Alt ist man wenn…
Verfasst von Schonzeit am Sonntag, 8.Juni 2008
… die Haare in Nase und Ohren länger und mehr vertreten sind als die auf dem eigenen Kopf.
Veröffentlicht in schon nachgedacht | Getaggt: Weisheiten | 8 Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Sonntag, 8.Juni 2008
… die Haare in Nase und Ohren länger und mehr vertreten sind als die auf dem eigenen Kopf.
Veröffentlicht in schon nachgedacht | Getaggt: Weisheiten | 8 Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Donnerstag, 22.Mai 2008
Ein Satz, der eine gewisse Magie auszuüben vermag, da man unweigerlich an ein rosarotes Nashorn denken muss. Nur wenige Menschen schaffen es sich diesem Bann zu entziehen. Doch würde ich nicht zu neidisch auf sie sein. Sie haben ihren Geist nicht besser im Griff. Sie wissen nur einfach nicht was ein Nashorn ist.
Veröffentlicht in schon aufgeschnappt, schon nachgedacht | Getaggt: Gedanken, Menschen, Nashorn, Weisheit | 2 Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Mittwoch, 2.April 2008
Wissenschaftlern soll es zum ersten Mal geglückt sein einen Embryo herzustellen mit den Eigenschaften von Mensch und Kuh. Ein Hybrid Embryo mit Eigenschaften aus beiden Welten.
Und beim Betrachten dieser Zeilen war ich ein wenig verwundert. War für mich doch schon seit ewigen Zeiten klar, das dieser Bereich der Stammzellenforschung schon über die Testphase weit hinaus sein musste.
Anders ließe sich das Auftreten mancher Mädels aus meinen damaligen Schulklassen nicht erklären. Dies musste das Ergebnis eines heimlichen Feldversuchs sein mit ungeheurer Tragweite sein.
Letztlich ist für mich der ständig zwanghafte Konsum von Kaugummi ein definitiver Beweis. Der genetische Fingerabdruck zwingt das Mädel dazu ihren Vorfahren ständig nachzueifern. Und da man ansonsten der Welt nichts zu sagen hat und doch das Maul irgendwie in Bewegung halten muss, kaut man eben mit lang mahlenden Bewegungen in die Welt hinein und freut sich seines Lebens.
Ein weiteres Indiz dafür ist das man in keinster Weise ein Problem damit hat sich Teile seiner weiblichen Anatomie von Hassan aus der Parallelklasse als krasse Euter bezeichnen zu lassen. Dabei steht heutzutage die Milchproduktion in diesem Zusammenhang doch eher an zweiter Stelle nach mehr handfesten Anwendungsmöglichkeiten.
Wenn man also davon spricht, das es erstmals gelungen ist einen Embryo mit 0,1 % Kuhanteil und dem Rest Mensch zu züchten, dann glaube ich entweder an eine Verschwörung oder daran, dass die Natur uns eben doch immer irgendwie einen Schritt voraus ist.
(via)
Veröffentlicht in schon aufgeschnappt, schon lustig, schon nachgedacht | Getaggt: lustig, Mensch, Stammzellen, Technik, Wissenschaft | 3 Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Mittwoch, 19.März 2008
Nun wollen wir auch mal die Kirche im Dorf lassen
Klar werden in China nun grad mal wieder ein paar Menschenrechte mit Füssen getreten und im Vorfeld war das auch allen Beteiligten bewußt. Man wollte versuchen durch die wirtschaftliche Subventionierung der Maschinerie Olympia die starre Haltung der Chinesen aufzuweichen.
Hat ja auch super geklappt. Die Lippenbekenntnisse der Chinesen klangen zwar fahl und hohl, aber es geht ja auch darum, dass man gesagt hat, man wolle mehr Pressefreiheit und Wahrung der Menschenrechte. Ob man das nun wirklich macht ist doch wieder eine ganz andere Sache.
So demontiert sich eine Idee selber. Die olympische Idee. Das Grundsatzding meine ich, was da mal stand. So mit Freiheit, Gleichheit und friedlicher Wettkampf zur Völkerverständigung.
Das war nämlich ursprünglich mal ein Gedanke bei Olympia. Vor der Zeit der medialen Vermarktung und der Milliarden, die ein solches Sportfest einbringt.
Jetzt könnte man natürlich anfangen sich die Frage der Glaubwürdigkeit der Veranstalter zu stellen. Doch letztlich sind auch die machtlos. Natürlich hat man den Chinesen gesagt, dass sie Olympia nur auf die Beine stellen dürfen, wenn denn auch alles besser wird. Doch was soll man machen?
Natürlich könnte man sagen: Wir spielen nicht mehr mit Euch und wollen das Olympia integer bleibt. Das würde aber auch einem finanziellen Ruin der Veranstaltung an sich gleichkommen. Ein Ausfall wäre unabwendbar. Kein Veranstalter könnte so schnell eine neue Location für ein solches Event auftreiben.
Das wissen natürlich auch die Chinesen. Damit hat man ja schließlich auch gepokert. Subventionen sind schon geflossen und können zwar zurückgefordert werden, aber auch das Spielchen kennen wir ja.
Also bleibt nur Olympia in einem Land zu veranstalten, das die Menschenrechte mit Füssen tritt, wie man von Anfang an erwartet hatte. Man begräbt einen Teil der olympischen Idee und konzentriert sich drauf, dass Menschen wie ich gebannt vor dem TV sitzen wollen um sich dem Schein des friedlichen Wettkampfs und der Verständigung hinzugeben.
Unwahrscheinlich ist, dass sich Länder finden die sagen, dass sie diesen Zirkus nicht mitmachen wollen oder das einzelne Athleten die Spiele absagen ohne dadurch finanzielle Repressalien befürchten zu müssen.
Letztendlich dreht sich auch beim Sport alles nur noch um das liebe Geld.
Veröffentlicht in schon aufregend, schon nachgedacht | Getaggt: Aufreger, China, Finanzen, Gesellschaft, Medien, Menschenrechte, Olympia, Politik, Sport, Wirtschaft | 1 Kommentar »
Verfasst von Schonzeit am Mittwoch, 28.November 2007
Lange Jahre habe ich geflucht doch grad eben ist mir beim kommentieren eines weiteren Blogs ein Licht aufgegangen. Auch bei mir soll das mal passieren und jetzt so dicht vor dem 1. Advent geht ja fast überall irgendwann mal ein Licht auf, wenn auch nicht immer im Kopf.
Konsum ist christlich. Wenn ich losziehe und für meine Lieben wie wild Geschenke kaufe bis meine Bank nur noch mit dem Kopf schüttelt, weil ich meinen Kreditrahmen bis zum Erbrechen ausgeschöpft habe, dann handele ich damit nach einem der intensivsten christlichen Grundsätze:
„Geben ist seliger denn nehmen.“
Somit bin ich ein guter Christ, wenn ich plündernd durch die nahegelegenen Ladenzeilen ziehe und Geschenke sackweise nach Hause schleppe um die Leute um mich herum damit einzudecken.
Zudem ist ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt mit den Menschen die man liebt ein sehr schön bindendes Erlebnis. Und die Wärme in einem kommt nicht nur von dem Glühwein den man literweise in sich hineingeschüttet hat. Durch den Kauf von Glühwein hilft man nebenbei auch noch anderen ihr Geld zu verdienen um zu Weihnachten christlich zu sein.
Rundum perfekt also eigentlich, wenn man sich nur mal den richtigen Blickpunkt sucht.
Solltet ihr jetzt einen Anfall von christlichem Geschenkwahn haben, dann lasse ich euch gern meine Adresse zukommen.
Veröffentlicht in schon aufgeschnappt, schon nachgedacht | Getaggt: philosophisch, Weihnachten | Keine Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Mittwoch, 28.November 2007
Dies ist eins der Themen aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“
Ein herrliches Klavierstück voll leichter Melancholie. Yann Tiersen hat dieses und noch andere Stücke für den Soundtrack des oben erwähnten Films beigesteuert und damit ein wundervolles Stück Arbeit geleistet. Dabei sind die Stücke nicht einmal direkt für den Film gemacht worden, sondern entstammen den frühen Schaffungsphasen dieses Komponisten, da er zum Zeitpunkt der Arbeit an dem Film bereits ein anderes Projekt betreute.
Neulich stieß ich bei Katrin auf diesen Clip und habe seitdem sehr häufig immer mal wieder reingehört einfach, weil es zu meiner momentanen Stimmung so herrlich passt.
Der Artikel „Tagendträume“ zum Beispiel entstand komplett unter dem Einfluss eben dieses Stücks. Dabei sagt das Stück genau das was der Film auch sagt. Eine Einfachheit, die doch virtuos und komplex ist. Ich kann sowohl den Soundtrack als auch den Film bedenkenlos empfehlen.
Schon allein wegen der herrlich tiefgründig charismatischen Audrey Tatou in der Hauptrolle als die etwas verschroben liebevolle Amelie Poulain, die auf ihre Art und Weise das Leben sieht und dann plötzlich hinter ihrer Welt eine komplett andere Welt entdeckt und immer neugieriger wird auf das Leben anderer.
Veröffentlicht in Schon - ung, schon nachgedacht | Getaggt: Film, Gedanken, Musik, Video, Youtube | Keine Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Donnerstag, 11.Oktober 2007
Wer Kiel kennt der weiß vielleicht auch, dass aktuell die Gablenzbrücke neu gebaut wird. Dies erfolgt mit viel akribischem Aufwand und natürlich nicht ohne Behinderungen des Verkehrs. Man möchte ja schließlich nicht irgendwann in der Zeitung stehen haben, dass ein Auto von einem herabstürzenden Brückenpfeiler zermalmt wurde.
Macht sich als Publicity für die Stadt so schlecht in den überregionalen Medien.
Nun kommt es dadurch in den Abendstunden immer mal wieder zu Vollsperrungen des Verkehrs unter eben dieser Baustelle. So auch gestern Abend.
Bereits an der letzten großen Kreuzung vorher direkt am Hauptbahnhof ist ein Schild aufgestellt, dass mit einem roten Kreis auf weißem Grund dem aufmerksamen Autofahrer sagen möchte, dass etwas dringend seiner Aufmerksamkeit bedarf. Anlieger frei bis zur Baustelle steht auf einem kleinen Schild unterhalb dieses großen Kreises.
Klar. Die Besucher des Cap und des Cinemaxx möchten schließlich irgendwo parken können und bis dahin ist die Straße ja auch gut befahrbar. Beim Cinemaxx Parkdeck dann ein zweiter Hinweis, wie von mir oben auf dem Bild festgehalten.
Und direkt bei der Brücke dann auch noch ein Laster der mitten auf der Straße mit Warnleuchten quer steht. Diese Indizien sollten eigentlich stutzig machen und doch wurde ich gestern Zeuge, wie sich ein PKW Fahrer versuchte an eben diesem quer stehenden LKW in die Baustelle hinein vorbeizuschleichen und von grölenden Bauarbeitern wieder zurückgepfiffen wurde.
Völlig überfordert und sichtlich verwirrt ließ sich die junge Fahrerin von den Bauarbeitern erklären, dass man es durchaus ernst meinte als man die Straße sperrte und man momentan keine Autos unter der Brücke gebrauchen kann.
Auf die freundlichen Hinweise der Bauarbeiter reagierte die nun aufgeklärte Fahrerin besonnen mit einigen Beschimpfungen und wendete dann ihren Wagen um sich wieder auf eine weiterführende Straße zu begeben.
Überhaupt entwickelte sich ein netter Jojo Effekt bei dieser Baustelle. Dadurch dass Autofahrer bis zur Baustelle fuhren und dort wendeten wurde der Verkehr „in Gegenrichtung“ von nachfolgenden Autofahrern anscheinend als Indiz gewertet, dass eine Durchfahrt unter der Brücke möglich ist weswegen sie ebenfalls bis zur Baustelle fuhren und dort wendeten und dann wieder als Signal für andere Autofahrer galten.
Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert und hatte bei meinem Spaziergang an der Hörn auf die Art und Weise ein wenig Unterhaltung.
Veröffentlicht in schon nachgedacht | Getaggt: Autofahrer, Kiel, Schilder, Schon komisch | Keine Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Mittwoch, 12.September 2007
Der gute Herr Schäuble ist der Meinung, dass Rechner online durchsucht werden dürfen, damit man noch früher sehen kann, was für Verbrecher in Deutschland ihr Unwesen treiben.
Nun muss dieser Trojaner aber ja auch erstmal eingeschleust werden. Mit Mails wie „Schäuble nackt“ oder „ Merkels Dessous“ wird man da bestimmt nicht weit kommen und sich andere Anhänge suchen mit denen man die Verdächtigen ködern kann von unbekannten Absendern Mails zu öffnen. Wie wäre es mit „Unbedingt öffnen wenn sie ein harmloser Bürger sind, sonst schicken wir das SEK.“ Ist zumindest mal eine Aufforderung, bei der der durchschnittliche Verbrecher erstmal die Varianten abwägt.
Letztendlich aber ist ein Trojaner nur so gut wie seine Programmierer, was zu der frage führt: Macht sich ein Programmierer eigentlich strafbar, wenn er in einer Antivirensoftware eine Erkennungsroutine für den Bundestrojaner implementiert?
Darf ich mich schützen gegen die Bundesspionage oder mach ich mich mit dem Besitz eines Spyware Programms dann in Zukunft schon strafbar?
Doch auch den anderen Standpunkt möchte man gern mal sehen. Kann ich auf der anderen Seite einen Spyware Hersteller verklagen, wenn Herr Schäuble nachts auf meinem Rechner wütet und sich meine Privatbilder ansieht?
Ich denke wir sollten alle mithelfen Deutschland sicherer zu machen. Immer schön Mailanhänge von unbekannten Absendern öffnen, weil sich ja der Bundestrojaner dahinter verstecken könnte in Zukunft und immer einen Wohnungszweitschlüssel beim Innenministerium abgeben, damit eine Offline Durchsuchung auch ohne vorherige Bitte den Schlüssel zuzuschicken möglich ist.
Veröffentlicht in schon ausgedacht, schon lustig, schon nachgedacht | Getaggt: ausgedacht, BRD, Datenschutz, lustig, Medien, Spionage, Trojaner | Keine Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Dienstag, 21.August 2007
Die Tür zu dem Büro ist verschlossen. An der Klingel steht kein Name. Nur in der Scheibe klebt ein Zettel mit schnell angefertigtem Schriftzug und einigen Wordartelementen. Der Firmenname wird darauf präsentiert in Farbe. Man scheut ja weder Kosten noch Mühen. Das Tesafilm tut sein Übriges zum Eindruck.
Wenn es nicht noch die lustige Clipart Figur auf dem Bogen Papier schon getan hätte. Späht man durch die Tür, so hat man sofort den Eindruck eine seriöse Firma vor sich zu haben. Der Raum dahinter ist nämlich komplett leer. Nach einiger Zeit kommt eine Bewerberin aus dem Gebäude und somit steht die Tür offen. Die Chance nutzend stürmt man das Gebäude. Die Treppe hoch kommt man in einen Bereich, wo eine Sekretärin in einem Büro sitzt und schnell Formulare zur Beschäftigung aushändigt. Mächtig viel Farbe im Gesicht und Kaugummi kauend untermalt sie fein säuberlich das was man jetzt schon weiß. Das hier ist nicht schön. Das ist blutige Realität, wie sie bei verzweifelten Menschen bestimmt oftmals Wirklichkeit wird.
Eine schriftliche Bewerbung brauchte man nicht. Nur einen Lebenslauf und den braucht man eigentlich auch nicht, da man an dieser Stelle alles noch mal handschriftlich auf das Formular pinselt. Immerhin gibt es in diesem Büro Gebäude einen Warteraum. Ein Sofa, ein paar Stühle und zwei Stehtische. Alles schön in rot gehalten und mit Zeitschriften ausgelegt und einigen Plastikbechern mit dem guten Aldi Wasser daneben stehend.
Dann kommt eine Bewerberin nach der nächsten an die Reihe. Man wartet ungeduldig, während einem aufgeht, dass man sich gar nicht bei der etikettierten Firma vorstellt, sondern bei einer viel Größeren Firma. Einer Firma, die mir sofort Chuck Norris als „Walker Texas Ranger“ in den Kopf ruft. Dieser sieht mich an und dreht die Welt unter sich, so dass es erscheint er würde den Kopf schütteln.
Stattdessen schüttele ich den Kopf um aus der Lethargie meiner Tagträume zu erwachen. Ich bin noch immer hier und nichts hat sich verändert. Die Situation ist ähnlich trostlos wie die Wände an denen nur die zehn goldenen Regeln der Firma hängen für die ich mich eigentlich bewerbe.
Nach einiger Zeit kommt dann das Gespräch und die Gewissheit. Alles was man will ist einen Menschen der Klinken putzt. Einen der von Tür zu Tür geht und gegen eine geringe Provision für andere Gewinn erwirtschaftet. Man möchte Menschen haben die nicht lange Überlegen und am liebsten auch gar nicht dazu in der Lage sind.
Das drückt der freundliche Mensch mir gegenüber aus, als er eine Werbeansprache für die Firma runterleiert in einer Geschwindigkeit, die bei einem Kassettenrekorder dazu geführt hätte, dass er in Reparatur oder aber gleich auf den Müll gegangen wäre.
Zwischenfragen sind nicht so wirklich erwünscht. Er fragt zwar immer wieder ob ich fragen hätte, aber nur rhetorisch. Eigentlich ist er noch mitten drin in seiner Werbung. Die Stirn legt er immer wieder in Falten. Ist er überzeugt von dem was er tut? Er ist auf jeden fall erzeugt davon, dass er Geld bekommt, wenn ich anbeiße. Zeigt mir die großen Chancen dieses Jobs und auch, dass ich da wirklich richtig reich werde bei. Nicht, dass ich es könnte, wenn denn alles passt, sondern das ein Mann wie ich nur reich werden kann. Na klar. Zuerst schufte ich für andere und wenn ich einen Kunden bekomme, dann erhalte ich nur 30 % der Provision und die anderen 70% gehen an den Typen und seine Helfer, aber es ist kein Schneeballsystem mit dem gearbeitet wird. In einem Jahr habe ich ja sowieso meine eigene Filiale und muss mir keine Gedanken mehr machen. Dann fahre ich nur noch zu Geschäftskunden und andere Leute werden von mir dann eingestellt. Und Schwupps bin ich Manager und fahre in einem großen dicken Auto.
Mein ganzer Körper schreit nach Flucht, vor allem weil auch das Büro, das nach Chef schreien soll in dem ich sitze irgendwie verloren wirkt und man nicht nur grad erst eingezogen ist, sondern es auch so aussieht, als könne man innerhalb von wenigen Stunden auch wieder ausziehen.
Ich verlasse das Gebäude. Das einzige Auto, was noch auf dem Hof steht und nicht irgendwie zu den angrenzenden Geschäften zu gehören scheint ist ein altes rostiges Auto mit Werbeaufklebern der Firmen, die mir oben als Vertragspartner aufgezählt wurden. Ich schüttele den Kopf erneut. Nicht nur weil ich mich wundere über die Wahrnehmung dieses Mannes von eben, sondern weil ich dieses Gefühl von mir abschütteln will.
Eine grausige Kälte. Ein Gefühl von Leere und Sklaverei.
Veröffentlicht in Schon - ung, schon nachgedacht | Getaggt: Arbeit, nicht lustig, Wirtschaft | 2 Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Dienstag, 21.August 2007
Intelligenz ist eine wirklich schöne Sache. Man kann so viel mit ihr anfangen und mit ein wenig Kreativität gepaart kann die Welt ganz anders aussehen. Leider Gottes ist ein gewisses Maß an Intelligenz auch ein Fluch, wenn man sich mit Leuten umgeben muß, die in einem gefährlichen Schwebezustand sich befinden.
Denn es reicht nicht aus Dumm zu sein in dieser Welt um ein wirkliches gefahrenpotential für sich und die Umwelt darzustellen, man muss vor allem „wissen“, das man der intelligenteste Mensch auf Erden ist und nebenbei noch dieses gewisse Quäntchen an Aggression an den Tag legen.
Voila. Fertig ist der Cocktail, der Deutschland schon mal so richtig weit gebracht hat. Weit nach unten, aber immerhin weit. Die Richtung ist ja eigentlich nur Nebensache und sowieso ist ja alles irgendwie relativ.
Wenn man sich selbst dem absoluten Nullpunkt nähert, dann weiß man zumindest wo man steht und alles Philosophieren ist dann eher unnötig. Versteht ja eh keiner, wenn jemand dann noch versucht philosophisch zu sein.
Schlimm wird es erst, wenn Leute anfangen vom Niveau der Bild überfordert zu sein und zu meinen, dass dort ja viel zu viel politischer Unsinn drin steht. Wobei auch solch eine Aussage ein zweischneidiges Schwert ist. Klar hat der Mensch, der diese Aussage trifft recht und eigentlich müsste man zu ihm hingehen und ihm sagen, dass er es kapiert hat und das günstigste deutsche Satireblatt in der Hand hält.
Doch dann fällt mein Blick auf den Mann. Er ist Mitte vierzig. Seine Augen sind glasig. Die Haare sind bis auf wenige Millimeter runtergeschoren und selbst die Stummel scheinen vor fett zu triefen. Gekleidet ist der gute mit einer ausgewaschenen Jeans, die so gar nicht mehr das tut, was sie soll. Seine Beine kleiden. Mehr sagt die Hose aus, dass sie an einer Umschulung zum Kartoffelsack arbeitet. Alles an dem Mann scheint zu kleben und zu schmieren. Und so verwundert es nicht, dass der Mann schnell zum Sportteil blättert und lieber mit den Leuten um ihn rum über die wahren Wichtigkeiten des Lebens redet. Deren Blicke werden auch ein wenig heller bei dem Themenwechsel. Denn vorher hat man lieber auf Durchzug geschaltet. Politik ist nur was für Doofe nach deren Meinung.
Auch das ist eine Form von Intelligenz. Die komplette Zentrierung des Universums auf die eigenen Interessen. Die Kunst herauszufiltern, was unwichtig ist und die Sicherheit, dass was man nicht versteht nur Idiotie sein kann.
Du bist Deutschland als infernales Banner über dem Kopf wehend.
Schöner Schmerz
Wissen ist Macht. Nix Wissen macht nix
Veröffentlicht in schon nachgedacht | Getaggt: Bild, Gesellschaft, intelligenz, Medien, Menschen | 19 Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Samstag, 4.August 2007
Hatte Noah auf seiner Arche eigentlich auch Süßwasserfische?
Veröffentlicht in schon nachgedacht | Getaggt: lustig, philosophisch | Keine Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Samstag, 21.Juli 2007
Deutscher mit Jahreseinkommen von 25.000 €. Statistisch gesehen hat jeder Deutsche im Jahr 18.500 € zur Verfügung um diese auszugeben. Ich möchte mit deiner Hilfe eine Angleichung an die Statistik schaffen. Bitte überweis mir dein Geld, was du zu viel verdienst und die Statistiker und ich sind glücklich. Ehrlich jetzt. Das macht die Erhebung der Statistik in Zukunft viel einfacher.
Veröffentlicht in schon lustig, schon nachgedacht | Getaggt: ich, lustig, philosophisch | Keine Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Freitag, 13.Juli 2007
Es gibt Produkte, die gibt es wie Sand am Meer. Das ist eigentlich ein gutes Beispiel. Ausgenommen von ein paar belämmerten Touristen, die sich den Strandsand aufbereitet in ner Souvenirflasche verkaufen lassen ist niemand an Meeresstrand interessiert und gibt dafür außer Kurtaxe kein Geld aus.
Und dann gibt es da andere Produkte, die will die ganze Welt haben und es gibt nur ganz wenige Exemplare davon. Somit steigt natürlich auch der Preis ins Unermessliche.
Da kann man doch eigentlich von Glück reden, wenn ein Osama bin Laden zum Preis von nur 50 Mio US Dollar über den Tisch geht. Na gut. Der Preis hat sich in den letzten tagen verdoppelt, aber wenn man mal bedenkt, dass die gesamte westliche Welt an dem Mann brennend interessiert ist, dann ist das doch ein echtes Schnäppchen.
Vielleicht sollte man jetzt zuschlagen, bevor das Angebot ausläuft. Und mal ehrlich. Grad in der Abrissbranche müsste man sich doch um ihn reißen wie nichts Gutes. Denn vom Kaputtmachen, da hat der Mann echt Ahnung, wenn auch seine Methoden aufwendiger sind als die anderer Leute.
Veröffentlicht in schon lustig, schon nachgedacht | Getaggt: Gedanken, lustig | 1 Kommentar »
Verfasst von Schonzeit am Donnerstag, 7.Juni 2007
Mensch sein.
Sich einfach nur darauf zu konzentrieren eine einzige Sache zu machen. Etwas, was man viel öfter tun sollte und es dann doch in der Tristesse unserer Zeit und in dem Trubel des Alltags vergisst.
Einfach mal…. Leben.
Alles andere um sich herum vergessen und die Glückseligkeit erleben die einem der Moment schenkt. Den Moment bewusst erleben und nicht nur einfach zuzusehen wie der Körper langsam aber sicher dem endgültigen Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum entgegenvegetiert. Zu wissen, dass man Freunde auf der Welt hat. Sei es direkt um die Ecke oder irgendwo, wo man sie nicht greifen kann, aber trotzdem die Essenz wertvoller Momente einfach mal in sich aufnehmen kann um den Zauber des Glücklich Seins zu wirken und dieses friedliche Grinsen in ein Gesicht zu zaubern, das tiefste Zufriedenheit mit sich und der Welt ausstrahlt.
In solchen Momenten werden kleine Dinge die von Herzen kommen zu einem Fest, das bis zum letzten Knistern von Feuerwerk und bis zum Morgengrauen bedingungslos abgefeiert werden muss. Wenn alle Last die einem auf den Schultern liegt einfach mal kurze Zeit nicht mehr relevant ist und der ewige Druck des Alltags nicht länger dazu taugt um einen am Boden festzuhalten.
Und das sind die Momente in denen ich wirklich schwer in Worte fassen kann wie gut es mir gerade geht und doch geht es so einfach und reicht doch so tief, wenn es nur im richtigen Kontext gesagt wird.
Danke
Veröffentlicht in schon nachgedacht | Getaggt: fiktiv, nachgedacht | 2 Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Mittwoch, 23.Mai 2007
Für Schnorrer. In den Zeiten in denen die Leute selbst im Supermarkt beginnen mit EC Karte zu zahlen ist es immer schwieriger an Kleingeld zu kommen. Doch frage ich mich wie lange man „Sorry, hab nur eine Karte dabei.“ als Ausrede gelten lassen kann, bevor der erste Schnorrer ein mobiles Terminal zückt und sagt: „Macht nix. Damit kann ich um.“
Veröffentlicht in schon nachgedacht | Getaggt: lustig, nachgedacht | 3 Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Mittwoch, 18.April 2007
“Die aktuellen Ereignisse an der Universität in Blacksburg schockieren unser Land und sind in keinster Weise akzeptabel und ein tragischer Schlag für die amerikanische Bevölkerung. Mein Mitgefühl ist mit all jenen, die an diesem Schicksalsträchtigen Tag Verwandte und Freunde verlieren mussten, weil ein ausländischer Mitstudent das amerikanische System und Recht auf Waffenmitführung missbrauchen musste um sich selbst aus Konfliktsituationen zu befreien.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig für unsere Nation noch mehr als bisher nach vorn zu blicken. Wir können uns nicht das Recht nehmen lassen uns frei zu entfalten. Daher zielte die dargebrachte Kritik an dem Waffengesetz wie es schon unsere Gründerväter erdacht haben in die falsche Richtung. Es ist nunmehr wichtig noch mehr Präsenz und Freiheitswillen zu zeigen.
Nicht umsonst hat eine der führenden Waffenschmieden unseres glorreichen Landes ein Modell ihrer Waffenfertigung schon vor fast 150 Jahren „Peacemaker“ genannt. Visionär und zielstrebig war man sich damals schon sicher, dass der Frieden wie bei Staaten nur durch Machtdemonstration gesichert werden kann.
Das Blutbad in Blacksburg hätte verhindert werden können durch die Handlungen, die ich zukünftig jedem Amerikaner anrate, nein sogar als Pflicht eines Amerikaners erachte.
Daher werde ich nicht ruhen, bevor eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht wurde, die jeden Amerikaner zwingt eine Waffe zu tragen. Wäre dem so gewesen, hätten gewissenhafte Amerikaner diesen verstörten jungen Mann stoppen und seine Aggression friedlich mit einigen gezielten Salven beenden können. Die Anzahl der Opfer hätte sich durch verantwortungsvollen Umgang mit Waffen massiv nach unten korrigiert.
Gott schütze Amerika.”
Veröffentlicht in schon aufregend, schon ausgedacht, schon nachgedacht | Getaggt: ausgedacht, fiktiv, George Bush, nicht lustig, USA | 1 Kommentar »
Verfasst von Schonzeit am Freitag, 13.April 2007
Eigentlich möchte man sich nicht streiten, aber dann kommt eins zum anderen. Der eine sagt etwas, was der andere nicht richtig versteht, die Erwiderung kommt dann auch in den falschen Hals und schon hat man ein schönes kleines Töpfchen mit hoch explosivem Chilli, das in dem Kochtopf vor sich hinwabert und nur darauf wartet das die Temperatur den kritischen Punkt überschreitet um sich dann blubbernd über die gesamte Küche zu verteilen.
Und genau in dem Moment fragt man sich, ob man nicht etwas falsch gemacht hat und ob man nicht früher hätte die Temperatur runterdrehen hätte müssen oder es mit etwas übertrieben hat oder so.
Doch das Debakel ist da. Statt das leckere Chili gut gewürzt auf der Zunge zu spüren, darf man es von allem abkratzen, was es getroffen hat, und schwört sich nächstes mal besser aufzupassen, doch auch das gelingt immer mal wieder nicht.
„Tut mir leid“ ist als Schwamm eine äußerst schlechte Marke und nicht zu empfehlen. Lieber mal in ein Kochbuch schauen und alles richtig machen. Denn Ambition ist auch beim Kochen nicht alles. Und schlechte Laue ein fatales Gewürz.
So… Hunger…
Veröffentlicht in schon nachgedacht | Getaggt: philosophisch | 2 Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Donnerstag, 5.April 2007
Das Problem mit Bild ist, das man sich immer noch eine andere Zeitung kaufen muss um nachzulesen, was eigentlich wirklich passiert ist.
So kann man natürlich auch Verkaufszahlen von Zeitungen hochhalten, wenn ein Blatt nicht ohne Sekundärliteratur auskommen kann.
Oder um es mal der Jahreszeit entsprechend auszudrücken:
Bei der Bild sollte eigentlich jedes Exemplar den Zeitstempel 1.April tragen um authentisch zu sein.
Veröffentlicht in schon aufregend, schon nachgedacht | Getaggt: Bild, nachgedacht | 2 Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Mittwoch, 4.April 2007
In der Schule habe ich gelernt, dass Strom und Wasser immer den Weg des geringsten Widerstands gehen. Das ist eine tolle Eigenschaft wie ich finde. Beigebracht hat dies dem Strom und dem Wasser ein gewisser Herr Ohm, weswegen die gläubigen Ströme (egal ob elektrisch oder liquid) auch bei ihren Gebeten immer „Ohm mein Gott!“ sagen.
Oder so…
Auf jeden Fall würde ich gern bei meinem Abwasch wie Wasser sein. Nicht dreckig und mit Spülwasser voll, sondern mit einem geringen Widerstand.
Ich stelle eine Schüssel in die Spüle und denk mir: Das lohnt noch nicht.
Dann gesellt sich noch ein Teller und ein Kochtopf hinzu und schnell ist man an dem Punkt, wo man sagt: Ach nee. Da habe ich jetzt keine Lust zu.
Bei dem aktuellen Durchlauf waren es dann drei Tage die ich durchgehalten habe bevor mir eine Sicherung durchbrannte und ich mir sagte: Jetzt musst du abwaschen.
War auch solide was zusammengekommen: Zwei Töpfe, drei Teller 4 Schüsseln, einmal Tupper und diverse Bestecke, dazu noch Gläser. Was man halt so braucht. Nun ist alles wieder blitzblank und verstaut und wieder nehme ich mir vor das nächste dreckige Geschirr sofort abzuwaschen.
Wer dran glaubt….
Zum Schluss noch ein Tipp vom lieben Olli:
Dreckiges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert
AMEN!
Veröffentlicht in Schon - ung, schon freundlich, schon nachgedacht | Getaggt: Freunde, Geschirr, Haushalt, ich, Spülen | Keine Kommentare »
Verfasst von Schonzeit am Montag, 5.Februar 2007
Diese Aussage ist schon seit ewigen Zeiten immer wieder gut, wenn es darum geht Menschen dazu anzuspornen Wissen zu erwerben. Doch ist diese Phrase auch eine der Verstaubtesten, selbst wenn die Jugendkultur sich Mühe gibt mit dem Untertitel „Nichts Wissen macht nichts.“ Der Ganzen Angelegenheit einen neuen Anstrich zu verpassen. Die dicke Patina der Trägheit und Zeit hat sich darauf abgesetzt. Die Worte sind in Stein gemeißelt und lassen sich nicht korrigieren, wenn auch mit dem Graffiti von eben verzieren.
Doch so sehr ich mich auch bemühe. Es ist und bleibt einfach ungenau und undifferenziert. Vor allem, wenn ich mir die Leute um mich herum mal genau ansehe.
Wissen ist eine mächtige Waffe in meinen Augen. Und auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt anfange massiv metaphorisch zu werden, so muss ich doch auf diesen Zug weiter aufspringen und konsequent hieran meine Argumentation ausbauen.
Das Wissen ist also eine Waffe. Vergleichbar mit einem Schwert. Bei dem einen handelt es sich um ein Breitschwert aller Feinster Schmiedekunst mit Verzierungen, beim nächsten um einen schlanken eleganten Dolch. Auch das ein oder andere schartige biegsame Bronzeschwert findet sich im Repertoire heutiger Wissenswaffen.
Doch wie bei so vielen Dingen ist es mit dem Wissen auch nicht immer so einfach. Man kann mit Wissen nicht Quartett spielen. Eine Mathematik 1 schlägt nicht immer eine Mathematik 3. Und so sind die Bilder im Internet manchmal gar nicht so verkehrt, wenn auf einem Lamborghini hinten drauf Hauptschule 72 , während auf der zu überholenden Möhre von Auto Abi 01 oder sonstiges steht.
Es ist also nicht allein die Wahl der Waffen, die die Macht ausmacht. Es ist die Führung der Klinge. Ein Dolchbesitzer kann einen Breitschwertträger durch Geschwindigkeit und Eloquenz ausstechen. Selbst der Träger des schartigen Bauernprügels kann bei geübter Handhabung dem Breitschwertträger gegenüber Pluspunkte sammeln, wenn dieser Blindlings mit der Waffe voran ins Getümmel stürmt und dabei auf brachiale Gewalt setzt. So einen Schmiss hat man dann schnell weg. Dumm ist nur bei Wissensnarben muss man auch immer merken, dass sie einem zugefügt wurden und da liegt der Hund begraben.
Also ist Wissen Macht, wenn man weiß wie man Wissen einsetzt. Wenn man weiß, wie man durch Eloquenz und Einfühlungsvermögen den Schwung seiner Waffe richtig dosiert und auch weiß, wann man das Schwert in einem Gefecht einfach mal Ruhen lässt um nicht mit fliegenden Fahnen unterzugehen, sondern sein Gesicht zu wahren.
Nicht umsonst sagte Sokrates: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ oder vielmehr „Ich scheine also um dieses Wenige doch weiser zu sein, dass ich, was ich nicht weiß, auch nicht glaube zu wissen.“
Wenn man das einmal auf meine Waffen Metapher ummünzen mag, dann kommt dabei ein Mann heraus, der es versteht seine Waffe nicht zu benutzen, aber die Kunst im Umgang und die Pflege der Waffe an sich hingebungsvoll versteht.
So wäre ich auch gern, doch dazu bin ich manchmal zu ungestüm, da ich die Klugscheißer Gene in mir verspüre. Und so bleibt mir nichts anders übrig als mich auf meine Rüstung aus solidem Ego zu verlassen und damit Treffer wett zu machen. Auf mein Banner sticke ich voller Freude und Stolz die Worte: Wissen beinhaltet das Wissen, wann Wissen hilft.
Und schon wird aus der Sache etwas Rundes.
Es macht Spaß zu beobachten wie unterschiedlich die Menschen mit ihren Waffen umgehen und manchmal wird es recht amüsant.
So liebe ich in letzter Zeit die Leute, die mit Gewalt Wissen einsetzen um zu zeigen wie wichtig sie sind, aber eigentlich genau das Gegenteil erreichen. Sie werden belächelt und teilweise reagiert man mit rollenden Augen auf das dargebrachte Wissen, weil es einen zu dem Zeitpunkt nicht interessiert und in ein viel zu weites Feld führt als das es mit dem aktuellen Thema etwas zu tun hat. Doch diese Beschreibung der Realität klingt anhand der nett geformten Metaphern in diesem Text fast schon zu banal.
Hierzu fällt mir dann auch nur ein Zitat aus einem tollen Film ein um das ganze bildlich darzustellen und im Entferntesten auf Waffen gemünzt zu halten:
„Man erscheint nicht mit einem Messer zu einer Schiesserei.“
Wähle deine Waffen mit Bedacht, du könntest dich selbst damit schneiden.
Veröffentlicht in schon nachgedacht | Getaggt: Macht, philosophisch, Wissen | 2 Kommentare »