Der Tag an dem der Landtag Land gewinnt

Die Geschichte der Politik im schönsten und nördlichsten Bundesland Deutschlands ist eine Geschichte voller Missverständnisse.

Immer wieder meinen Politiker, dass es wichtig ist die schleswig-holsteinische Politik immer schön präsent in den Medien zu halten. Das ist ja an sich auch etwas Schönes, wenn  es denn darum ginge, dass man etwas erreicht.

Dabei denke ich in der Regel von Einigungen und neuen Gesetzen und genialen Refinanzierungsmöglichkeiten aus.

Leider ist es oftmals so, dass man unser schönes Land dadurch publik macht, dass uns wirklich mal wieder das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht. Früher musste für einen solchen Zustand ein Ministerpräsident sein Ehrenwort geben, oder sein Gegner einfach mal behaupten von nix gewusst zu haben. Heute reicht das nicht mehr aus.

Da befindet man sich eigentlich schon seit 4 Jahren in einem großen Missverständnis. Dies begann damit, dass ein paar Landtagsabgeordnete die Wahl zum Ministerpräsidenten nicht so ganz verstanden haben und der Begriff Pattex-Heide Synonym für das Scheitern einer Politikerin an den eigenen Reihen wurde.

Daraus resultierte dann auch später das große Missverständnis, dass man sich in einer großen Koalition mit Peter Harry Carstensen an der Spitze wohler fühlen würde. Stegner und Co. Hatten da ja schon lange gezeigt, dass sie nicht grad glücklich mit ihrem Partner sind.

Das aktuelle Missverständnis beruht auf der Tatsache, dass der Wähler in Schleswig-Holstein glaubt in diesem Jahr nur einmal zu wählen und den Landtag in dem schönen Bundesland zwischen den Meeren erst im nächsten Jahr wieder neu zusammenzuwürfeln.

Und sollten wir unseren Landtag mit dem Bundestag zusammen wählen hoffe ich, dass niemand missversteht, dass es sich dabei um zwei verschiedene Dinge handelt. Nur weil eine große Koalition auf Bundesebene irgendwie klappte, heißt das nicht, dass wir uns wieder erlauben können eine solche Situation ins Land zu schaffen.

Ich würde mich freuen, wenn es die Politik in Schleswig Holstein auch mal nicht in die Medien schafft. Wenn schon nicht positiv, dann bitte einfach gar nicht. Ist mir lieber. Lasst die Skandale und Probleme doch woanders. Bei den Hessen oder den Bayern. Es ist ein Missverständnis, dass wir Wähler wollen, dass ihr der Republik immer wieder zeigt, was Land Unter eigentlich bedeutet.

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