Müller Milch – So ein Käse

Es gibt momentan wirklich großartige Werbungen im deutschen TV, doch habe ich ausnahmsweise nicht die Muße um darüber zu schreiben. Aber wenn mir etwas gegen den Strich geht, dann finde ich immer genug Energie um mich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Auf der einen Seite steht Angelo. Der Italiener aus der Nescafe Werbung, der Frauen mit einem Tässchen Kaffee willenlos macht bevor sie herausfinden, dass er in Wirklichkeit nicht die Dröhnbacke ist, die die Lady zuparkt. Grund dafür ist, dass Angelo gar kein Auto hat.

Auf der anderen Seite Egon Wellenbrink. Der Melitta Mann himself. Der Mann, der uns in zweiter Generation das Froopgör bescherte und Menschen wie mir das Gefühl gab, dass Kaffee Trinker permanent grinsen müssen, egal was passiert und super entspannt auch noch nach 3 Kannen von dem schwarzen Gebräu aus der Wäsche schauen.

Beide schauen sich an und stellen fest: Du bist doch der Typ aus der Kaffee Werbung

Und alles nur, weil Müller jetzt auch so schmeckt wie das Zeug was vor ewigen Jahren mal von den beiden beworben wurde. Oder weil das Froop Gör ihrem Opa nen Werbevertrag zugeschanzt hat. Wie auch immer das gegangen ist.

9 Antworten zu “Müller Milch – So ein Käse”

  1. Schaps Sagt:

    Ah! Di aus der Froopwerbung ist echt super schlimm! *kreisch*

  2. Schonzeit Sagt:

    Das kommt davon wenn Opa permanent Melitta Kaffee in seine Gene mischt.

  3. lrnews Sagt:

    Aber… so erkennt man sich wenigstens wieder.

  4. Daniela Sagt:

    Hm. Die Froop-Werbung ist tatsächlich das grausamste, was mir bisher im TV untergekommen ist. Auch klasse, wenn sich dauernd irgendwelche Beinahe-Experten dazu herablassen, mir zu erklären, dass es egal sei, WIE man ins Gespräch käme (also auch negativ). Da das Froop-Zeugs aber auch noch massig Kalorien mit im Gepäck hat, kauf ichs nicht, auch wenn ich von der Froop-Göre spreche.

    Die Müller-Werbung finde ich allerdings tatsächlich sehr wohltuend. Menschen aus dem Werbefernsehen meiner Kindheit (als Werbung noch von meiner Mama mit einem: “Ah, da gehen die Umsätze wohl schlecht, müssen Werbung machen.” kommentiert wurde) stehen vor einem Kühlregal und kaufen ein Milchprodukt. Keine grellen Farben, tiefe Dirndlausschnitte oder andere dumme Effekte.
    Ich hab mich gefreut, die beiden zu sehen.

  5. Daniela Sagt:

    Ach ja, ich denke, die ist von der Mutter versaut – Frau Wellenbrink junior wollte damals ja unbedingt die erste sein, die ihr Kind live im TV zur Welt bringt, und weil das damals keiner senden wollte, schickt sie uns ihr Kind eben jetzt auf den Hals.

  6. buchstaeblich Sagt:

    Müller-Produkte? Eher verdurste ich.

  7. Schonzeit Sagt:

    @Daniela

    Ich selbst mag es eher ein positives Gefühl zu haben, wenn ich was einkaufen soll. Bin da ein ganz großer “Fremdschämer”. Ich hätte mich mehr gefreut, wenn man die beiden mal für die eigenen Produkte reaktiviert hätte. Das wäre ein Knaller gewesen. Wie damals bei Clementine.

    Das die Wellenbrink uns mit ner Live Geburt verschont blieb rechtfertigt noch nicht das Fruchtalarm Gekreische der Neuzeit. Es gibt keine Gerechtigkeit im TV. :)

    @ Buchstaeblich

    So schlecht schmecken die Produkte nun auch wieder nicht und wenn es einem das Leben rettet, dann fühlt sich ein von schlechten Arbeitskonditionen gebeutelter Müller Mann bestimmt auch etwas wohler in seiner Haut.

  8. Daniela Sagt:

    Ich versteh´ den Fremdschämfaktor dabei irgendwie noch nicht, wenn zwei ältere Herren sich im Supermarkt an der Kühltheke unterhalten. Vielleicht, weil ich so lange in Supermärkten mein Geld verdient habe, da freut man sich über jeden zum reden ;-)

    Glücklicherweise hat noch niemand die Müller=Nazi bzw. Müller=Subventionsbetrüger – Keule rausgeholt *puuhh*

  9. Schonzeit Sagt:

    ja das ist jetzt etwas abstrakt. das gebe ich zu. Also. Mein fremdschämen ging in diesem Fall auf das Argument ein, dass man auch mit einem negativen Image schwarze Zahlen schreibt. Ich selbt mag mich aber nicht mit Produkten sehen lassen de ein negatives Image haben. Das war in diesem Fall gemeint.


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