Fußball ist eine emotionale Sache. Da wird schon mal mit wildfremden Leuten im Stadion gekuschelt, wenn die Lieblingsmannschaft zufällig das Spiel dadurch beendet, dass eine Bude mehr gezaubert wurde, als bei der anderen Mannschaft.
Da gehören dann auch Hymnen mit dazu. In der gruppe fühlt man sich stärker und verbundener. Da kommt der Zauber her, den viele Leute zur WM 2006 als das Sommermärchen bezeichneten.
So kommt dann auch der Soundtrack zur Europameisterschaft 2008 langsam ins Rollen. Hierzulande nimmt man offiziell mit Revolverheld vorlieb. Ein Lied, was mir zu wenig Emotion enthält und zu blass an mir vorbeirauscht, wenn es auch gut gemacht ist. Und dann frisch eingestiegen in die Charts kommt da der Blödel nachwuchs Oliver Pocher daher.
Bringt ihn heim intoniert er und appelliert damit an das Herz des Fußballspielers. Eine tragend emotionale Sache, die nicht mit viel Tiefgang versucht zu verbergen, dass dies eine Hymne sein soll. Einige Leute applaudieren und sind der Meinung Pocher habe sich selbst übertroffen und stelle das „Schwarz auf Weiß“ weit in den Schatten und sich selbst damit in die Richtung des Klassikers „Three Lions“. Wider rum andere sind der Meinung, dass Pocher einfach nicht das Talent hat ein Fußballlied vernünftig zu machen. Und dann gibt es da noch unsere Nachbarn im Süden die sagen: „Hö? Das hat der doch bei uns geklaut.“
Die Wahrheit liegt natürlich irgendwo dazwischen. Die Pocher Version des Liedes hat etwas, wenn man auf den Humor von Pocher und Knopp steht. Da stehen Emotionen im Raum und vor allem eine Menge Fun. Ich mag die Art wie Pocher andere auf die Schippe nimmt und liebe es wenn er es dabei schafft NICHT selbst über sich zu lachen und einfach mal trocken zu bleiben.
Doch all das ändert nichts an der Tatsache, dass die Pocher Version nur ein Cover ist. Das Original stammt aus der Schweiz und wurde dann auch in Österreich übernommen. So haben die drei halbwegs deutschsprachigen Länder alle ihre eigene Version des Liedes und können sich schön die Haare darüber raufen.
Ich hingegen feier das Ereignis einfach mal ab und werde mir als anspruchsloser Deutscher (zu Just4Ikarus zwinker) die Deutsche Version mit der zugegebenen geilen Textzeile „Bringt den Pokal nach Haus“ reinpfeiffen, weil ich sie am Besten verstehe.
Wobei ich natürlich auch gern die Rechte an dem Lied in unseren Nachbarländern lasse. Dann hat man zumindest noch das Lied, wenn wir dann mit dem Pokal auf der Heimreise sind.
Das Ergebnis ist raus. Mein Werk landete leider nur auf dem 13ten Rang von 20 Gedichten. Das ist traurig, weil ich mir insgeheim natürlich erhofft hatte gewinnen zu können mit meinem Machwerk.
Ich möchte mich dennoch bei allen bedanken, die sich mit mir und meinem Gedicht auseinandergesetzt haben und die mir vielleicht die Stimme ihres Herzens gaben.
Auch möchte ich mich an dieser Stelle bei Bodo Wartke für die Möglichkeit bedanken überhaupt sowas zu machen und den Siegern gratulieren.
Manchmal kommt ein guter Joke einfach nur auf das Auge des Betrachters an. So ist es auch bei diesem Meisterwerk deutscher Unterhaltungskunst. Mittlerweile habe ich den Spot schon 5 oder 6 Mal gesehen und amüsiere mich immer noch wieder köstlich.
Mein absolutes Lieblingsstück ist die Milch.
Sicherlich nicht die Neuerfindung der Komödie, aber einfach mal wieder schön einen solchen Sketch schön umgesetzt zu sehen.
Am vergangenen Samstag (19. Mai *räusper*) war es mal wieder soweit. Basta gastierte mit dem aktuellen Programm „Wir sind wie wir sind“ in Kiel und Sonja und ich konnten nicht widerstehen. Zwar hielt das Wochenende nebenbei noch zwei Geburtstage bereit, aber wenn diese außergewöhnliche A Capella Gruppe aus Köln zum Konzert ruft, dann kann ich nicht widerstehen.
Schon seit einigen Tagen wurde die Vorfreude immer größer, auch wenn das aktuelle Album tatsächlich mal mehr als einmal gehört werden musste um ins Ohr zu gehen. Diesen Umstand schiebe ich jedoch immer noch der Beteiligung von Lukas Hilbert zu und nicht den Jungs an sich.
Und so kamen wir um kurz vor acht im Kieler Schloss an und setzten uns voller Erwartung auf unsere Plätze. Auf den Plätzen eine Werbekarte für den Basta Newsletter mit einem Zitat von Jörg Pilawa, das ich noch lesen konnte, bevor es im Saal dunkel wurde.
„Wer braucht eigentlich Robbie Williams, wenn er fünf davon haben kann.“
Das trifft und doch nicht. Basta ist Basta, basta!
Als das Konzert begann empfand ich die Technik noch ein wenig schlecht abgestimmt, so dass Andreas (der Bass der Gruppe) ein wenig zu sehr dröhnte. Doch dies ließ schnell nach und man konnte sich besser auf die Musik konzentrieren.
Lauch, Er gehört zu mir, Zeit heilt alle Wunden, For the longest time,Die Tochter eines Schönheitschirurgen, Julia, GEZ, Sonne und Regen, 50 Dinge, Spielerfrauen, Wir wollten doch nur Freunde sein, Wer hat eigentlich gesagt, Surfen gehen am Rhein, Glaubst du, ich häng noch an dir, Bratislava Lover, Blutwurst, Du tropfst, Disco, Like a Virgin, Wild thing, Esso ess
Dies sind die Stücke des Abends in beliebiger Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Natürlich spielt man eine Menge Stücke von dem neuen Album, versucht aber auch die älteren Fans zu begeistern und zieht mit Stücken wie Lauch und Du tropfst alle möglichen Register. Von der Komposition her gibt es also keinerlei Klagen.
Erwähnenswert bleibt jedoch, dass Basta in meinen Augen noch nie so abgelenkt wirkte, was am Fußballspiel liegen könnte, was anscheinend auch während der Konzertpause verfolgt wurde. Es gab immer mal wieder kleinere Patzer und auch mal einen Blackout von René.
Doch wo andere Leute an ihre Grenzen stoßen gibt es bei Basta noch mal einen Schulterklopfer. Man macht das Beste draus und sagt sich „Ist passiert und nun machen wir das Beste draus“
So wird dann schnell ein neuer Text erfunden, der zum Ausdruck bringt, man wäre froh, wenn man den Text nicht vergessen hätte. Das Publikum lacht und man hat den Eindruck, der Saal wird ein wenig kleiner. Man ist näher an der Band.
Und auch wenn nicht alles perfekt war, geht man mit Tränen vor Lachen aus dem Konzert und hat ein warmes Gefühl bekommen. Vielleicht grad deswegen.
Und doch steht Basta für alle Zeit für auch ohne Patzer lockere Atmosphäre mit viel Witz und Esprit. Ein wirklich empfehlenswertes Programm von einer wirklich tollen Truppe.
Vor nicht allzu langer Zeit wurde auf der Seite von Bodo Wartke dazu aufgefordert ein Gedicht einzusenden. Dieser Aufforderung bin ich als braver Fan natürlich nachgekommen. Es war für mich eine nette Herausforderung und die Preise verlockten auch sehr.
Eben erreichte mich die Nachricht, dass ich ausgewählt wurde. Von über 500 Gedichten ist meins unter den besten 21 gelandet und steht nun in einem Voting zur Verfügung um das beste Gedicht.
Nun bitte ich um eure Mithilfe. Sagt es Freunden und Freundesfreunden und klickt für das Machwerk mit dem Namen „Der Mensch“ von mir, damit ich es auf die Bodo Wartke DVD schaffe, so denn mein Gedicht am meisten gefällt.
Verfasst von Schonzeit am Donnerstag, 13.März 2008
Wenn Bastian Pastewka Werbung im TV auftaucht, dann beschleicht mich meist das Gefühl mich gleich wieder „fremdschämen“ zu müssen. Oftmals behalte ich damit recht und so ist der Grad an Unterhaltung meist recht gering gehalten.
Anders sieht das jedoch diesmal aus. Bastian Pastewka macht Werbung für das Internetvideoportal Videoload. Und die bisher erschienenen drei Clips in diesem Zusammenhang haben alle drei einen hohen Unterhaltungsgrad in meinen Augen.
Meinen Favoriten habe ich hier einmal für Euch aufbereitet. Und ich gestehe andererseits dass auch mir das leider schon einmal in meinem Leben passiert ist. Da fällt mir ein… Ich muss noch dringend zur Videothek. PUH
Verfasst von Schonzeit am Dienstag, 19.Februar 2008
Nächsten Sonntag ist Bodo Wartke in Kiel im Maxx und Sonja und ich werden ebenfalls dabei sein. Prima. Dann sind wir ja zu dritt mag man denken. Doch ich denke auch noch andere werden kommen, wenn er sich ans Klavier setzt. Noch vor einem halben Jahr kannten wir diesen speziellen Entertainer nicht und nun werden wir ihn live sehen. Der Mann kommt aus Hamburg bzw. aus Bad Schwartau und doch mußten wir auf dem WDR über ihn stolpern. Nebenbei ergab sich noch, dass ein Freund von uns wohl mit eben diesem Entertainer früher die Schulbank drückte und dieser Freund am Sonntag auch mit uns ins Maxx ziehen wird um sich köstlich unterhalten zu lassen.
Zwar spielt er “nur” sein altes Programm “Achillesverse” und nicht sein neues “Noah war ein Archetyp” und doch denke ich wird gutes niemals aus der Mode kommen.
Für alle denen Bodo Wartke noch nichts sagt habe ich den folgenden Tipp. Mal rein hören. Ehrlich. Kann nicht schaden. Der Mann hat eine Menge Witz und Esprit. Normalerweise sagt man dass ja immer über Leute die sonst nichts haben, aber hier kommt noch eine gehörige Portion Talent hinzu.
Auf seiner Seite gibt es einiges auf die Ohren von ihm, aber am schönsten ist vielleicht, dass man sich sein Liebeslied auch selbst basteln kann.
Hier der passende Generator dazu um einfach mal in allen Sprachen zu sagen:
Ich will‘s in allen Sprachen für dich singen, auf allen Instrumenten zum erklingen bringen - Ich liebe dich
Und für jeden der nicht selbst basteln möchte habe ich noch ein Youtube Video ausgegraben.
Seit ein paar Tagen geistert ein Mann massiv durch die Internetleitungen in meiner Gegend. Jeff Dunham ist amerikanischer Bauchredner und hat ein absolut herrliches Gespür für Timing und Pointen. Natürlich weise ich im Vorfeld darauf hin, dass Bauchredner nicht den Tiefgang eines Dieter Nuhr in ihrem Humor haben und eher zu den Slapstick Krawall Unterhaltern zählen, doch kann auch das nichts daran ändern, das Jeff Dunham ein Talent ist, was in seiner Branche auf jeden Fall seinesgleichen suchen dürfte.
Ich kenne zum Beispiel keinen einzigen deutschen Kollegen dieses Mannes der auch nur annähernd soviel Stil besitzt wie dieser Mann. Ich liebe seinen Side kick Peanut, weil dieser extrem durchgedreht ist, aber momentan berühmter dürfte sein Achmed the dead Terrorist sein.
Ich hoffe ihr verzeiht mir eine Verlinkung meiner zwei Lieblingsszenen, aber wenn ich mal in Enthusiasmus verfalle, dann kann ich nicht anders. Angesteckt hiermit hat mich übrigens die gute Daniela.
Verfasst von Schonzeit am Donnerstag, 6.Dezember 2007
Verschmitzt heißt das aktuelle Programm des Entertainers, der nicht nur klein anfing, sondern auch klein ist.
Wie immer vermischt er bei seinem Programm klassische Übungen des Improvisationstheater mit Einlagen von Stand Up Comedy. Ein Konzept, das bei Schmitz nicht immer komplett rund wirkt, aber unter dem Strich dennoch aufgeht, weil man mindestens einmal sich mit Tränen in den Augen vor Lachen wiederfindet.
Das Konzept ist diesmal auf ein Kaufhaus gestrickt. Ralf Schmitz lädt all seine Gäste ein mit ihm eine Nacht im Kaufhaus als unfreiwillig eingeschlossene Kunden zu begehen und kommt auf diesen Aspekt immer wieder zu sprechen, während er souverän und quirlig die Leute in seinen Bann zieht. Dabei spielt er nicht nur für das Publikum, sondern auch mit dem Publikum, was jedem Auftritt wahrscheinlich eine ganz eigene Note geben dürfte und einem das Gefühl gibt bei etwas besonderem dabei zu sein.
In den normalen Comedy Einlagen wirkt der 33jährige noch immer etwas holprig und unbeholfen, dreht dafür in den Passagen, wo es um sein eigentliches spontanes Talent geht jedoch den Turbo bis zum Anschlag auf.
Wie schon gewohnt aus seinem ersten Solo Programm „Schmitz komm raus“, greift er dabei immer wieder gern auf das Publikum zurück. In der Flensburger Ausgabe seiner Bühnenshow musste unter anderem von ihm in einem fiktiven Reklamationsgespräch im Kaufhaus ein „verrückter Zwerg“ umgetauscht werden, wobei nur die Verkäuferin (eine Dame aus dem Publikum) und seine Hände (gespielt von dem Partner der Verkäuferin) Bescheid wussten was nun eigentlich getauscht werden sollte. Ralf Schmitz kam dabei mächtig ins Schwitzen und hangelte sich sehr amüsant an den diversen Tipps entlang bis zu dem Ergebnis.
In der folgenden Episode wurde ein Mord am Flensburger Südermarkt gespielt. Schmitz übernahm dabei die Rolle des Mörders und gab einer Dame aus dem Publikum die Möglichkeit sich als Geräuschemacherin zu verdingen.
Entstanden durch solche Dinge ist ein Mix aus herrlicher Situationskomik, die den ganzen Abend hindurch immer wieder munter gepflegt wird. Schmitz vergisst dabei nichts und geht auf jede Gefühlslage ein. In dem Programm stecken noch mehr interessante kleine Aspekte, aber es soll ja auch nicht zu viel verraten werden.
Ralf Schmitz ist auf jeden Fall, wie auch schon bei seiner letzten Tournee einen Besuch wert, wenn man denn mit der quirligen Art umgehen kann und nicht zu viel Fremdschämen sein Eigen nennt.
Verfasst von Schonzeit am Dienstag, 20.November 2007
Ist es nicht irgendwie auch ein wenig komisch, wenn die Parodie streckenweise komischer ist als das Original. Insofern man bei Stromberg vom Original reden kann (das Konzept stammt ja von der britischen Serie The Office) halte ich die Switch Parodie mit dem Titel Obersalzberg für origineller.
Natürlich ist das nur möglich, weil Stromberg so verschroben ist, wobei mir da übel aufstößt, dass ich der Meinung bin in einigen deutschen Großraumbüros sieht es wirklich so aus. In der Switch Parodie Obersalzberg geht es um das dritte reich und der Stromberg Charakter ist kein geringerer als der Führer persönlich, der allerdings von allen Seiten nur Feuer bekommt.
Immer wieder schwierig Scherze über das Dritte Reich und Hitler zu machen geht Switch mit dem Thema in meinen Augen sehr sensibel um und setzt die Szenerie bewusst skurril um sich von der Realität abzugrenzen.
Verfasst von Schonzeit am Freitag, 15.Dezember 2006
Jetzt habe ich mich doch tatsächlich dabei erwischt, dass ich nach Möglichkeiten suche als Amateur Stand up irgendwo in meiner Nähe mal zum Mikro greifen zu können und mich in der Öffentlichkeit zum Deppen zu machen.
Beweggründe:
Langeweile aufgrund akuter Grippe – na ja. Nicht so klasse
Akute Grippe – zumindest eine Erklärung dafür
Lust darauf mich zu produzieren – aha jetzt wird’s interessant
Anflug von Talent – JA DAAAAAANN…………
Ich bin mal gespannt ob ich etwas Passendes finde oder ob ich doch gleich bei Nightwash einsteigen muss. Vielleicht sieht man sich ja in nächster Zeit irgendwo auf einer Bühne irgendwo im Norden.
Jetzt habe ich ja auch schon fast alles erreicht. Ich habe mir vorgenommen was machen zu wollen in meiner Funktion als Z-Promi, habe bei Google gesucht und nun brauche ich ja nichts weiter mehr als den Leuten irgendwie beizupulen, das sie mich auch wirklich sehen wollen und lustig finden.
Spätestens wenn ich Passfotos von mir verteile, dann schaffe ich das den Leuten die Tränen vor Lachen in die Augen zu treiben.
Ich habe eine Mission.
(die letzten Zeilen können durch Fieberwahn evtl. ein wenig beeinflusst sein)