Ich freue mich in der Regel, wenn Kiel überregional Beachtung findet. Nicht so sehr freue ich mich, wenn es in der Beachtung um unschöne Dinge wie Tierquälerei geht.
Überraschend schnell fand der Prozess gegen Christine W. ein Ende mit einem Urteil, das vielerorts als zu milde angesehen wird. 150 Sozialstunden hat die verurteilte Ausbilderin abzuleisten und darf in den nächsten 4 Jahren auf Bewährung nicht auffällig werden. Ansonsten geht sie ohne weitere Verhandlung für 1 Jahr und 9 Monate ins Gefängnis. In den nächsten 3 Jahren ist ihr jeglicher beruflicher direkter Umgang mit Pferden nicht gestattet, jedoch darf sie privat weiterreiten und auch weiter mit Pferden handeln.
Natürlich kommt an dieser Stelle in wahrscheinlich jedem mitfühlenden Menschen unter uns für einen kleinen Bruchteil einer Sekunde der private Lynchmob zum Vorschein, der nach härteren, drakonischeren Strafen fordert. Manche gehen so weit zu sagen, dass dieses Urteil ein Schlag ins Gesicht für alle Tierliebhaber ist und quasi ein Freibrief dafür wäre in vier Jahren wieder Tiere zu quälen. Vermutlich wird es auch so sein, dass Frau W. rückfällig werden wird. Ihr Geständnis vor Gericht zeugt ja nur davon, dass ihr Anwalt seinen Job versteht und nicht davon, dass sie Reue in irgendeiner Art und Weise zeigt.
Christine W. ist Trainerin und sieht ihre Methoden durch ihren Erfolg untermalt. Sie sieht außerdem den Rest der Dressurwelt in einem ähnlichen Licht wie sich selbst. Ein Unrechtsbewusstsein kann da gar nicht entstehen. Menschlich gesehen ist das traurig. Zumindest kann man sich in diesem Fall aber sicher sein, dass andere Menschen ihr in Zukunft dieses Bewusstsein abnehmen werden.
Unbeobachtet wird sie sicher nicht sein, wenn sie ein Tier anpackt.
Doch zurück zum eigentlichen Problem. Das Urteil wird als zu milde empfunden. Das könnte daran liegen, dass Frau W. nicht ins Gefängnis muss. Das kann auch daran liegen, dass keine zehnjährige Haftstrafe oder mehr verhängt wurde.
Wenn man sich jedoch den realistischen Rahmen ansieht, in dem unsere Rechtsprechung agieren kann, dann kommen wir relativ schnell dahinter, dass die Richter sich ihren Job nicht einfach gemacht haben. Obwohl die Angeklagte geständig war hat man in dem verfügbaren Strafrahmen sehr hoch gegriffen. Dies mag damit zusammenhängen, dass auch das Gericht keinerlei Reue oder den Willen sich zu bessern sieht.
Letztendlich sagt sich jeder vernünftige Mensch, dass man der Frau wahrscheinlich für ein Leben lang den Umgang mit Tieren verbieten sollte. Doch leben wir in einem Staat, der an den Menschen an sich glaubt. Unsere Rechtsprechung ist darauf ausgelegt, dass sich ein Verurteilter bessern kann und sich wieder in die Gesellschaft einfindet. Dies setzt den Willen des Verurteilten voraus.
Das sind der Staat und das System, auf das wir jeden Tag bauen und in den Momenten wo wir Probleme haben auch hoffen. Bei emotional belastenden Themen setzt das Wissen um den Staat und seine Funktion nur gern mal aus.
Ich gebe zu, dass ich kein großer Tierfreund bin. Schon allein, weil alle Tiere die ich kenne mit Milben rumrennen, die mein Körper nicht so wirklich gut verträgt. Daher kann ich mich selbst von den emotionalen Effekten, die mich in anderen Fällen negativ beeinflussen würden leichter frei machen.
Letztendlich geht es mir darum zu sagen, dass die Richter hier nicht versagt haben. Sie haben ein weises Urteil gefällt. Sie haben innerhalb ihrer Möglichkeiten getan, was sie tun konnten.
Einzig und allein die Angeklagte selbst führt durch ihr Verhalten unseren Staat und seine Regeln ad absurdum. Sie wird wahrscheinlich rückfällig werden, wie schon frühere Berührungen zwischen ihr und dem Gesetz zeigen. Das ist schlimm und ich hoffe, dass dann wieder weise Richter zur Stelle sind und dann wieder den Rahmen der ihnen dann zur Verfügung stehenden Mittel voll ausschöpfen.
Denn ein Freibrief ist dieses Urteil in keinster Weise. Es ist ein Urteil. Es besagt, dass sie sich zu schicken hat und wenn sie das nicht tut für diese Vergehen auch noch in vier Jahren bestraft werden kann. Es besagt nicht, dass sie einen Tag später wieder loslegen darf. Nur, dass sie dann sich nochmal mit einem Gericht auseinandersetzen muss.
Ich komme eben vom Basta Konzert aus dem Kieler Schloss.
Lange habe ich überlegt, ob ich dem Merchandising Rausch wieder verfalle und dann lag sie da. Eine Tasche mit einem Basta Logo drauf. Und nachdem ich sie mir gekauft hatte und für mich extra (noch mal Sorry Jungs) die halbe Band noch mal wieder aus der Garderobe zitiert wurden, sitze ich nun seelig strahlend zu Hause und freue mich über mein kleines eigenes Stück Basta zum überall mit angeben.
Wollen wir doch gleich mal anfangen.
DA! BASTA!
PS: Konzertbericht folgt morgen denke ich.
Es mag verwunderlich klingen, aber ich werde es tatsächlich schaffen morgen im Laufe des Tages ein Bilderrätsel zu posten. Nur damit sich niemand beschwert, ich hätte nicht vorher Bescheid gesagt.
In einem wohlbekannten Land, vor gar nicht allzu langer Zeit…
Wenn mir noch vor gar nicht allzu langer Zeit jemand erzählt hätte, dass dieser Typ mit Ghettorapper DNA namens Bushido, dem momentan die fröhlich pubertierenden Teenager Deutschlands zu Füssen liegen, „Forever Young“ von Alphaville covern würde, dann hätte ich wahrscheinlich einfach nur grinsend abgewunken und denjenigen nicht mal ansatzweise ernst genommen. So weit von der Realität kann man eigentlich gar nicht abschweifen.
Wenn jemand versucht hätte, mir nicht nur die oben aufgeführte Info anzudrehen, sondern auch noch ne Schippe draufzulegen indem er behauptet, dass das Lied eingedeutscht wurde UHHHHND *finger heb* der Biene Maja Mann himself Karel Gott ihm dabei stimmlich unter die Arme greift, dann …
ja was dann?
Hätte ich den Mann einweisen lassen?
Hätte ich ihn wegen Rufmord an Karel Gott verklagt?
Hätte ich ihm einfach so mal meine Faust in die Zahnreihe gelegt?
Oder eine Mischung aus allem?
Wahrscheinlich…
Wie kann man nur Geld so nötig haben um sich sowas anzutun. Schämen Sie sich Herr Gott. (Nicht du da oben, wobei ich dir eine gewisse Mitverantwortlichkeit an dieser Situation nicht absprechen möchte)
Man bleibt nicht „Für immer jung“ nur weil man es singt. Nein. Nur dadurch, dass man etwas geleistet hat und sich im Alter nicht selbst demontiert bleibt man für immer jung.
Auf speziellen Wunsch von Bonafilia nun noch das Video. Ich übernehme dafür jedoch keine Verantwortung und distanziere mich von diesem… Dreck Mist Angriff auf die Ohren Ding
Und hier noch die Version von Karel Gott allein
Und hier dann auch noch mal die Jungs aus Hannover von Alphaville
Schon – Zeit
http://www.istschonzeit.wordpress.com
| Inhaltliche Prüfung (50%) | gut | Die Inhalte sind von guter Qualität. |
| SPAM-Prüfung (20%) | gut | Die Seite setzt nur wenig und gezielte Werbung ein. |
| Autorität (20%) | ausreichend | Die Seite ist kaum anerkannt. |
| Usability (10%) | gut | Gute Usability. |
| Gesamturteil | gut (2.4) |
Diesen Test habe ich bei Silencer aufgegabelt. Selbst durchführen kann man ihn hier. Das Gesamturteil meiner Seite ist demnach gut. Eine mildere Note, als ich meinem Geschreibsel gäbe.
Normalerweise suchen Männer nicht mit, wenn Frauen ihre Tasche verloren haben. Höchstens werfen sie mal einen wenig interessierten Blick in den nächsten Raum und stellen umgehend fest, dass die Tasche sicherlich für immer verloren ist, wenn sie dort nicht auf wundersame Weise direkt vor ihren Füssen liegt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass es ein Raum ist, der bereits von der Frau abgesucht wurde UND dass die Frau mitbekommt wie man sich aktiv an der Suche beteiligt.
Anders liegt der Fall, wenn ein Werkzeugkoffer wegkommen würde. Genetisch bedingt muss der Mann alles Erdenkliche tun, um das Geheimnis um die wertvollen Werkzeuge zu klären. Da werden Fingerabdrücke genommen und Sonderkommissionen gegründet. Kein Aufwand ist zu groß um den Lieblingsschraubendreher wieder in die Arme schließen zu können.
Interessant wird es, wenn eine Frau ihren Werkzeugkoffer verliert. Dann nämlich gerät das Gehirn des Mannes in einen Konflikt, der nicht ohne einen gewissen Aufwand an Überwindung gelöst werden kann. Hilfreich ist in diesem besonderen Fall, dass der Mann sein Spielzeug auf der Suche auspacken kann. Er muss sich einfach nur mit seinem Teleskop nachts bibbernd in den Garten stellen und den Himmel nach der Tasche absuchen.
Gagarin ging in die Geschichte ein als erster Mensch im All.
Armstrong ging in die Geschichte ein als erster Mensch auf dem Mond
und
Heidemarie Stefanyshyn-Piper geht in die Geschichte ein, als erste Frau, die ihr Täschchen im All hat liegen lassen.
Weihnachtsmarkt, oh Weihnachtsmarkt
wie lecker ist dein Glühwein.
Es gibt dich nur zur Weihnachtszeit.
Egal ob’s draussen richtig schneit.
Weihnachtsmarkt, oh Weihnachtsmarkt
ich freu mich auf den Glühwein.
Morgen abend um 18 Uhr ist es endlich soweit. Seit Wochen werden schon die Buden aufgebaut und das Verlangen nach einer leckeren Kochwurst im Brötchen oder einem „Schwarzwälder Kirsch“ wird immer größer. Die Zeit, in der man allabendlich diverse Devisen an den unzähligen Ständen verbrennt und tausende Kalorien unverbrannt anreichert.
Ah… das wird schön.
Mein Blog hat in den letzten Monaten seit Bestehen viele unterschiedliche Besucher angezogen. 50.000 Hits seit Februar 2008. Allein heute waren es dank der Ratefüchse beim Bilderrätsel fast 500 Leute.
Ihr macht mich sprachlos.
Ich freue mich immer wieder aufs Neue zu sehen, dass meine kleine Welt interessant genug ist, dass ihr hier rein schaut.
Ich möchte dennoch diesen Ausspruch meines tiefsten Danks für alles was ihr mir gebt mit einem Augenzwinkern und einem Zitat beenden.
Ich kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient.
Bilbo Beutlin
Vielen, vielen Dank.
Your Brain is 47% Female, 53% Male |
![]() Your brain is a healthy mix of male and female You are both sensitive and savvy Rational and reasonable, you tend to keep level headed But you also tend to wear your heart on your sleeve |
Wenn man dieser Tage aus dem Fenster schaut, dann vergeht einem schon mal die Lust darauf sich in das legere Sommeroutfit zu schälen. Da wird dann leider Gottes leicht mal „das kleine Schwarze“ gegen die Skianzugkombination „Antarctica“ getauscht. Nicht nur optisch in meinen Augen, sondern auch wohlfühltechnisch ein echter Rückschlag.
Um zumindest in den eigenen vier Wänden einen Wohlfühlbereich mit sommerlichen Temperaturen zu schaffen habe ich einen einfachen Basteltip für sie. Ich hab das hier schon mal vorbereitet.
Nehmen sie einfach ein handelsübliches Thermometer auf elektronischer Basis oder das Wetterportal in ihrem Handy, wie in meinem Fall, und folgen sie meiner leicht verständlichen Anweisung.
Zuerst frösteln sie sich noch mal beim Anblick der hiesigen Temperaturen und gehen zugleich frisch ans Werk.
Einfach die Einstellungen des Thermometers aufrufen, so wie hier zu sehen und mit einem einfachen Handgriff die Temperaturskala von Celsius auf Fahrenheit stellen.
Beim nächsten Blick auf das Thermometer erwarten sie angenehm sommerliche Temperaturen.
Alles was sie jetzt noch brauchen ist ein Griff zur Heizung oder im Zweifelsfall eine gehörige Portion Selbstbetrug um nicht nur in den eigenen vier Wänden dieses gewonnene Sommerfeeling zu genießen.
Nun brauchen sie nur noch ein paar gute Freunde mit der richtigen Einstellung und die Strandparty kann starten.
Wenn Franz Josef Wagner was schreibt, dann geht mir generell schon immer der Hut hoch. Dieser Mann spottet solchen Begriffen wie Polemik.
Doch heute kann ich mir nicht helfen. Wenn Wagner über Piraten von damals und heute schreibt:
Er trägt eine Ray-Ban-Brille, er hat Designer-Jeans an, er sitzt vor seinem PC, er ist ein hochprofessioneller Pirat. Er sagt: „1, 2, 3“ zum Kapitän des Tankers und alles fliegt in die Luft. Jeder Kapitän, der Chemikalien oder Öl geladen hat, dreht bei dieser Drohung bei. Es findet kein Gefecht mehr statt wie beim „Roten Korsaren“. Die Piraten von heute sind ohne Ehre, sie haben keine Buddel Rum, keinen Papagei. Die Piraten von heute sind nicht mehr romantisch. Sie sind Gangster, Verbrecher.
dann geht mir immer wieder das Wort „Klitterung“ durch den Kopf. Na klar, haben wir ein verzerrtes, romantisches Bild von Piraten. Dagegen will ich doch auch gar nix sagen. Doch wenn wir mal wirklich eine ernsthafte Aussage über Piraterie treffen sollten, dann kann man ja wohl nicht sagen, dass Piraten von früher mit wehenden Fahnen für die Ehre durch die Gewässer zogen.
Oder um mich kurz zu fassen:
ARRRRRRRRRRRRRR!
Irgendwo in Mittelamerika kam eine Stadtverwaltung auf eine großartige Idee. Geplagt von etlichen biologischen Tretminen auf den Bürgersteigen beschloss man die Bussgelder für Hundehaufen anzuheben. Erfahrungsgemäss bringt das nicht viel. Auch in diesem Fall schaute man in die Röhre und wurde der Lage nicht wirklich Herr.
Doch dann kam die rettende Idee. Jeder Hundebesitzer muss zukünftig eine DNA Probe seines Tiers abgeben. Wenn ein Hundehaufen unangenehm auffällt, dann wird einfach schnell ein DNA Test gemacht und der Schuldige identifiziert. Nun gibt es nicht nur ein hohes Bussgeld, sondern auch noch eine fast definitive Sicherheit erwischt zu werden.
Laut einem Bericht sollen die Tretminen seit Einführung dieses Konzepts zu fast 70 % zurück gegangen sein. Ein wahres Paradies für Schuhsohlen.
Und wer jetzt denkt, adss es sowas nur weit weit weg gibt, der soll sich mal umschauen. Auch in Deutschland findet diese Idee immer mehr Anhänger und immer mehr kleine Testareale.
Nahtlos schließt „Ein Quantum Trost“ an die Ereignisse des Vorgängers „Casino Royal“ an. James Bond (Daniel Craig) hat seine Geliebte Vesper verloren und sinnt nun auf Rache. Den mysteriösen Mr. White (Jesper Christensen) im Gepäck ist James Bond auf der Flucht vor der Geheimorganisation, die für alle Ereignisse aus dem Vorgänger verantwortlich ist. In einer rasanten Jagd schafft es Bond seinen Widersacher dem Verhör durch den MI6 zu überstellen.
Doch ehe aus White Antworten herausgeholt werden können wird das Verhör durch einen abtrünnigen Agenten in ein Blutbad verwandelt und nur knapp überleben Bond und seine Vorgesetzte M (Judi Dench). Kurzerhand wird Bond auf den Fall angesetzt und findet sich alsbald in Haiti wieder. Hier soll er einen Informanten abfangen. Doch dieser überlebt leider nicht das Zusammentreffen mit dem Doppel Null Agenten. Dennoch kommt Bond mit seinen Ermittlungen voran. Er stolpert über die hinreißende Camille (Olga Kurylenko), die von ihrem geliebten Dominic Green (Mathieu Amalric) grad entsorgt werden sollte. Green versucht gerade einen bolivianischen Diktator wieder ins Amt zu heben und sich dadurch einiges scheinbar wertloses Land in Bolivien zu sichern. Selbst die Amerikaner fressen dem Finanzier aus der Hand und stellen sich blind, wenn es um die kriminellen Machenschaften geht. Schon bald sieht sich Bond von aller Welt isoliert. Auf sich allein gestellt verfolgt er Green rund um die Welt und erkennt immer mehr wie weit die Verflechtungen gehen.
Mit dem deutschen Regisseur Marc Forster holt man sich für den zweiten Bond mit Daniel Craig einen recht unerfahrenen Verantwortlichen, der jedoch über weite Strecken des Films der Herausforderung gewachsen zu sein scheint und dem Film sehr viel Tempo verleiht.
Craig wird hier noch kaltblütiger und distanzierter dargestellt als schon in Casino Royal. Sein Charakter wird von einer Actionsequenz zur anderen geworfen. Die Sequenzen selbst sind brillant und technisch einwandfrei, auch wenn man zu sehr auf die Kameratrends der Handshake Kamera und superschneller Schnitte setzt um Action direkt an den Zuschauer zu übertragen.
Die Handlung wirkt sehr stark auf die Erfüllung der Ziele für die Actionsequenzen ausgerichtet. Sie wirkt dabei stärker als Füllwerk als bei bisherigen Filmen aus der Reihe und tritt fast gänzlich zurück. Vielleicht ist das Problem auch, dass Amalric als Oberbösewicht eher blass wirkt gegen den jüngst verstorbenen Le Chiffre (Mads Mikkelsen) aus dem letzten Teil. Zwar tritt sein Charakter kaltblütig und extrem berechnend auf, doch fehlt ihm der Charme des Gegners.
Craig selbst stellt seinen Charakter wieder sehr überzeugend dar und dominiert den Film über weite Strecken meist schon bis zur One Man Show. Die Bindung zu den Bond Girls fehlt fast völlig. Sie sehen eher aus wie Beiwerk, die notwendig sind um der Handlung einen roten Faden zu verleihen. Auch die obligatorische Romanze, die zu einem Bond Film gehören sollte, fällt verhältnismäßig kurz aus.
Es wird an keiner Ecke des Films ein Zweifel daran gelassen, dass man sich von allem, was Bond ausmachte distanzieren möchte, auch wenn man im Laufe des Films gewaltsam in einem unnötigen Augenblick an alte Zeiten erinnert. Im Laufe der Handlung drängt sich einem einmal eine Erinnerung an „Goldfinger“ auf, die allerdings deplatziert und ohne Verbindung zu Handlung oder Handelnden wirkt.
Selbst den klassischen Satz „Mein Name ist Bond. James Bond.“ Wird man vergeblich suchen in diesem neusten Abenteuer des britischen Geheimagenten. Immer mehr wird der angekündigte Bruch mit alten Traditionen vollzogen.
Der Soundtrack von „Ein Quantum Trost“ ist ein gewöhnungsbedürftiger Angriff auf die Ohren. Der Titel an sich ist großartig und hat alles, was ein Titel für einen Bondfilm braucht. Er geht ins Ohr, verliert aber dadurch, dass die Stimmen von White und Keys nicht miteinander harmonisieren. Alicia Keys hier rauszuwerfen hätte dem Stück sicher geholfen.
Für klassische Bondfans heißt es nun langsam Abschied nehmen und sich zu entscheiden, ob man den neuen Weg mitgehen möchte. Ein Erfolg wird die neue Art von Bond jedenfalls auch ohne Sie und ohne die klassischen Momente, auch wenn sich im Verlauf der Handlung immer wieder aufdrängt, dass man sich einen beliebigen Agentenfilm anschaut.
Dennoch ist „Ein Quantum Trost“ allein durch seine technische Überlegenheit ein lohnender Film.
Für den Bond Fan, der den Dalton Streifen in den 80ern viel abgewinnen konnte, ebenso wie für den generellen Actionfan könnte „Ein Quantum Trost“ der Film des Jahres sein.

Nehmen wir an, man hätte ein Problem mit einer Sache, an der man so einfach nichts ändern kann, weil sie weit weg und nicht greifbar ist. Man kann dann natürlich sich einen Weg suchen, an das eigentliche Problem heranzukommen. Man kann aber auch werbewirksam einfach mal irgendwas unternehmen ohne Sinn und Verstand. Auf die Art und Weise würde ich wahrscheinlich Unkraut zupfen. Andere schnappen sich so mal eben eine Einstweilige Verfügung und klopfen bei wikipedia.de, wenn man schon nicht bei Wikipedia.org anklopfen kann.
Und irgendwo gibt es bestimmt noch jemanden, der jetzt stolz auf sich ist.

Ich glaub bei Film Peter hat dieser Tage irgendwer ein gestörtes Verhältnis zur Realität. Anders kann ich mir das zu Stande kommen dieses Bildes irgendwie nicht erklären. *grins*
(OK. Ich könnte es mir anders erklären, aber es wäre längst nicht so lustig.)