlusssache

Neulich soll ich während einer Feierei in meinen Räumlichkeiten eine Flasche Prosecco öffnen. Ich lege meinen Korkenzieher bereit und bastel an dem Flaschenhals rum, der von diesem üblichen Flaschenhalsetikett verdeckt ist. Drunter erwartet mich ein….

Kronkorken.

 

Mag ja sein, dass das mittlerweile recht normal ist, aber für mich brach ein klein wenig eine Welt zusammen.

Schnell den Flaschenöffner gezückt schmeckte das Gesöff in der Flasche aber dennoch ganz lecker. Ich kann mich an diese Neuerfindung der Leichtigkeit vielleicht gewöhnen.

Veröffentlicht in Schon - ung. Schlagworte: , , , . 6 Kommentare »

Produkttest – Tillmann’s Toasty

Man kennt ja diese Werbung. Da kommt ein Typ bei ‘ner Schnitte an, die sich grad so ein Toastkachelteil aus dem Kühlschrank geangelt hat und fragt: Kann ich auch so ein Schnitzel haben?

Unsichtbare Kräfte katapultieren den Kerl daraufhin einfach mal durch die Decke und platzieren ihn recht unsanft im Garten, während eine Stimme aus dem Off in typischer Fishermans Friend Manier sagen, dass man dieses Toastteil nicht Schnitzel nennen soll.

Heute konnte ich nicht anders und habe mir das Zeug mal gekauft. 2,50 € für 4 solche Teile. Ein absoluter Wucherpreis. Dafür muss das alles aber schon wirklich Weltklasse schmecken.

Also ab nach Hause und zwei dieser Dinger mal eben in den Toaster gedrückt. Ein paar Minuten später versucht genauso wie in der Werbung in der Hand zu halten. Geht nicht. Ist labberig.

Na egal. Schmecken wird es bestimmt. Tut es nicht. Ist ….. irgendwie… Ich kann nicht mal sagen, was mich daran stört. Es ist irgendwie langweilig würde ich sagen.

Und so bin ich mir sicher, dass dieses Zeug zum letzten Mal bei mir zu Hause gelandet ist. Und Schnitzel werde ich es auch nicht nennen. Schnitzel ist nämlich lecker.